P - Album


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Band: PALE DIVINE
Titel: Painted Windows Black
Label: Shadow Kingdom Records
Homepage: myspace.com/paledivine
Stil: Doom/ Heavy Metal
VÖ:  27.03.2012
Spieldauer: 8 Tracks / 67:37 Min.

 

Fünf Jahre haben sie sich Zeit gelassen, doch nun ist ihr neues, insgesamt viertes Album auf dem Markt. Als erstes bekommt man mit „Nocturne Dementia“ ein recht ordentliches, aber leider auch überflüssiges Instrumental auf die Lauschlappen. Nicht schlecht gemacht, braucht aber auch kein Mensch. Danach folgt mit „The Prophet“ ein feister Rocker, welcher zwischen ruhigen Elementen und Brachial-Attacken abwechselt. Richtig klasse ist hier der Gesang in Richtung SOUNDGARDEN, doch was mich etwas abnervt, ist die ständig fiedelnde Sologitarre. In abgespeckter Version hätte der Song sehr gut auf „Lunar Womb“ von THE OBSESSED gepasst. So ähnlich geht es dann über die komplette Albumlänge weiter. Die Band hat einige verdammt geile Riffs auf der Pfanne, übertreibt es aber für meinen Geschmack ein bisschen mit der Leadgitarre. Und für so manchen traditionellen Doom-Fanatiker ist das Material garantiert auch zu schnell gespielt. Wer den Sound des aktuell so Hochgelobten Occult-Rock abfeiert, macht mit einer Hörprobe garantiert nix falsch. So ein dreckiger, verwaschener Gitarrensound ist mir allemal lieber, als die meisten Hochglanzproduktionen der Neuzeit. Was mich auf diesem Album noch stört, ist das Fehlen diverser richtig geiler Melodien, welche einen direkt gefangen nehmen. So wahnsinnig viel bleibt nach dem hören jedenfalls nicht hängen. Und wo ich zu Beginn den Gesang in Richtung SOUNDGARDEN so gelobt habe, geht mir das Ganze spätestens nach dem vierten Lied gewaltig auf den Senkel. Jetzt weiß ich wenigstens wieder, warum ich den Grunge-Sound in den Neunzigern so gehasst habe; wegen der elendigen Jammerei. Zumindest das (anfangs) zähflüssige, sehr düstere „Black Coven“ weiß mich für sich einzunehmen. Und beim abschließenden Titelsong sind dann endlich die geilen Gitarrenmelodien, sowie die richtig fetten Minimalriffs da. In dieser Richtung hätte ich mir mehr gewünscht, doch ist alles Geschmackssache, sprach der Affe und biss in die Seife.
 

Falk, 8,5 Punkte

 

 

It’s Doom-Time again. Zwar sind die Amis PALE DIVINE nicht die gerade eingängigste Band unter der Sonne aber eine ziemlich gute sind sie zweifellos! Das neue, 4. Album besticht zum einen durch den wesentlich verbesserten Gesang zum anderen durch eine sehr gut ausbalancierte Produktion. Stilistisch ist es nach wie vor eine Symbiose aus NWBOHM & epischem Doom. Diesen Stil kann man eigentlich kaum halbherzig spielen, deshalb gibt es auch kaum schlechte Doombands. PALE DIVINE zelebrieren ihren komplexen, aber höchst emotionalen Stil bis nahe an der Perfektion. Es geht unter die Haut, es bewegt, es rührt zu Tränen. Jedes Riff, jeder Chorus, jeder Drumbeat fährt einem durch Mark und Bein. 5 Songs von 8 dauern über 9 Minuten, da sollte man schon Geduld aufbringen, was aber für den geneigten Doommaniac das geringste Problem sein dürfte. Allerdings zahlt es sich aus: PALE DIVINE haben auch trotz der SABBATHH/TROUBLE-RIFFS etwas völlig Eigenständiges. Gesanglich gibt es auch keinen Ozzy-Clone, am ehesten greift noch der James Hetfield-Vergleich, aber das trifft es auch nicht ganz. Hatte ich bereits die ausufernden, irgendwie improvisiert klingenden affengeilen Soli erwähnt? Dem Ein oder anderen könnten gerade diese den letzten Nerv kosten, ich finde es geil, da es dem Geschehen mehr Authenzität verleiht. Einzig das eröffnende, uninspirierte Instrumental „Nocturne Dementia“ passt überhaupt nicht in den Gesamtkontext des Albums. Hätte man besser nach hinten platziert oder ganz weggelassen.

Ansonsten kann ich dieses Masterpiece uneingeschränkt empfehlen, damit sich ein jeder geneigte Musikfreund an Gänsehautnummern wie „The Prophet “, „Shadow Soul (The Awakening)“ oder „The Desolate“ laben kann.
 

Ralf, 11 Punkte

 

 

Alle Reviews:

 

 

Die Songs:

  1. Nocturne Dementia

  2. The Prophet

  3. Angel Of Mercy

  4. End Of Days

  5. Black Coven

  6. The Desolate

  7. Shadow Soul (The Awakening)

  8. Painted Windows Black


 

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