D- Album


# A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Band: DARK TRANQUILLITY
Titel: Character
Label: Century Media
Homepage: www.darktranquillity.com 
Stil: Melodic Death Metal
VÖ:  24.01.05
Spieldauer: 11 Tracks / 48:15 min.

Bereits mit „Damage done“ haben sich DARK TRANQUILLITY wieder stärker zu ihren Wurzeln bekannt. Als es nun im vorhinein zum neuen Album „Character“ hieß, es würde wie eine Mischung aus „Damage done“ und „The Gallery“ klingen, konnte ich das nicht so recht glauben. Doch als mir dann zum ersten Mal der Opener „The New Build“ aus den boxen entgegendröhnte, konnte ich meinen Mund vor Begeisterung und Erstaunen nicht mehr schließen. Meine Fresse, war das geil! Was für eine Knüppelattacke! Der Song hat zudem deutliche Death Metal Wurzeln, was vor allem in der Strophe deutlich wird. Vom Death Metal zum Thrash Metal wandelt man sich beim nächsten Track „Through smudged Lenses“. Hier ist vor allem das Riffing sehr traditionell ausgefallen. „Out of Nothing“ und „The endless Feed“ hätten auch problemlos auf “Damage done” oder “Haven stehen können. Vor allem der vermehrte Einsatz des Keyboards und sonstiger elektronischer Elemente lässt mich diesen Eindruck gewinnen. Das darauffolgende Stück „Lost to Apathy“ dürften einige schon von der gleichnamigen EP kennen, zumal dazu auch ein Videoclip des öfteren auf Viva bzw. Viva Plus rotiert. Erinnert mich stark an die „The Mind´s I“ Ära, mal abgesehen von den Keyboards. Coole Up Tempo Nummer, die vor allem live sehr gut funktionieren dürfte. Zu „Mind Matters“ habe ich keine wirkliche Meinung. Der Song ist an sich nicht schlecht, kann aber im Vergleich mit dem restlichen Material auf dem Album qualitativ nicht mithalten. Wenn man „Character“ aber am Stück durchhört, stört die Nummer gewiss nicht. „One Thought“ dürften auch schon einige kennen, zumal der Song bereits letztes Jahr beim Rock Hard Festival live präsentiert wurde. Definitiv eines der vielen Highlights auf dieser Scheibe. Vor allem der Refrain rult hier absolut und lässt somit dieses Stück zur perfekten Live-Nummer werden. Mit „Dry Run“ hatte ich anfangs doch meine Probleme, vor allem da mir der Anfang doch ein wenig zu simpel klang. Doch mit der Zeit entwickelte sich dieser Track zusehends zu einer meiner Lieblingsstücke auf diesem Album, wobei vor allem die einfache Struktur und der wieder einmal geniale Refrain ihren Beitrag dazu geleistet haben. Den absoluten Höhepunkt haben wir aber erst mit „Am I 1?“ erreicht, einem hypermelodischen Stück, das vor allem durch geniale Hocklines besticht. Mehr kann ich nicht dazu sagen außer: Einfach nur geil! „Senses tied“ ist ebenfalls ein sehr heftiges Stück, wobei der Blastbeat am Schluss erneut für Überraschung sorgt. Das längste und zugleich auch atmosphärischste Stück „My Negation“ haben sich DARK TRANQUILLITY bis zum Schluss aufgehoben, so dass es das Album perfekt vollenden kann. Vor allem das Ende dieses Songs hat einen gewissen Jam-Charakter und dadurch einen besondern Charme. Sehr geil!
Wenn ich ehrlich bin hätte ich nicht mit solche einem „harten“, aggressiveren von DARK TRANQUILLITY gerechnet. Melodic Death Metal Fans, die sich das Album nicht eh schon blind kaufen, sollten hier wirklich nicht lange zögern, sondern gleich zuschlagen.
 

SasH , 11 Punkte

weitere Reviews

Fiction

Exposures - In Retrospect and Denial

Damage done

Haven

 

Die Songs:

01. The new build
02. Through smugged lenses
03. Out of nothing
04. The endless feed
05. Lost to apathy
06. Mind matters
07. One thought
08. Dry run
09. Am I 1?
10. Senses tied
11. My negation


 

Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine

Webmaster: info@ancientspirit.de