R - Re-Release-Album


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Band:

RAVAGE

Titel: Wrecking Ball
Label: Shrapnel Records
Homepage:  
Stil: Heavy Metal
VÖ:  1986 / 2010
Spieldauer: 12 Tracks / 53:54 Min.

 

Seit ich 1986 das erste Mal ein Review im Metal Hammer las, ließ mich der Bandname nicht mehr los. Das Frontcover hat mich über die Jahre verfolgt und nun habe ich bemerkt, dass es dieses Album schon seit zwei Jahren offiziell auf CD gibt. Somit war natürlich Kaufpflicht angesagt und ich kann sagen, dass meine jahrelange Obsession bezüglich der Scheibe total gerechtfertigt war. Okay, nehmen wir es gleich vorweg, die Megasensation ist das Teil nicht, aber garantiert auch nicht so durchschnittlich wie die Musik damals beschrieben wurde. Guter, rauer Power Metal, der nicht so verschroben, oder verschachtelt rüberkommt, wie viele der in den Achtzigern gepriesenen Underground-Acts.

Die Musik erinnert einen oftmals eher an diverse gradlinigere Vertreter der N.W.O.B.H.M. wie z.B. TOKYO BLADE und BLOOD MONEY. Wenn man im amerikanischen Raum bleiben möchte, könnte man auch sagen, dass sich das Album gut zwischen den Werken von OBSESSION und HERETIC macht.

Richtig geil klingen RAVAGE wenn man das Gaspedal ruhen lässt, wie z.B. auf dem mörderisch geilen „Killer On The Loose“ oder dem zähen „Snakebite“. Aber auch die flotteren Stücke wie „69 / Bloodshot“ wissen durch die Bank zu überzeugen. Auch wenn die ganz großen Refrains und Melodien der Scheibe abgehen, so haben die Lieder einen ziemlichen Wiedererkennungswert. Und der sehr angenehme Gesang von Kyle Michaels rundet die Stücke noch zusätzlich auf. Man höre hierzu den Höhepunkt „Battle Stations“. Im Gegensatz zu den meisten andern Alben über Shrapnel Records findet sich hier kein überirdischer Gitarrenhexer ein, sondern mit D.D. Rand ein Gitarrist, der sein Fach zwar beherrscht, jedoch die Lieder nicht tot fiedelt. Zu den neun eigentlichen Tracks gibt es zwei Bonusstücke, von denen „Slam The Hammer Down“ ein echter Killer ist, sowie eine Neuaufnahme von „Raise Some Hell“. Und wie bei den Widerveröffentlichungen von Shrapnel so üblich, wurde auch der Sound überarbeitet. Jetzt wird es aber auch endlich Zeit, dass Shrapnel Records die Alben von GRIFFIN und vor allem HEXX neu auf den Markt bringen!!! Bis dahin könnt ihr euer Glück jedoch ruhig mal mit „Wrecking Ball“ versuchen.
 

Falk, 10,5 Punkte

 

 

Die Songs:

  1. 69 / Bloodshot
  2. Battle Stations
  3. Fire & Fury
  4. Killer OnThe Loose
  5. Keeper Of The Night
  6. Kissing The Black
  7. Passion Web
  8. Raise Some Hell
  9. Snake Bite
    Bonustracks
  10. Slam The Hammer Down
  11. Stay Hard
  12. Raise Some Hell


 

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