N - Album


# A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Band:

NOCTE OBDUCTA

Titel: Sequenzen einer Wanderung
Label: Supreme Chaos Records
Homepage: www.nocte-obducta.de
Stil: Avantgarde Metal
VÖ:  19.12.2008
Spieldauer: 2 Tracks / 44:00 min.

 

Bevor man sich dem nun wirklich letzten Werk von NOCTE OBDUCTA widmet, sollte man sich frei machen von jeglicher Erwartungshaltung an diese Scheibe im Hinblick auf ihre bisherigen Veröffentlichungen. Wer diese kennt weiß auch das die Mainzer um Bandkopf Marcel sich mit jeder Scheibe weiter entwickelt haben und kein Black Metal seit 2003 im puristischen Sinne mehr machen. „Sequenzen einer Wanderung“ sollte angehört werden wenn viel Zeit und Muse vorhanden ist, sich auf ein sehr langatmiges und experimentelles Epos einzulassen. Ein hören eines so vielfältigen Albums zwischen Tür und Angel wäre ein Frevel und der Zugang bliebe dann verwehrt. „Sequenzen einer Wanderung“ ist zwar wie „Stille“ ein atmosphärisches Album, stellt aber etwas völlig eigenes dar. Das Album ist die Rückbesinnung an vergangene Ereignisse. Die Sequenzen der gesprochenen Worte beispielsweise von Telefonaten sind Situationen die Stationen im Leben charakterisieren. Leider sind davon immer nur Bruchstücke zu verstehen wie „Wanderung“ oder „die, die zurück bleiben“ eben die elementaren Themen des Albums: Wie sich das Leben entwickelt und die Rückbesinnung auf Vergangene schöne aber auch negative Zeiten die zu meistern zum Leben dazu gehören. Die getragenen Parts die ein bitter-süßes Gefühl in einem aufsteigen lassen. In regelmäßigen Abständen werden die Sequenzen eingespielt, mal das Tempo abrupt angehoben, um dann wieder gesungene Parts einfließen zu lassen. Im zweiten Teil geht es schon auch mal etwas härter zu. Der Gesang wird etwas rauer und die Gitarren härter und schneller gespielt.

Wirklich ein schönes, gelungenes und eigenständiges Album dem man mit Fug und recht mal wieder den Titel Avantgarde verleihen kann.

Sabrina, 12 Punkte

sonstige Benotungen: Hage, 10 Punkte

 

Einen eigenen Stil, der sich nicht in irgendwelche Schubladen einordnen lässt, hatten die Mainzer schon immer – mit „Sequenzen einer Wanderung“ ist nach langen Warten ein neues und gleichzeitig das letzte (Abschieds-)Album erschienen, das überraschender wohl nicht sein könnte (was in diesem Falle bei Nochte Obducta an sich natürlich nicht überraschend daher kommt). Zunächst scheint es erstaunend, dass sich auf der Scheibe nur zwei Songs befinden, die jedoch viel mehr sind als das: Klangsequenzen, Sprachsamples nehmen den Hörer mit auf eine Reise – wohin? Ins Nichts? Musik zum Schwelgen könnte man sagen, weit weg von jeglichen Black Metal Einflüssen, wie sie vor allem auf den ersten Alben der Band doch typisch waren. Vielmehr ist man hier konsequent neue Wege gegangen: Psychedelic vermischt mit Ambient und Eletronic – ohne jedoch auf kräftige Gitarrenriffs zu verzichten. Das Ganze erinnert hier und da ein wenig an alte Nocte Obducta; im nächsten Moment an neuere Anathema. In jedem Fall macht sich der Mut der Mainzer, mit „Sequenzen einer Wanderung“ neue Wege einzuschlagen, bezahlt: Kreiert wurde hier der perfekte Soundtrack zum abdriften und in anderen Sphären und Welten schwelgen.

Diana, 10 Punkte

 

sonstige Reviews:

Aschefrühling EP
  Nektar - Teil 2
Nektar - Teil 1
  Stille - Das nagende Schweigen EP
  Galgendämmerung: Von Nebel, Blut und ...
Schwarzmetall

 

Die Songs:

 

1. Teil 1

2. Teil 2

 

 

 


 

Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine

Webmaster: info@ancientspirit.de