R - Album


# A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Band: RITUAL STEEL
Titel: A Hell Of A Knight
Label: Hellion Records
Homepage: hier klicken
Stil: True Metal
VÖ:  01.01.2003
Spieldauer: 9 Songs / 43:38

Hier ist sie also, die schon länger als Underground-Sensation heraufbeschworene Scheibe, die in Deutschland exklusiv über HELLION vertrieben wird. Die aus Norddeutschland stammende Band hat sich ganz dem Truemetal in seiner ursprünglichsten Form verschrieben. Die im Booklet gelisteten Inspirationsquellen lesen sich wie die Creme de la Creme der 80er-Metal-Bewegung. Da wären IRON MAIDEN, PENTAGRAM, LIEGE LORD, ACCEPT, JAG PANZER, SLAYER, ANGEL WITCH, SAVATAGE, um nur einige zu nennen. Nach einem von MAIDEN-Leads untermalten Schlachtengetümmel eröffnet das MAIDEN-meets-RUNNING WILD-artige 'Hell Brigade' dann einen Reigen bunter Melodien, die dem geneigten Hörer tatsächlich eine äusserst abwechslungsreiche Zeitreise in die 80er beschert. Bei 'Where Shall I Sleep' fiel mir dann vor Lachen fast das Booklet aus der Hand, so völlig unerwartet kam der absolut kultige UDO(ACCEPT)-kompatible Gesang zum Vorschein. Hat irgendwie was unfreiwillig Comedy-mäßiges! Der stampfende Midtempo-Song basiert zudem auf einem einfachen, aber effektiven Riff und hat echten Hitcharakter. Ausgeblendet wird der Song von einem atmosphärisch dichten Akustikgitarren-Part, der untermalt wird von Krähengekrächze (remember KREATOR - 'Pleasure To Kill'). 'Armageddon Symphony' kommt recht flott aus den Boxen geschossen. Das Riffing erinnert an STEEL PROPHET und HELLOWEEN, der Gesang bewegt sich irgendwo zwischen Kai Hansen und Rock´n´Rolf. Es folgt ein schöner, stimmiger Mittelpart mit ausdrucksstarkem Gesang, bevor am Ende wieder die Brechstange regiert. Stark! Bei 'Commandment' wird in nur knapp 2 1/2 Minuten feinster US-Metal in LIEGE LORD Manier zelebriert, einige echt geile zweistimmige Harmonien und einen hymnischen Mitgröhl-Refrain mit inbegriffen. Gleiches gilt für 'Master Rage'. Ein sich von gallopierendem Midtempo-Metal bis hin zu astreinem US-Speedmetal steigernder Track mit wiederholt guten Vocallines. 'No Escape' macht seinem Titel alle Ehre, denn diesem kultigen, gallopierenden Rhythmus und dem starken Strophengesang kann man sich echt nicht entziehen. Dazu die passenden, echt coolen MAIDEN-Leads, fertig ist ein weiterer starker Song. Widerum RUNNING WILD und ACCEPT lassen bei dem schnellen 'T.W.O.N.' grüssen, wobei mir hier der hektische Refrain etwas sauer aufstößt. Ansonsten darf hierbei ohne Frage ordentlich gebangt werden. Die 8-minütige MANILLA ROAD-artige, doomig bis treibende Bandhymne 'Ritual Steel' entwickelte sich nach mehrmaligem Hören zu meinem Fave des Albums. Der Gesang ist einfach bärig! Ingesamt kann ich sagen, daß diese Jungs trotz einer leider ziemlich schwachbrüstigen Produktion und den genretypischen Lyric-Schwächen für meine Begriffe solchen langweiligen True-Metal-Hype-Truppen wie MAJESTY um Längen voraus ist und wirklich tatsächlich stellenweise an die Leistungen unserer Heroen aus der Vergangenheit anknüpfen können. Hut ab! That`s "true" FOR REAL!

Frank, 10,5 Punkte

 

weitere Reviews:

"Blitz Invasion"  (Album 2004)

 

 

 

Die Songs:

 

1. A Hell Of A Knight (Intro)
2. Hell Brigade
3. Where Shall I Sleep?
4. Armageddon Symphony
5. Commandment Of The Solar Maiden
6. Master Rage
7. No Escape
8. T.W.O.N.
9 Ritual Steel


 

Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine

Webmaster: info@ancientspirit.de