O - Album


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Band: OPERATIKA
Titel: The Calling
Label: Scarlet Records/ SPV
Homepage: www.operatika.com
Stil: Melodic Symphonic Power Metal
VÖ: 24.10.2008
Spieldauer: 12 Tracks / 51:35 Min.

OPERATIKA sind eine wirklich interessante Gruppe. Russische Einwanderer, die in den USA eine Symphonic Metal Band á la NIGHTWISH gründen. Im Jahr 2005 gab's mit 'Dreamland' ein erstes Demo, das ganz verblüffend nach NIGHTWISH zur 'Oceanborn'-Phase klang - und das nicht schlecht! Ich behaupte, dass OPERATIKA mit ihrem damaligen Sound der beste NIGHTWISH-Klon waren, den es jemals gab.

Nach langem Suchen hat man mit Scarlet Records aus Italien nun doch ein Label gefunden, mit dem zusammen das erste richtige Album realisiert werden konnte.

 

Im Gegensatz zum Demo hat man sich etwas umorientiert. Der Sound von 'The Calling' ist direkter, aber nicht mehr so warm und voll wie in den Anfangstagen. Seltsam ... normalerweise ist das doch umgekehrt, oder? Musikalisch sind OPERATIKA mittlerweile sowas wie eine Mischung aus NIGHTWISH und YNGWIE MALMSTEEN. Böse Zungen werden jetzt sagen, dass STRATOVARIOUS diesen Job doch schon seit Jahren machen. Das kann man sehen wie man will, bei OPERATIKA gibt's auf jeden Fall noch opernhaften Gesang dazu und die Griffbrettwixerei stößt doch noch in andere Dimensionen vor, als dies bei den Finnen von STRATOVARIOUS der Fall ist. Außerdem ist das Keyboard nicht so dominant. Also haben wir hier eher NIGHTWISH mit Yngwie an der Gitarre ...

 

Insgesamt gefällt mir die Scheibe recht gut, wahrscheinlich weil ich auf melodischen Metal, Griffbrettgewixe, Operngesang und Melodie stehe. Allein das Vermischen dieser Elemente ergibt aber nicht zwangsläufig ein gutes Album. OPERATIKA schaffen es aber nicht nur irgendeinen Mischmasch herzustellen, sondern eine schlüssige, gut gemachte Mixtur, die zu gefallen weiß. Sängerin Slava lässt die ganz hohen Töne aus (gut so!), dringt aber auch nicht mehr in stimmlich tiefere Regionen vor, wie noch auf dem Demo der Fall (schade).

Gitarrist Yuri ist noch etwas besser geworden, drängt sich dafür aber auch noch ein Bisschen mehr auf. Den Gitarrenhals rauf- und runterdudeln, das machen Profis normalerweise eher zum Warmspielen. Klar klingt es cool auf der E-Gitarre, aber wenn dieses Element zu oft bemüht wird, bringt es dann doch eine gewisse Eintönigkeit mit sich. Yuri bewegt sich auf dem Album hart an der Grenze zur Übertreibung, besonders bei "Tears Of The Sun" und "No. 3/23 In A Minor".

 

Der Sound des Demos hat mir doch noch eine Spur besser gefallen, deswegen reicht's diesmal nicht für eine zweistellige Wertung. Dennoch ist OPERATIKA mit 'The Calling' ein richtig gutes Album-Debüt gelungen.

Anspieltipps: "Gladiator" (auch wenn mir die alte Version besser gefallen hat), "Dark Horizon", "Ice Queen", "Life Saving Flame" und "Mask In The Mirror".

Noch was Interessantes zum Schluss: Auf eine Ballade wurde gänzlich verzichtet - auch nicht normal, für ein Album einer melodischen Metalband.

 

Stefan, 9,5 Punkte


Alle Reviews:

'Dreamland' (2005, Demo-CD)
  'The Calling' (2008, Album)

 

Die Songs:

  1. Intro
  2. Gladiator
  3. Tears Of The Sun
  4. Dark Horizon
  5. Ice Queen
  6. Life Saving Flame
  7. No. 3/23 In A Minor
  8. Mask In The Mirror
  9. Secrets Of The Past
  10. The Storm
  11. The Calling
  12. Last Quest

 


 

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