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L - Album |
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Bei erstklassigem Polen Death Metal denkt spontan immer jeder an DECAPITATED, VADER und den momentanen „Super –Hype“ um BEHEMOTH. Tatsache ist jedoch, dass es eine ganze Latte von hochqualitativen Bands wie TRAUMA, HATE, NOMAD oder auch LOST SOUL versteckt im Hinterland gibt.
LOST SOUL, welche bisher mehr ein Label Wanderpokal waren (OSMOSE, WICKED WORLD etc. donnerten Ihre Scheiben raus), wären mit der richtigen Promotion schon wesentlich größer.
In meinen Ohren wurde dieses vierte Album bisher in der Presse sträflich unter bewertet, denn mit jedem Durchlauf wächst „Immerse in Infinity“ zu einer abgefahren Knüppelorgie heran, welche immer wieder durch atmosphärische Einsprengsel aufgefrischt ist.
Geblastet wird auch hier bis der Notarzt kommt und das Soundgefüge hat einen gewissen steril transparenten Touch, aber die Riffs und obskuren Melodielinien sind abgefahren. Auf positive Weise steckt ein unheimlicher Drive in den Kompositionen und im Rahmen von extremer Geschwindigkeit schafft man es doch immer wieder auch einen Funken Abwechslung durchklingen zu lassen (z.B. „One Step to far“). MORBID ANGEL waren schon immer ein Steckenpferd für den Sound von LOST SOUL, aber „Immerse in Infnity“ lässt viele Referenzen zu NILE offen und in Sachen Vocals klingt Mastermind Jacek heute mehr denn je nach VADER. Aber neben diesen drei Eckpfeilern gibt es auch einige progressive Einsprengsel und vor allem einige sehr kreative Kompositionen, Bsp. „Breath of Nibiru“. Wer LOST SOUL gar nicht kennt, sollte sich zunächst mal den Videoclip zu „…if the dead can speak“ pressen. Eine absolut groovige Nummer, z.T. im Riffing etwas langatmig, aber ein sau cooles Video (http://www.youtube.com/watch?v=yGXOhGN0uGM).
Fazit: „Immerse in Infinity“ ist ein absoluter „Grower“ und der Beweis, dass man totales Speed Gehacke auch mit den richtigen Häppchen abwechslungsreich servieren kann – Polen GEHEIMTIPP!!!
Hauber, 10 Punkte
sonstige Reviews:
Die Songs:
01. Revival
02. Personal Universe
03. ... If The Dead Can Speak
04. 216
05. One Step Too Far
06. Breath Of Nibiru
07. Divine Project
08. Simulation
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