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P - Album |
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Fünf Jahre haben sie sich Zeit gelassen, doch
nun ist ihr neues, insgesamt viertes Album auf dem Markt. Als erstes bekommt man
mit „Nocturne Dementia“ ein recht ordentliches, aber leider auch überflüssiges
Instrumental auf die Lauschlappen. Nicht schlecht gemacht, braucht aber auch
kein Mensch. Danach folgt mit „The Prophet“ ein feister Rocker, welcher zwischen
ruhigen Elementen und Brachial-Attacken abwechselt. Richtig klasse ist hier der
Gesang in Richtung SOUNDGARDEN, doch was mich etwas abnervt, ist die ständig
fiedelnde Sologitarre. In abgespeckter Version hätte der Song sehr gut auf „Lunar
Womb“ von THE OBSESSED gepasst. So ähnlich geht es dann über die komplette
Albumlänge weiter. Die Band hat einige verdammt geile Riffs auf der Pfanne,
übertreibt es aber für meinen Geschmack ein bisschen mit der Leadgitarre. Und
für so manchen traditionellen Doom-Fanatiker ist das Material garantiert auch zu
schnell gespielt. Wer den Sound des aktuell so Hochgelobten Occult-Rock
abfeiert, macht mit einer Hörprobe garantiert nix falsch. So ein dreckiger,
verwaschener Gitarrensound ist mir allemal lieber, als die meisten
Hochglanzproduktionen der Neuzeit. Was mich auf diesem Album noch stört, ist das
Fehlen diverser richtig geiler Melodien, welche einen direkt gefangen nehmen. So
wahnsinnig viel bleibt nach dem hören jedenfalls nicht hängen. Und wo ich zu
Beginn den Gesang in Richtung SOUNDGARDEN so gelobt habe, geht mir das Ganze
spätestens nach dem vierten Lied gewaltig auf den Senkel. Jetzt weiß ich
wenigstens wieder, warum ich den Grunge-Sound in den Neunzigern so gehasst habe;
wegen der elendigen Jammerei. Zumindest das (anfangs) zähflüssige, sehr düstere
„Black Coven“ weiß mich für sich einzunehmen. Und beim abschließenden Titelsong
sind dann endlich die geilen Gitarrenmelodien, sowie die richtig fetten
Minimalriffs da. In dieser Richtung hätte ich mir mehr gewünscht, doch ist alles
Geschmackssache, sprach der Affe und biss in die Seife.
Falk, 8,5 Punkte
It’s Doom-Time again. Zwar sind die Amis PALE
DIVINE nicht die gerade eingängigste Band unter der Sonne aber eine ziemlich
gute sind sie zweifellos! Das neue, 4. Album besticht zum einen durch den
wesentlich verbesserten Gesang zum anderen durch eine sehr gut ausbalancierte
Produktion. Stilistisch ist es nach wie vor eine Symbiose aus NWBOHM & epischem
Doom. Diesen Stil kann man eigentlich kaum halbherzig spielen, deshalb gibt es
auch kaum schlechte Doombands. PALE DIVINE zelebrieren ihren komplexen, aber
höchst emotionalen Stil bis nahe an der Perfektion. Es geht unter die Haut, es
bewegt, es rührt zu Tränen. Jedes Riff, jeder Chorus, jeder Drumbeat fährt einem
durch Mark und Bein. 5 Songs von 8 dauern über 9 Minuten, da sollte man schon
Geduld aufbringen, was aber für den geneigten Doommaniac das geringste Problem
sein dürfte. Allerdings zahlt es sich aus: PALE DIVINE haben auch trotz der
SABBATHH/TROUBLE-RIFFS etwas völlig Eigenständiges. Gesanglich gibt es auch
keinen Ozzy-Clone, am ehesten greift noch der James Hetfield-Vergleich, aber das
trifft es auch nicht ganz. Hatte ich bereits die ausufernden, irgendwie
improvisiert klingenden affengeilen Soli erwähnt? Dem Ein oder anderen könnten
gerade diese den letzten Nerv kosten, ich finde es geil, da es dem Geschehen
mehr Authenzität verleiht. Einzig das eröffnende, uninspirierte Instrumental
„Nocturne Dementia“ passt überhaupt nicht in den Gesamtkontext des Albums. Hätte
man besser nach hinten platziert oder ganz weggelassen.
Ansonsten kann ich dieses Masterpiece uneingeschränkt empfehlen, damit sich ein
jeder geneigte Musikfreund an Gänsehautnummern wie „The Prophet “, „Shadow Soul
(The Awakening)“ oder „The Desolate“ laben kann.
Ralf, 11 Punkte
Alle Reviews:
'Painted Windows Black' (2012, Album)
'Cemetery Earth' (2007, Album)
Die Songs:
Nocturne Dementia
The Prophet
Angel Of Mercy
End Of Days
Black Coven
The Desolate
Shadow Soul (The Awakening)
Painted Windows Black
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