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R - Re-Release-Album |
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Eine etwas seltsame Veröffentlichungspolitik legt das schwedische Label IHATE Records an den Tag - nein, absolut nichts gegen das tschechische Underground-Urgestein ROOT, aber zuerst die Alben Nr. 2 und Nr. 5 und ein Jahr später die Scheiben 1 und 3 neu aufzulegen, scheint mir doch etwas konfus. Zumal man das coole vierte Album "Kärgeräs", mit dem die Tschechen erstmals auch etwas ruhigere und differenziertere Töne anschlugen, bislang komplett außen vor gelassen hat (könnte aber natürlich auch rechtliche Gründe haben). Doch wie bereits bei den beiden 2008er Re-Releases grundsätzlich eine feine Sache, denn bestimmt nicht viele haben die seit jeher nur schwer zugänglichen Original-Scheiben im Schrank stehen. Jedenfalls handelt es sich bei "Zjeveni" um das noch recht ruppige und black-thrashige 90er Debüt der Truppe um den charismatischen Sänger Big Boss und offenbarte das Faible von ROOT für schwarzmetallische Vorreiter wie SLAYER, VENOM oder BATHORY, aber durchaus mit eigenem Touch, der nicht nur durch die tschechischen Vocals erzeugt wurde. Soundtechnisch und spielerisch sicher nicht übermäßig anspruchsvoll, aber bei Songs wie dem flotten "666", dem schleppenden "Aralyon" oder dem anfangs fast schon epischen "Cesta Zkazy" rumpelt's doch recht ordentlich. Noch kurz ein paar Infos zu den Bonustracks: "Demon" ist ein cooler Thrasher, der bereits auf einer späteren Version des Albums mit vertreten war. Die 93er Version von "Dogra's Empire" klingt - nicht nur soundtechnisch - sehr ordentlich, mit richtig geilen Thrash-Riffs! Der Livetrack "Volani o Pomoc" kommt mit leichtem Epic-BATHORY-Touch daher, mit Big Boss am etwas holprig klingenden Schlagzeug und dem richtig fies röchelnden Ex-Sänger Dr. Fe als Sänger, kann aber mit einem durchaus druckvollen Sound punkten. Die beiden abschließenden Livestücke sind dann zwar neueren Datums, aber aufgrund der eher dürftigen Livetape-Soundqualität nicht sonderlich interessant. Dennoch bleibt unterm Strich ein interessanter Re-Release und vor allem ein Stück europäische Underground-Musik-Geschichte, und wer sich wie ich für 20 Jahre alten, kultigen Old-School-Underground-Black-Thrash begeistern kann, sollte die Tschechen unbedingt mal antesten.
Joe, ohne Wertung
Alle Reviews:
'Heritage Of Satan' (2011, Album)
'The Temple In The Underworld' (2009, Re-Release von 1992)
'Zjeveni' (2009, Re-Release von 1990)
'The Book' (2008, Re-Release von 1999)
'Hell Symphony' (2008, Re-Release von 1991)
'Daemon Viam Invenient' (2007, Album)
'Casilda' (2006, Mini-CD)
'The Book' (1999, Album)
Die Songs:
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