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M- Album |
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Die finnischen Melodic Metaller von MASTERSTROKE hatten ein Bisschen mit den Tücken des Geschäfts zu kämpfen, ehe ihre Scheibe 'Sleep' am 23. Januar dieses Jahres endlich in Deutschland veröffentlicht wurde. Es wäre schade gewesen, hätte das nicht geklappt, denn die Scheibe lohnt sich definitiv! Der Erstling 'Apocalypse' erschien aufgrund geschäftlicher Probleme lediglich in Russland und Japan. Somit ist 'Sleep' nun quasi die Europa Premiere.
Mit ihrem, am Rande zum Power Metal stehenden, melodischen Heavy Metal haben sich die Nordmänner einen klassischen Stil ausgesucht, wie er gerade von finnischen und skandinavischen Bands öfter gespielt wird. Eine Tendenz zu symphonischen Elementen haben sich die fünf Jungs aber verkniffen. So kommt es, dass neben dem kräftigen, stellenweise an RUNNING WILDS Rock 'N' Rolf und SACRED REICHs Phil Rind erinnernden Gesang von Niko Rauhala, hauptsächlich die Gitarren den Sound von MASTERSTROKE dominieren.
Musikalisch kann man MASTERSTROKE aber eher Bands wie VANDEN PLAS, MASTERPLAN oder SYMPHONY X zuordnen. Einen Überhammer sucht man auf 'Sleep' vergebens, allerdings gibt es auch keinen Ausfall zu verzeichnen. Die neun Tracks (+ ein Intro) sind allesamt gutklassig geworden: Die Stücke sind durchweg klar strukturiert, griffig und schlüssig arrangiert und abwechslungsreich gestaltet. Die Produktion ist klar und druckvoll und betont - glücklicherweise - eher die Gitarren als das Keyboard. Schwülstiges, dominantes Keyboard Gewaber kann ich nicht ausstehen, wenn die Tasteninstrumente aber zur Unterstützung und Abrundung des Sounds eingesetzt werden, find ich das fast immer super. Eine CD klingt dann gleich wesentlich melodischer, wärmer und runder.
Auch wenn sich alle Stücke auf einem ähnlichen Niveau bewegen, möchte ich dennoch einige herausheben:
Der Opener "Killing Creatures" beginnt mit kurzer Akustik Gitarre und geht dann in einen tollen Midtempo Rocker über, der von einem einfachen, aber satten Riff getragen wird. Der Track ist druckvoll und melodisch, einfach überzeugend.
Bei "Circle" und "Final Journey" zeigen die Finnen, dass sie auch in der Lage sind, Stücke mit einer Spielzeit von mehr als sechs Minuten interessant und abwechslungsreich zu gestalten und dabei noch Kraft und Emotion hinein zu packen. Stark!
Meine Favoriten sind jedoch der Titeltrack "Sleep" und das sich dran anschließende "Silent". Beide Songs sind sehr variabel in Tempo und Stimmung. Bei "Silent" hat man Zeitweise gar das Gefühl einen Thrash Metal Song zu hören, wird dann aber wieder in gemäßigtere, melancholische Tonfolgen zurückgebracht.
Diese Band sollte man im Auge behalten! Live funktionieren die Songs mit Sicherheit prächtig und von den songwriterischen Fähigkeiten her besteht da bestimmt noch Potenzial nach oben. Gebt der Band ne Chance, ihr werdet nicht enttäuscht sein.
Stefan, 10 Punkte
Alle Reviews:
'Broken' (Album, 2013)
'As Days Grow Darker' (Album, 2009)
'Sleep' (Album, 2008)
Die Songs:
Transition
Killing Creatures
Turn Away
Under Our Command
Another Failure
Circle
Being Me
Sleep
Silent
Final Journey
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