![]() |
D - Album |
|---|
| # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
![]() |
|
Mann, was war die Metalwelt und ganz besonders meine Wenigkeit doch gespannt, wie die Bay Area-Götter DEATH ANGEL nach ihren unglaublich genialen Comeback-Shows, auf dem nun endlich vorliegenden Comeback-Album 'The Art Of Dying' wieder alles in Grund und Boden rocken werden. Nach den Listeningsessions im Februar, bei denen bereits acht Songs schon zu hören waren, konnte man sich zwar noch nicht wirklich ein Bild darüber machen, ob an Gottgaben der Marke 'The Ultra-Violence' und 'Act III' herangereicht werden kann, aber mri war definitiv schon eines klar: Die alten MAIDEN-, SCORPIONS-, UFO- und TYGERS OF PAN-TANG-Fans aus dem sonnigen Kalifornien sind nach wie vor meilenweit besser als das Gros der musizierenden Kollegen. Ich konnte es gar nicht nachvollziehen, daß einige der Kollegen etwas enttäuscht waren und 'The Art Of Dying' auch jetzt noch, nach Erhalt des finalen Produkts, als das schwächste Album der Todesengel bezeichnen...tztztz! Aber kommen wir doch einfach erstmal zu den einzelnen Songs:
'Intro': Kurz, akustisch und stimmungsvoll vorbereitend auf was da noch so kommen sollte...
'Thrown To The Wolves': Ein Old-School-Genickbrecher aller erster Güte, der mit seinen einschneidenden Killerriffs, akzentuierten Drums, dem urtypischen und unwiderstehlichen Drive, Groove und Rhythmus und herrlich aggressiven und prägnanten Voxlines gleich mal klarmacht, wo Bartele seinen Moscht holt! Brillant und definitiv einer DER Livebrecher!
'5 Steps To Freedom': Genau wie 'Prophecy' schon von der Winter-Tour bekannt, zeigt dieser Song auch jetzt, daß er es gewaltig in sich hat. Nach einem kurzen Flanger-Intro folgt ein typischer, im gehobenen Mid-Tempo angesiedelter 'Act III'-like Hammer, der neben einem deutlichen MEGADETH-Touch endlich mit Rob´s tollen Backing-Vocals aufwartet und nach etlichen erneut famosen Soli und einer genialen Chorus-Gesangslinie sich gegen Ende toll mit Double-Bass-Salven steigert. Toll!
'Thicker Than Blood': Der deutliche 'Master Of Puppets'/'Hit The Lights'-Touch beim Einstieg wandelt sich durch den Einsatz eines Rock´n´Rolligen, an MOTÖRHEAD erinnernden Straight-Riff in einen fetten Up-Tempo-Rocker mit geilem Mitshout-Chorus. Wird live sicher ein echter Kracher, wenn auch er etwas überraschend daherkommt und sich wohl erst nach mehrmaligem Genuß richtig entfaltet.
'The Devil Incarnate': Dieser sehr beeindruckende und außergewöhnliche Song ist der Doom-Song der Jungs. Zu einem schleppenden Fett-Riff und interessanten Drum-Fill-Ins gesellen sich hammergeile, sehr slowe 2-stimmige Vocals. Sehr ungewohnt aber total geil! Auch der leichte ALICE IN CHAINS-Touch beim prägnanten, coolen Chorus kommt geil rüber und wenn der Song nach ca. 3-4 Minuten sich mit Double-Bass-Einsatz, BLACK SABBATH-Riff und OZZY-like Vocals voll entfaltet, kann ich meinen Begeisterung nicht mehr verheimlichen. Das geile Solo am Ende tut sein übriges dazu! GEIL!
'Famine': Ein etwas gewöhnungsbedürftiger Midtempo-Rocker mit deutlichem Hardrock-Schlag und einigen Psychedelic-Einflüssen. Kein Highlight, aber dennoch sehr cool!
'Prophecy': Nach einem kurzen Melody-Tapping-Intro offenbart sich ein cooler Up-Tempo-Thrasher alter DA-Schule mit massig schönen Breaks, feinen Soli, aggressiven, aber dennoch melodischen Vocals und einem tollen Chorus. Dieser Tracks war laut Marks Ansage der erste Song, den die Jungs für dieses Album geschrieben hatten.Ein echter Knaller zu Beginn also und verständlich, daß die Jungs nach dem sie 'Prophecy' geschrieben hatten Feuer und Flamme waren, um weiterzumachen!
'No': Und erneut dreckiger Rock mit MOTÖRHEAD-Drive und leichtem Punk-Touch. Das Grundriff ist Killer und der Mitshoutchorus kann alles bei diesem als Protestsong gegen die durch das TV erzeugte Gedanken- und Meinungsmanipulation richtet.
'Spirit': Drummer Andy Galleon hat hier zum allerersten Mal die Lead-Vocals übernommen, da der Song sich ohnehin mit dem Tod seines Vaters beschäftigt. Dieser total treibende Thrash-Kracher verfügt nicht nur über ein famoses Grundriff, sondern vor allem über gänsehauterzeugende, melodische THE ORGANISATION-like Gesangsharmonien und der Chorus ist nur noch klasse! Das Akustik-Break mit seinen typischen Bay Area-Melody-Leads gegen Ende läßt nochmal wunderbar aufhorchen, ehe man nach einer Steigerung wieder beim Hauptthema angelangt. HAMMER!
'Land Of Blood': Dieser wie die Sau dreckig rockende, Bass-getriebene Kracher hat erneut einen unüberhörbaren MOTÖRHEAD-Schlag und wird von Basser Dennis Pepa gesungen, was Erinnerungen an den Klassiker 'Thrashers' wohl beabsichtigt werden läßt. Beim Chorus haben die Bay Area-Helden einmal mehr auf die typischen 2-stimmigen Gesangsharmonien gesetzt, was überaus mitreißend und cool klingt! Die Grundidee zu diesem Song stammt noch aus Soundkiller-Demo-Zeiten in den Tiefen der 80er! Live sicher ein Hammer und auch hier total geil!
'Never Me': Auch kein Hit, aber ein durchaus sehr guter treibender Mid-Tempo-Thrash-Stampfer, der zusätzlich über hervorragende Hardrock-, Heavy Metal-Soli/Leads verfügt. Ein latenter Psychedelic-Touch ist hier genau wie bei 'Famine' nicht von der Hand zu weißen, aber der Chorus ist einmal mehr sehr eingängig, mitshoutträchtig und cool!
'Word To The Wise': Gänsehaut pur wird durch diese auch zu 'Act III' passende Halbballade am Ende erzeugt. Die Akustikgitarren ala 'Room With A View'/'Veil Of Deception' sind nur noch genial und die Lead-Vocals von Gitarrist Rob Cavestany einfach nur grandios. Nach einer Steigerung ins Verzerrte (treibend mit verspieltem Riff/Solo) folgt der unglaublich geile Chorus, bei dem gerade auch die akzentuierten Drums völlig begeistern. Der definitiv beste Song der Platte und einfach für die Ewigkeit bestimmt!
Ich bin mir nach mittlerweile über 20 Durchläufen mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit darüber im Klaren, daß 'The Art Of Dying' zwar nicht an 'Act III' und 'The Ultra-Violence' heranreicht, aber definitiv besser ist als 'Frolic Through The Park' und wie bereits oben erwähnt den Großteile der restlichen Metalwelt noch immer locker in die Tasche steckt. Wäre der Gesamtsound statt dem rockigen und eher zu THE ORGANISATION oder SWARM passenden Rock-Flair, mehr Fett-Thrash-mäßig, könnte alles evtl. noch eine Ecke geiler klingen, aber auch so ist DEATH ANGEL nach 14 Jahren Abstinenz eine unglaublich starke Rückkehr gelungen, die von den folgenden Liveshows, noch einmal deutlich unterstrichen wird und die Amis als eine DER wichtigsten und besten Bands des Planeten im Rock-Olymp festwachsen läßt.
Hage, 11 Punkte
|
sonstige Berichte: |
Listeningsession-Report |
| Interview März 2004 (folgt dieser Tage) |
Die Songs:
1. Intro
2. Thrown To The Wolves
3. 5 Steps Of Freedom
4. Thicker Than Blood
5. The Devil Incarnate
6. Famine
7. Prophecy
8. No
9. Spirit
10. Land Of Blood
11. Never Me
12. Word To The Wise
![]() |
Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine Webmaster: info@ancientspirit.de
|
|