T- Album


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Band: TAETRE
Titel: Divine Misanthropic Madness
Label: Mighty Music
Homepage: www.taetre.cjb.net 
Stil: Melodic Death Thrash
VÖ:  21.10.02
Spieldauer: 12 Tracks / 34:37 min.

4 lange Jahre mussten wir nun warten, bis uns die Schweden TAETRE mit einem neuen Album beehrten. Nachdem das Quartett 1998 ihr zweites Album "Out of emotional Disorder" veröffentlichten war es lange ruhig geworden, doch merkt man beim (oftmals entscheidenden) Drittwerk "Divine Misanthropic Madness", dass sich die Jungs um Mastermind Lindblood in der Zeit nicht auf die faule Haut gelegt, sondern ordentlich Mühe gegeben haben. Nach dem genial düsteren Intro "A Veil of Madness" geht es auch schon mit dem flotten Opener "Virus" los, der gleich klar werden lässt, dass TAETRE kompromissloser denn je zur Sache gehen! Allerdings hat man nichts vom alten Charme verloren, denn man merkt immer noch eindeutig, dass hier TAETRE am werkeln sind. Doch irgendwie kommen mir die Stücke noch eine Ecke thrashiger vor, als sie es schon bei "Out of emotional Disorder" und "The Art" waren. Dies wird auch beim kurzen "Paint a Whore as a Saint" deutlich, dass nahtlos in das straightere "No Love" übergeht. Dieses Stück scheint mir doch ein wenig ausgefallener als der Rest zu sein, was auch mitunter an den Strukturen liegen mag. Dafür wird es mit "Pathetic / Organic" wieder um so thrashiger, lässt man doch gar einige DEATH und KREATOR Elemente heraus schimmern. Persönlich ist dieser Track mein absoluter Favorit auf diesem Album, was vor allem an der weirden Ausstrahlung und der aggressiven, direkten Art liegt. "Diabolical Age" hätte hingegen aufgrund des Melodic Death Einschlages auch auf dem letzten Album landen können, bietet aber nach der Hälfte deutlich Abwechslung und erinnert mich dabei stark an DEMIGOD, wobei deren Einfluss wohl eher auszuschließen ist. Wie schon bei "Pathetic / Organic" erinnert mich auch "Destroy the Dreamvoid" stark an ältere KREATOR (so in etwa die "Terrible Certainty" / "Extreme Aggressions" Phase), wobei die eigene Linie dabei nicht vernachlässigt wird und der Song sehr direkt und aggressiv gehalten wurde, wie auch das darauffolgende "Paradox", wobei hier Produzent Andy LaRoque wie schon bei "Virus" ein Gastsolo beisteuern durfte. Bei "Fathers Foe" zeigt man sich hingegen um einiges Old School Death Metalischer, was dem Album noch das Tüpfelchen auf das "i" setzt! Ähnlich brachial zeigt man sich auch bei "Reclaiming the Spirit", wobei hier wieder einige leichte Black Metal Einflüsse vom Debut Album durch schimmern. Sehr genial ist hierbei der mega-melodische Schluss, mit übergenialen Gitarren-Riffs! Da wünsche ich mir doch meine langen Haare wieder zurück. Doch auch beim letzten Track "Living the Dream" wollen diese nicht wieder wachsen, weswegen nach dem ebenso genialen Outro "Deathportal" nach ein bißchen mehr als eine halbe Stunde bereits Schicht im Schacht ist! Schade, schade, doch dafür wurde hier in dieser Zeit Kurzweile und mehr als 100 % Metal geboten, den man in der letzten Zeit vergeblich sucht. Alle Death / Thrash Fanatiker werden auf alle Fälle an "Divine Misanthropic Madness" ihre wahre Freude haben!    

 

SasH , 11,5 Punkte  

 

Die Songs:

 

1. A veil of madness
2. Virus
3. Paint a whore as a saint
4. No love
5. Pathetic / Organic
6. Diabolical age
7. Destroy the dreamvoid
8. Paradox
9. Fathers foe
10. Reclaiming the spirit
11. Living the dream
12. Deathportal


 

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