S- Album


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Band: SUICIDE SILENCE
Titel: The Cleansing
Label: Century Media
Homepage: www.suicidesilence.net
Stil: Deathcore  
VÖ:  15.02.2008
Spieldauer: 13 Songs / 44:02 min.

 

Deathcore, Death Metal für die MySpace-Generation, für mich das Unwort der letzten Jahre, erfreut sich ja in letzter Zeit einer ungeheureren Beliebtheit seitens der Konsumenten und Quantität seitens der Protagonisten und Verlage. Ich will und werde hier jetzt allerdings nicht in das übliche "Trend-Anti-Trend"-Gelaber ausarten, denn auch in dieser modernen Death Metal Spielart, die sich meinen Ohren nach vor allem am Beispiel der Quasi-Urväter SUFFOCATION und späteren CANNIBAL CORPSE, versetzt mit einem Minimum an verschiedenen Hardcore-Spielarten, meist eigentlich nur diese mittlerweile todgehörten Breakdowns, um eben das publikumsträchtige Core im Namen zu rechtfertigen, bedienen, gibt es hervorragende Bands und Releases. Ob die in den USA wohl sensationell gut ankommenden Newcomer SUICIDE SILENCE zu dieser Gruppe gehören, wird sich im Folgenden klären.

Von einem "Mix aus Death Metal, Black Metal, Grindcore, Hardcore und Doom" ist laut Promoblättchen bei diesem US-Fünfer die Rede. Aha. Ob der Verfasser dieser Zeilen das gleiche Album zu hören bekommen hat wie ich, wage ich mal frech zu bezweifeln. Weder Grindcore noch wirklicher Hardcore und schon gar nichts Doomiges oder Schwarzes konnte ich in den knapp 45 Minuten, dafür einen ziemlich fett produzierten (John Travis, u.a. STATIC-X, KID ROCK), modernen, zum Teil recht groovigen Death Metal-Hassbolzen, der allerdings zu keinem Moment aus der Masse herausragt.

Eben oben genannte Wegweiser für diese moderne Metal-Strömung dürften auch bei SUICIDE SILENCE hervorragend als Vergleich herhalten, natürlich verzichtet das Quintett nicht auf die obligatorischen Breakdown-Einlagen, entschädigt und überrascht jedoch gelegentlich, viel zu selten, mit einer AT THE GATES-mäßigen Riff-Einlage oder nettem Sologeplänkel. Doch das ist nicht genug, denn alles in allem bleibt die Instrumentalfraktion weitestgehend wenig variabel, gleichförmig und stilgerecht. Deathcore-Standart eben, dreizehn Mal am Stück.

Da hilft es kaum, dass SUICIDE SILENCE mit Mitch Lucker einen wahren Monstersänger mit an Bord haben, der gekonnt zwischen druckvollen Growls und Aggro-Screams wechselt und dabei wesentlich dicker rüberkommt wie zum Beispiel der Kollege von THE BLACK DAHLIA MURDER. Auch weiß die vergleichsweise variable Schlagzeugarbeit zu gefallen, wobei auch die anderen Protagonisten an den Instrumenten durchweg einen fitten Eindruck hinterlassen, dennoch bleibt die Marschrichtung eben jene, die vielerlei Bands wie die MySpace-Heroes JOB FOR A COWBOY, die wundervollen THE RED CHORD, die live absolut grausamen Bollo-Deather DESPISED ICON oder die wesentlich besseren ANIMOSITY mehr oder weniger fahren und um  zumindest musikalisch und qualitativ an die Genre-Spitze zu gelangen gehört meiner Meinung nach, auch wenn keine offensichtlichen, objektiven Mängel an "The Cleansing" zu erkennen sind, mehr als nur technisches Können, intensitätsarme, kalkulierte Schema-F-Songs und eine teure Major-Produktion.

Lobi, 8 Punkte

 

 

Die Songs:

01. Revelations [Intro]
02. Unanswered
03. Hands Of A Killer
04. The Price Of Beauty
05. The Fallen
06. No Pity For A Coward
07. The Disease
08. Bludgeoned To Death
09. Girl Of Glass
10. In A Photograph
11. Eyes Sewn Shut
12. Green Monster
13. [Hidden Track]


 

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