W - Album


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Band: WHILE HEAVEN WEPT
Titel: Of Empires Forlorn
Label: Rage Of Achilles
Homepage: www.whileheavenwept.net
Stil: sakraler Epic Doom
VÖ:  23.02.2004
Spieldauer: 7 Tracks / 43:15 Min.

 

Eine der besten Epic-Doom-Bands bringen nun endlich ihr langersehntes neues Album heraus. Und das Warten hat sich definitiv gelohnt. Denn in dieser Qualität und Schönheit vollbrachten es nur wenige auserwählte Bands, mächtigen, emotionalen, ergreifenden Doom Metal zu erschaffen. CANDLEMASS ganz klar, vielleicht noch SOLITUDE AETERNUS oder neuerdings die Italiener THUNDERSTORM gehören zu diesen Ausnahmetruppen, zu denen auch WHILE HEAVEN WEPT vortrefflich passen.

 

Ihre Musik ist an Emotionalität kaum zu übertreffen, was Viele auch womöglich als "weinerlich" abtun werden. Die sollen ihre Happy-Bands hören und sich raushalten. Natürlich gibt's hier traurige, schwermütige Mucke zum Hören. Man muss allerdings kein Suizid-Kandidat sein, um sich von der emotionalen Tiefe und majestätischer Heaviness mitreißen zu lassen. Fakt ist, dass WHILE HEAVEN WEPT große Meister im Erzeugen von Stimmungen und kompositorische Könner sind! Wobei es hier keinen Grunzgesang gibt. Der klare, tenor-ähnliche Klagegesang ist erstklassig und vermittelt genau die triste Stimmung, auf die es hier ankommt. Auf den Einsatz von majestätischen Keyboards wird hier auch nicht verzichtet, die wirken aber keinesfalls störend, sondern steigern die Epik noch mehr!

 

Tom Philips (zockt auch bei den Folk-Proggern BRAVE), ist Mastermind und Bandkopf und hat es geschafft seinen Kompositionen noch mehr Dramatik als auf früheren Veröffentlichungen zu verleihen und ihm gelingt des weiteren das Kunststück, dass WHILE HEAVEN WEPT heuer wesentlich zugänglicher/eingängiger geworden sind. Den Bass zupft hier übrigens REVELATION/OCTOBER 31/TWISTED TOWER DIRE-Tieftöner Jim Hunter, ein wahrer Hansdampf, der wirklich einen guten Geschmack bzgl. seiner Bandauswahl hat.

 

Ralf, 11 Punkte

 

 

 

 

Lang hat´s gedauert, bis endlich das neue Album der Epic-Doomer um Ex-SOLSTICE/TWISTED TOWER DIRE-Maestro Tom Phillips veröffentlicht wurde. Es waren zwar auch schon 4 Jahre seit dem phänomenalen 'Sorrow Of The Angels'-Meilenstein vergangen, als die jetzt zu einer festen Band zusammengewachsene Mannschaft (u.a. noch mit Ex-REVELATION/TWISTED TOWER DIRE-Basser Jim Hunter an Bord) 2002 das Studio enterte um den Nachfolger 'Of Empires Forlorn' aufzunehmen. Doch danach kam die Scheibe einmal mehr nur in den Staaten heraus (bei Eibon) und daher verging eben erneut über ein Jahr, ehe das neue Glanzstück auch endlich in Europa via Rage Of Achilles erhältlich ist. Und nun galt es eben eigentlich nur noch, die überhohen Erwartungen der vom Vorgänger noch immer hingerissenen Fans zu erfüllen.

 

Ob dies generell gelungen ist, kann ich kaum entscheiden, aber für meinen Teil ist die Überraschung schon recht groß gewesen, daß die Amis mittlerweile viel kürzere und deutlich lebensbejahendere Songs geschrieben haben, die manchmal gar fröhlich im Vergleich zu früheren Taten anmuten. Keine Angst, WHILE HEAVEN WEPT spielen nach wie vor überaus sakralen und leidenden Epic-Doom, der seine ganz großen Momente hat, aber man scheut sich mittlerweile auch nicht davor, auch mal das Gaspedal etwas mehr durchzutreten und sogar Power Metal/US-Metal-Einflüsse miteinfließen zu lassen ('In Aeternum' - dennoch ein bärenstarker Track!). Mit 'Soulsadness' haben Phillips & Co. aber trotzdem einen Meilenstein des Doom abgeliefert, da dieser, mit obergeilem Spannungsbogen ausgestattete, zwischen Akustik-, Keyboard-, Schlagzeug-Strophe und Hammer-Doom-Epic-Chorus wechselnde Edelstein einfach unglaublich intensiv und ergreifend daherkommt.

 

Ob man allerdings als WHILE HEAVEN WEPT-Fan das 'Epistle No.81'-Cover (lange nicht so ergreifend, wie die CANDLEMASS-Version), den etwas langweiligen Titelsong oder die poppige Grundmelodie von 'Voice In The Wind' grandios findet, sei dahingestellt. Mir jedenfalls gefällt die Scheibe sehr gut, auch wenn sie eindeutig kein solcher Hammer geworden ist, wie der unerreichte 'Sorrow Of The Angels'-Vorgänger. Für Fans von CANDLEMASS, SOLSTICE, COUNT RAVEN oder FORSAKEN ist das Album aber dennoch unverzichtbar in der Sammlung! Wir freuen uns auf´s Doom Shall Rise-Festival!!!

 

Hage, 10 Punkte

 

 

Alle Reviews:

 

 

Die Songs:

  1. The Drowning Years
  2. Of Empires Forlorn
  3. Voice In The Wind
  4. In Aeternum
  5. Soulsadness
  6. Epistle No.81
  7. Sorrow Of The Angels


 

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