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X - Album |
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Mag man der vorliegenden Info zu diesem Debütalbum Glauben schenken, dann liegen die Wurzeln dieser Band gerade einmal zwei Jahre zurück. Als reines Projekt gedacht, welches ins Leben gerufen wurde, um Filmmusik mit synkopierten Gitarren zu vereinen. Dass sich daraus aber in kürzester Zeit die vollwertige Band XERATH entwickeln würde, hatten sich die Bandgründer aus Basingstoke, UK, vermutlich nicht gedacht. Zumindest nicht in solch einer relativ kurzen Zeit. Die bereits erwähnte Grundidee wurde auf 'I' selbstverständlich aufgegriffen, ausgebaut und um einige Elemente wie den bedrohlich wirkenden Gesang von Sänger Richard Thomson erweitert.
Das Ziel der hier vorliegenden, von XERATH zelebrierten Verschmelzung epischer, groß angelegter Orchestrierung mit zerstörerisch druckvollen Extreme Metal-Exzessen liegt auf der Hand. Düster apokalyptisch erscheinende Szenerien ziehen vorm inneren Auge des Hörers vorüber und schaffen des Öfteren eine wahrhaft aussichtslos erscheinende Endzeitstimmung. So greifen auf XERATHs 'I' verschieden große Zahnräder ineinander, und das überraschend gut. Die im großen Stil angelegte Orchestrierung zieht sich einem roten Faden gleich durch das Album und wird vom stark rhythmusorientierten Abrisskommando – dem ebenso großen Gegen- bzw. Mitspieler – absolut flüssig und reibungslos begleitet. Die vom Label erwähnte Symbiose aus DIMMU BORGIR, MESHUGGAH und STRAPPING YOUNG LAD ist dann aber doch etwas weithergeholt. In wenigen Ansätzen mag dieses Namedropping ja stimmen, aber fraglich bleibt, ob man sich tatsächlich aufgrund der verwendeten Orchestrierung gleich die norwegischen Black Metaller zum Hausieren in die Tasche packt. Riskant ist ebenfalls, sich an den großen MESHUGGAH messen zu wollen (auch wenn dies hier vermutlich eher von Labelseite aufgegriffen wurde). Vor allem dann, wenn die erwähnte Band alles in allem doch sehr eingängig zu Werke geht und mit einzelnen Songs diverse Hörergruppen mehr, andere dafür weniger ansprechen dürfte. So kommen einem bezüglich der Verträglichkeit und des Aufbaus einiger Stücke auch eher eingängigere Bands wie FEAR FACTORY oder SOILWORK in den Sinn. Die wirklich vertrackten Momente erlebt man eher nur am Rande und nicht etwa auf dem Präsentierteller. Eventuell wurde an den Songs wohl etwas zu viel geschleift, was der eigenen Note des Albums nicht wirklich zuträglich sein dürfte. Das sollte 'I' jedoch keinen Abbruch bereiten, denn alles in allem haben wir es hier mit einem überdurchschnittlichen, fett produzierten und packenden Album zu tun, das aus der Masse der Debüts definitiv heraussticht. XERATH machen in der Tat Spaß und liefern mit 'I' eine Scheibe ab, die allen interessierten Metallern als Tür zur modernen und extremen Metalwelt öffnen könnte.
Marcel, 9 Punkte
Die Songs:
1. Intrenity
2. Alterra
3. Nocturnum
4. Consequences
5. Interlude
6. False History
7. Abiogenensis
8. Reform Part I
9. Reform Part II
10.Right To Exist
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