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R - Re-Release-Album |
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Nein, "Hell Symphony" ist keine neue ROOT-Scheibe, sondern die Wiederauflage des zweiten Albums von 1991 (ja, die Tschechen sind wirklich schon lange im Geschäft!). Alle Freunde des kultigen, unkonventionellen und manchmal etwas verschrobenen Sounds der Band kennen diese Scheibe natürlich schon und erfreuen sich seit längerer Zeit an den damals noch wesentlich ungestümeren, black-thrashigen Hymnen, die seinerzeit deutlich von Bands wie VENOM, SLAYER, den ganz alten BATHORY oder auch DEATH zu ihrer "Leprosy"-Phase (checkt mal den Anfang von "Lucifer" oder das Solo in "Astaroth" an) beeinflusst waren. HiFi-Fetischisten werden sicher den undergroundigen Sound bemängeln, aber jene werden sich auch kaum für eine Band wie ROOT interessieren. Ich fand ihn immer dem schrulligen Black / Thrash angemessen, und ganz davon abgesehen haben die Tschechen auf diesem Zweitling einige sehr coole Songs verewigt. Unbedingt empfehlenswert ist zum Beispiel der fett beriffte Opener "Belzebub", das mit Hörnern eingeleitete "Abaddon" oder das teils mit Blastbeats ausgestattete "Leviathan". Nach wie vor entbehrlich ist dagegen das seltsame "Satan" - soll wohl eine rituelle Aura verströmen, wirkt mit seinem belanglosen Getrommel aber eher uninteressant. Geschwindigkeitstechnisch treten ROOT auf "Hell Symphony" noch öfters auf die Tube, und auch der Gesang von Big Boss ist meistens räudig und lange noch nicht so theatralisch wie auf späteren Veröffentlichungen. Nun aber zum vorliegenden Re-Release: die drei Live-Bonustracks wurden bei verschiedenen Konzerten aufgenommen, wobei man sich "Leviathan" wegen seiner miesen Bootleg-Qualität getrost hätte schenken können. Die anderen beiden Tracks gehen dafür soundtechnisch umso mehr in Ordnung und zeigen ROOT - zumindest akustisch - als coole Live-Band. Da ich nur eine Promo-CD besitze, weiß ich natürlich nicht, wie viel Mühe man sich mit dem Booklet gegeben hat, aber da die Scheibe seit Ewigkeiten nur sehr schwer zu bekommen ist, dürfte dieser Re-Release auf jeden Fall sein Geld wert sein. Es sei denn, man hat sich nicht bereits wie ich 2007 die fantastische Vinyl-Neuflage als Picture-Disc (mit Cover und riesigem Poster) gesichert J!
Joe, ohne Wertung
Alle Reviews:
'Heritage Of Satan' (2011, Album)
'The Temple In The Underworld' (2009, Re-Release von 1992)
'Zjeveni' (2009, Re-Release von 1990)
'The Book' (2008, Re-Release von 1999)
'Hell Symphony' (2008, Re-Release von 1991)
'Daemon Viam Invenient' (2007, Album)
'Casilda' (2006, Mini-CD)
'The Book' (1999, Album)
Die Songs:
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