D - Album


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Band: DREAMAKER
Titel: Enclosed
Label: Arise
Homepage: www.dreamaker.net
Stil: Power Metal
VÖ:  11.03.05
Spieldauer: 12 Tracks / 47:09 min.

 

Ja hossa, da haben sich die Ex-DARK MOORler von DREAMAKER aber deutlich qualitativ gesteigert. Boten die Spanier auf ihrem Debutalbum „Human Device“ noch durchschnittlichen Melodic Metal, geht man auf der zweiten Scheibe „Enclosed“ doch um einiges brachialer zu Gange. Irgendwie erinnern mich die Songs stellenweise an SOILWORK, allerdings mit durchweg cleanem (Frauen-) Gesang. Vor allem der Opener „I live my own Life“ klingt sehr direkt und kraftvoll, der Schmalz-Anteil scheint nahezu verschwunden zu sein. Na ja nicht ganz, bei „Reverse Universe“ gibt es doch noch einen Part der stark an die Euro Metal Wurzeln erinnert und mit „Living in Fear“ erleidet man dann doch kurzfristig einen Rückfall. Dieser ist beim darauf folgenden, geil, atmosphärischen „The End of your Suicide“ aber schnell wieder vergessen, auch wenn man bei „Innocent Blood“ wieder verdächtig in diese Richtung tendiert. Allerdings vermindern die stellenweise sehr aggressiven Vocals und die unkonventionellen Keyboards diesen Eindruck zumal die Gitarren sich hier weniger von HAMMERFALL, STRATOVARIUS und RHAPSODY beeinflusst zeichnen sondern eher gleichermaßen von GAMMA RAY und ARCH ENEMY. „W.W.666“ zeigt sich wieder brachialer, wie zu Anfang dieses Albums, wobei die Keyboards hier nicht glücklich eingesetzt wurden, dies aber dank des spärlichen Einsatzes nicht so sehr ins Gewicht fällt. Der Refrain rult dafür umso mehr. Bei „Face to Face“ klingt das Duett mit einem männlichen Gastsänger recht erfrischend. Leider ist das Titelstück „Enclosed“ nicht gerade sehr bemerkenswert ausgefallen, verfällt man hier doch etwas dem Einheitsbrei, auch wenn der Uptempopart sehr cool klingt. Apropos Uptempo: Leicht verwundert war ich doch beim megageftigen Geknüppelpart am Anfang von „Perfect Soul“, kommen hier endlich mal die Death Metal Vorlieben des Drummers zum Vorschein. Sehr passend in diesem Stück sind die erneut eingestreuten aggressiven Vocals. „Take me higher“ klingt mir dann doch etwas zu schmalzig, wobei hier immerhin die zweistimmigen Gitarren nach dem Refrain zu gefallen wissen. Der Refrain ist aber Kitsch pur. Leider kann auch „Promised Heaven“ nicht mehr die Qualität des restlichen Albums halten, weswegen die Scheibe zum Schluss einen faden Beigeschmack erhält. Allerdings freut es mich, dass DREAMAKER sich deutlich vom Lalelu-Metal wegbewegen und eine deutlich aggressivere Seite präsentieren. Wollen wir nur hoffen, dass die Spanier diese Scheine für ihr nächstes Album auch beibehalten.

SasH, 8,5 Punkte

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Human Device

 

Die Songs:

 

1. I Live My Own Life
2. Reverse Universe (MP3)
3. Over The Edge
4. Living In Fear
5. The End Of Your Suicide
6. Innocent Blood (MP3)
7. W.W.666
8. Face To Face
9. Enclosed
10. Perfect Soul
11. Take Me Higher
12. Promised Heaven


 

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