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T- Album |
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Bereits mit ihrem selbstbetitelten Debüt „Polars“ konnten die Niederländer für einiges an Aufsehen sorgen und wussten mit ihrer Mischung aus Melodic Death, MESHUGGAH-Versatzstücken, progressiven Einschüben und DEVIN TOWNSEND-mäßiger Breitwand-Cinerama-Mucke durchaus sehr zu gefallen. Nach erfolgreich verlaufenen Gigs mit u.a. MESHUGGAH, MACHINE HEAD, THE CULT OF LUNA, MORBID ANGEL und THE DILLINGER ESCAPE PLAN schickt man sich nun mit dem Zweitwerk „Drawing Circles“ an seinen Marktwert weiter zu steigern. Was sofort bei dem ersten Durchlauf auffällt ist die stilistische Nähe zu SOILWORK bei den ersten Tracks „Drive“, „Regenesis“ und „Denying Gravity“. Deren „Stabbing the Drama“-Output scheint man sich in den letzten Monaten gerne reingezogen zu haben. Besonders frappierend ist die Ähnlichkeit im Gesangsbereich, Frontman und Neuzugang Eric Kalsbeek gleicht seinem Kollegen „Speed“ bei den Schweden fast wie ein Haar dem anderen. Erst im weiteren Verlauf von „Drawing Circles“ löst man sich aus dem Schatten SOILWORK`s (nicht dass ich etwas gegen die Band hätte, im Gegenteil, aber die Parallelen sind hier einfach zu dominant) und offeriert dem Hörer die auf „Polars“ vorhandenen Vorzüge, da springt man gekonnt zwischen Polyrhythmik, Skalengefrickel und Soundscapes in epischem Breitwandformat hin und her und schafft eine wunderbare Atmosphäre die mich ein um das andere Mal an die Labelmates von GOJIRA erinnert. Für weitere Abwechslung sorgen dabei auch die cleanen Vocals, welche in den besten Momenten an Mike Patton`s Großtaten bei FAITH NO MORE, in anderen allerdings auch etwas farblos klingen. Dennoch ein gern gehörtes Stilmittel, welches man in Zukunft vielleicht noch weiter reifen lassen sollte. Als Höhepunkte der zweiten Hälfte von „Drawing Circles“ erweisen sich vor allem das vertrackte „Millstone“ und die beiden großartig aufgebauten zwischen Aggression und Atmosphäre pendelnden „Upwards“ und „Touching the Absolute“ bei denen man tolle Ideen verwurstet hat und die TEXTURES im Vergleich zu „Polars“ deutlich gereift zeigen. Auch das sanft dahin gleitende Abschlussinstrumental „Surreal State of Enlightment“ ist gut geraten. Zwar verliert man bei Songs wie „Circular“ oder „Stream of Consciousness“ ab und an den roten Faden etwas aus den Augen, was zwar verhindert das „Drawing Circles“ nun ein großer Wurf wäre, dennoch ist den Nachbarn aus dem Land der Tulpen und WM-Versagern ein starkes Zweitwerk zu bescheinigen welches Anhängern von MESHUGGAH, GOJIRA, SOILWORK aber auch OPETH durchaus gefallen sollte. Apropos GOJIRA, eine Tour mit seinen Labelkollegen wär ja schon mal was Feines. Hervorzuheben wäre übrigens auch das fantastische Artwork mit seiner düsteren Symbolik, welches für mich eine gelungene optische Interpretation der stärksten musikalischen Momente des Albums darstellt.
Texas, 9,5 Punkte
weitere Reviews
Die Songs:
01. Drive
02. Regenesis
03. Denying Gravity
04. Illumination
05. Stream of Consciousness
06. Upwards
07. Circular
08. Millstone
09. Touching the Absolute
10. Surreal State of Enlightment
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