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W - Album |
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Im Vorfeld zur Veröffentlichung des neuen Albums “Underwatermoon“ hat mich Ralf so neugierig auf die Band gemacht, dass ich mir umgehend beide Alben von ihnen zulegte. Und mein Kumpel hatte mit seinen Lobpreisungen wirklich Recht. Nun versuche ich euch die Israelis und ihr erstes Album „Nebula“ etwas näher zu bringen, was eigentlich unmöglich ist. Denn die Musik von WINTERHORDE kann man nicht wirklich beschreiben. Es ist echt unglaublich, wie viele Ideen und Wendungen die Band in ihre Stücke einbringt. Von dem, was die Truppe auf einem Silberling unterbringt, zehren viele andere Combos ihr komplettes Musikerdasein (wenn überhaupt)!
Ihr merkt schon, Abwechslung ist für WINTERHORDE überhaupt
kein Fremdwort, im Gegenteil: Wuchtige, präziseste Riffs aus feinstem Solinger
Edelstahl säbeln dir die Ohrmuscheln weg und tupfen gleichzeitig die Wunden mit
hochklassigen Melodieläufen ab. Danach will man gar nichts anderes mehr.
Keyboards dürfen in der Klangmelange natürlich auch nicht fehlen, verdecken die
superben Gitarren jedoch niemals. Hört euch bitte mal das sehr erhabene und
gleichzeitig tieftraurig machende Intermezzo „Propaganda“ an, echt, mir geht da
jedesmal einer flöten. Die Band dreht zwar regelmäßig die
Geschwindigkeitsschraube hoch, sorgt dennoch für so manchen ruhigen,
atmosphärischen Part, wie z.B. in „Hate Parade“, in dem sich die Jungs gar für
Soundtrack-Weihen empfehlen. Erinnert mich teilweise an das geniale „III
Triumvirate“-Werk von THE MONOLITH DEATHCULT. Wer meine Kritiken schon mal
gelesen hat, weiß, dass ich sehr gerne andere Gruppen als Vergleich anbringe,
weil ich denke, es ist sehr wichtig, einen ungefähren Anhaltspunkt zu haben.
WINTERHORDE lassen jedoch kaum einen Vergleich zu, auch wenn ich ganz grob die
Namen VEKTOR, BAL-SAGOTH, SYMBIONTIC, DARK TRANQUILLITY, ja, und auch CRADLE OF
FILTH in die Runde werfen möchte. Von allen diesen Bands vereint „Nebula“
diverse Spurenelemente, ohne zu kopieren. Das Album ist progressiv,
atmosphärisch, aggressiv, einschmeichelnd, abgedreht und eingängig zugleich.
Einerseits frickeln die Musiker gepflegt drauflos, ordnen sich aber trotzdem
immer dem jeweiligen Song unter. Klingt paradox, ist aber tatsächlich so. Der
Gesang bewegt sich zwischen tiefer Erzählstimme und mittelhohen Schreieinlagen,
was alles andere als originell ist, aber hier wirklich angenehm tönt. Ach ja,
bei diversen Liedern ertönt auch weiblicher Gesang im Hintergrund und rundet die
Stücke perfekt ab. Hier sind echte Künstler zugange, die trotzdem perfekt auf
ihr Publikum eingehen (keine Egomanen). Somit bleibt mir nur noch folgendes zu
sagen: ich bitte euch alle, die ihr auch nur halbwegs etwas mit extremen Metal
am Hut habt, beschäftigt euch mit dieser genialen Band. Ein fettes Dankeschön
geht an Ralf, der mir WINTERHORDE schmackhaft gemacht hat. Der nächste Stein
Bier geht hierfür auf meine Rechnung.
Falk, 12 Punkte
Alle Reviews:
'Underwatermoon' (2010, Album)
'Nebula' (2006, Album)
Die Songs:
Nebula: The Ultimate Redemption –Prologue-
The Fall Of Angelic Dominion
The Earth Is An Altar
Propaganda –Intermezzo-
Hate Parade
I Am Sin
An Ode To Man
Snowfall
Post Apocalypse Morning –Epiloque-
War Of One
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