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W - Album |
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Eine Band, die sich WINTERHORDE nennt, kann doch unmöglich
aus Israel kommen - oder? Doch so schaut es aus. Nach 2 Demos und einer
Full-Length („Nebula“ von 2006) legt uns der Sechser ein sehr variantenreiches
Album vor, das vor Kreativität und abgefahrenen Ideen nahezu platzt. Hier gibt
es blackmetallische Blasteruptionen, neben OPETH-artigen Depri-Akustikparts.
Heroischer Klargesang wechselt mit keifendem Gekrächze als gebe es nichts
Einfacheres auf der Welt. Oft kann man waghalsige Prog-Abfahrten wahrnehmen –
das alles bläst einen förmlich an die Wand, saugt dich auf, rüttelt dich
ordentlich durch und spuckt dich dann mit einem Grinsen im Gesicht wieder auf
den Boden. Aber passt das alles zusammen? Die Antwort muss definitiv „ja“
lauten. Bei aller Komplexität, die natürlich nicht verschwiegen werden darf,
haben WINTERHORDE es einfach drauf, spannende und aufregende Songs zu schreiben,
die so manche Kinnlade nach unten knappen lässt. Es sind wahre Magier der Töne,
extrem zwar, aber auch Könner in allen Belangen. Jeder Otto-Normal-Metalhead
braucht erst gar nicht weiter zu lesen. Dies ist eine Scheibe, gemacht für
Freaks, die genauso detailverrückt wie die Band selbst sind. Diesen allerdings
dürfte das Album bald zum Heiligtum avancieren. Amen!
Ralf, 11,5 Punkte
Alle Reviews:
'Underwatermoon' (2010, Album)
'Nebula' (2006, Album)
Die Songs:
The Shell
Wreckages Ghost
Underwatermoon
Hunting the Human
Execution
And Flames Wept to Heaven
The Curse of Gypsy
Delirium
Tenth Wave
Smoke Figures
The Martyr and Deliverance
Farewell
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