R- Album


# A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Band: RAVENRYDE
Titel: In The Spirit Of Darkness
Label: 8Ton Music
Homepage: www.ravenryde.com
Stil: Heavy Metal
VÖ:  2009
Spieldauer: 11 Tracks / 60:22 Min.

 

Im Laden bin ich schnurstracks an der CD vorbei marschiert, denn das Cover erinnerte mich zu sehr an diverse gesichtslose Melodic Death Metal-Combos. Doch bei einem kleinen Besäufnis mit meinem Kumpel Ralf drückte mir dieser genau jene Promo-CD in die Hand, mit der Bitte, das Teil zu besprechen.

Und da stehe ich nun und höre mir die CD zum wasweißichwievielten Mal an. Die ersten beiden Songs zünden immer noch nicht ganz, irgendwas Entscheidendes fehlt mir. Ab "Skull & Bones“ nimmt die Scheibe dann allerdings Fahrt auf. Die Band agiert zumeist im stampfenden Midtempo-Stil, und gerade "Skull & Bones“ macht da einiges her. Doch so richtig gut gefällt mir die Band, wenn sie wie auf "Ryde With the Pack“ gepflegt das Tempo anzieht. Dieser Song klingt wie ein Mix aus neueren ANGEL DUST und ganz alten CENTAUR.

Ansonsten pendelt sich die Musik von RAVENRYDE irgendwo zwischen den BLACK SABBATH der Tony Martin-Phase, alten RAINBOW, sowie PRETTY MAIDS in den Neunzigern ein. Und das schwarze Album von METALLICA haben die Jungs sicher auch schon öfter als einmal gehört. Klingt ja wirklich nicht schlecht, oder?

Doch fehlt dann allerdings ein wirklich großer Faktor, nämlich die ganz großen Melodien! Sicher, mit der Zeit schleichen sich die meisten Songs unbarmherzig ins Gehör und nisten sich dort auch erstmal fest, doch für echte Klassiker fehlt (noch) das Gespür für die ganz großen Melodielinien. Und mich persönlich stört ab und zu der etwas gepresst wirkende Gesang in Richtung AXXIS, da dürfte der Sänger ruhig dunkler und mystischer klingen. Aber das ist mein Problem.

Doch ansonsten hat die Band alles richtig gemacht. Die Produktion kommt sehr klar und drückend rüber, die einzelnen Lieder strotzen nur so vor Ideen und spielen können die Jungs um ex-BLUE CHEER-Gitarrist Didi Saller auch extrem gut. Fans oben genannter Bands sollten sich unbedingt das schweinegeile "Demon“, sowie das balladeske, sehr eingängige, mit richtig tollem weiblichen Gesang aufgepeppte "If I Was King“ zu Gemüte führen. Aber auch die restlichen Lieder haben ihre Reize.
 

Falk, 9,5 Punkte

 

Die Songs:

  1. Unholy Ground

  2. In The Spirit Of Darkness

  3. Skull & Bones

  4. Ryde With The Pack

  5. Eyes In The Sky

  6. Demon

  7. If I Was King

  8. Foolish Dreams

  9. Generation Zero

  10. Hell Nights

  11. Love Will Find Its Way


 

Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine

Webmaster: info@ancientspirit.de