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Kann sich eigentlich irgendjemand an LAST CRACK erinnern? Diese amerikanische Band sorgte Ende der 80er mit ihrem 'Sinister Funkhouse #17' betitelten Debüt für Furore. Leider lag der größte Teil der Begeisterten auf Seiten der Kritiker. Große kommerzielle Erfolge blieben der Band versagt. LAST CRACK machten eindeutig Rockmusik, jedoch war der Sound der Band darüber hinaus schwierig zu bestimmen. Sie klangen frisch und heavy, boten eigenwillige Songstrukturen und es war nicht immer ganz einfach den Klängen zu folgen.
LABIA kommen aus der Schweiz und erinnern mich irgendwie an LAST CRACK. Fast 20 Jahre nach den Amis schickt sich nun diese Schweizer Band an, in der Rock- und Metalszene für Aufsehen zu sorgen. Funkige Elemente sucht man hier, abgesehen vom coolen Opener "Shiva", vergeblich. Dennoch klingt die EP 'Take It' wie eine modernere und unheimlich kräftige Weiterentwicklung von 'Sinister Funkhouse #17'.
Ruhige und heftige Passagen wechseln sich ab, mal hört man ein Klavier, das ein ansonsten dominierendes Riff durchbrincht ("Take It") und dann klingt's wieder eher melancholisch. Man ist eigentlich nie auf der sicheren Seite und man weiß nie so richtig, was einen erwartet. Die Musik der Schweizer ist überraschend, aber ausgewogen, vielschichtig, aber niemals so verstörend, dass man sich abwendet. Ganz großes Kino ist der Schlusspunkt "Unique", der ein entpanntes Flair verströmt und unheimlich angenehm und einschmeichelnd daher kommt - perfekte Chillout-Musik zum hinhören. Ein sauberer Abschluss unter ein ansonsten sehr aufregendes und kraftvolles, sehr kreatives Scheibchen Musik.
Da hätte ich gerne mehr davon!
Stefan, 10,5 Punkte
Die Songs:
Shiva
Sleeping To Dream
Without A Trace
Take It
Incomplete (Intro)
Unique
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