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Das darf doch nicht wahr sein – Metal Blade kündigen das
Debüt der „mächtigen POWERWOLF“ als epischen, kraftvollen Metal, der als
Soundtrack zu feuchten Träumen dienen soll. Nun mal langsam Jungs! Das ist mal
wieder dermaßen übertrieben, so dass ich mich frage, was die da gehört haben.
Das Debüt der Band POWERWOLF wohl eher nicht. Sie als „Retter des Heavy Metal“
zu bezeichnen ist ja wohl der Witz. Erstens ist das wohl eher Hardrock, der
irgendwie wie eine Mischung aus WASP und DREAM EVIL durchgeht…Und außer einer
technisch gesehen astreinen Leistung an den Instrumenten und teilweise gutem
Songwriting, stößt mir einiges sauer auf…
Dabei fängt das Album eigentlich recht gut an, denn „Mr. Sinister“ und „We Came
To Take Your Souls” gehören beide zu den Highlights der Scheibe. Aber am meisten
ärgern mich die doofen Ooohooo -Chöre, die HAMMERFALL doch bereits zu Tode
geritten haben. Oder „wooouwouuuwouuu“ – da könnte ich kotzen…Positiv erwähnen
möchte ich die wirklich fette Produktion und die guten Klampfen. Im Grunde hat
Attila Dorn eine gute Stimme, die etwas an Blackie Lawless erinnert, aber einer
der besten Metalsänger der heutigen Zeit ist er keinesfalls. Ein Song wie „Montecore”
finde ich dann auch recht gelungen, wobei mir aber der Refrain etwas billig
vorkommt. Gleiches gilt für das doomige, düstere “The Evil Made Me Do It”,
welches nicht ohne die bescheuerten Ooohooos auskommt und zudem einen blöden
Chorus hat. „Lucifer In Starlight” ist der beste Track des gesamten Albums und
ist Epic-Doom pur. Hier stimmt nahezu alles, also es geht doch! Beim
abschließenden „Son Of The Morning Star“ greift noch eine Lady gesangstechnisch
ins Geschehen ein, was fast schon musicalmäßig klingt und eher ein in die Länge
gezogenes Outro darstellt. War doch nicht wirklich nötig? Natürlich werden das
manch einer anders sehen, ich bleibe aber dabei…Für eine dermaßen gehypte Band,
die im Vorfeld als „Retter des Heavy Metals“ angekündigt werden, ist ein Album
mit gerade mal vier guten Stücken sehr mager!
Ralf, 7 Punkte
sonstige Benotungen:
SasH, 9 Punkte
Die Songs:
1. Mr. Sinister
2. We Came To Take Your Souls
3. Kiss Of The Cobra King
4. Black Mass Hysteria
5. Demons & Diamonds
6. Montecore
7. The Evil Made Me Do It
8. Lucifer In Starlight
9. Son Of The Morning Star
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