![]() |
O - Album |
|---|
| # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
![]() |
|
Meine Güte, was ein erbarmungsloses Gebolze! Abgesehen von wenigen instrumentalen Unterbrechungen fahren Brasiliens OPHIOLATRY auf ihrem zweiten Album nahezu vollständig Vollgas, immer kurz und bündig und auf den Punkt. Kein Ballast, keine Gefangenen.
Eigentlich hatte ich nach der sehr guten Split mit den göttlichen INFERNAL DOMINION (R.I.P.) gar nicht mehr mit dieser Todesschwadron gerechnet. Wie auch auf dem sehr guten Demo (auf der Relapse Democompilation "Brazilian Assault" zu hören) und dem ebenso guten Debütalbum "Anti-Evangelistic Process" (auf Evil Vengeance Records von ANGELCORPSE-Klampfer Gene Palubicki) zockten die Brasilianer rasenden Death Metal der KRISIUN Schule, allerdings mit einer dunklen Schlagseite gen ANGELCORPSE und INCANTATION, was das damaligen Material durchaus etwas vom üblichen Brazil-High-Speed-Gekloppe abhob. Zwischenzeitlich wurden noch zwei SplitCDs veröffentlicht, einmal mit den ebenfalls sehr geilen Landsmännern ABHORRENCE (haben ebenfalls ihr Debüt bei Evil Vengeance veröffentlicht) und einmal mit den Serben SACRAMENTAL BLOOD, die mir leider entgangen sind. (ANMERKUNG: Wer sich gerne von diesen Scheiben trennen möchte oder weiß, woher ich diese bekommen kann, möge sich bitte bei mir über den Kontakt im Impressum melden! Danke!)
Mit neuem Label im Rücken erscheint nun wohl nach einigen Verzögerungen mit "Transmutation" die zweite Full Length Scheibe und abgesehen von einem im Vergleich zur Vergangenheit wesentlich besseren Sound, haben sich OPHIOLATRY wenig weiterentwickelt oder verändert, was mich herzlich wenig stört. Noch immer fährt das Trio fast ausschließlich Vollgas, zeigt sich dabei allerdings noch kompromissloser als auf den frühen Releases, schallt jedoch trotz nunmehr größere stilistischer Nähe zu KRISIUN wesentlich düsterer, roher und weniger poliert aus den Lautsprechern als die prominenten Landsmänner. Zwar muss ich anmerken, dass gelegentliches Abbremsen dem Material durchaus etwas mehr Abwechslung und vielleicht sogar sowas ähnliches wie Eingängigkeit verliehen hätte und die z.T. wirren Instrumentals eher überflüssig als auflockernd erscheinen, dennoch knallt "Transmutation" überaus kompetent gespielt, fett besoundet und wunderbar düster und fies in die Gehörgänge, wenn auch deutlich charmeloser als auf den frühen Releases. Zwar können die Brasilianer auch auf diesem Album keine Hits vorlegen oder gar zur derzeitigen High-Speed-Death-Metal-Elite um HATE ETERNAL und Co. aufschließen, dennoch kann man "Transmutation" ruhigen Gewissens allen Anhängern des hier gehuldigten Gehörnten ans verrohte Herz legen.
Lobi, 9,5 Punkte
Die Songs:
1. Parricide 01:53
2. Transmutation 02:13
3. Abyss Of Alienation 03:15
4. Divine Stigma 01:55
5. Nominating The Oxen 02:02
6. Cauterization 02:05
7. Urutu 01:11
8. The Ghost 01:59
9. Neuropsychoperverse 01:13
10. Variacoes 1 01:07
11. Art Of War 02:00
12. G.O.D.? 00:52
13. Eradicating The Paradigm 02:42
14. Diabolism 01:50
15. Sub-Race 02:23
16. Prelúdio No. 4 03:13
![]() |
Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine Webmaster: info@ancientspirit.de
|
|