K - Album


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Band: KROKUS
Titel: Hoodoo
Label: Sony Music
Homepage: www.krokusonline.seven49.net
Stil: Hard Rock
VÖ:  26.02.2010
Spieldauer: 11 Tracks / 42:52 Min.

 

Darauf hat die Metalwelt tatsächlich gewartet - auf das Comeback der originalen KROKUS!

Hätte wirklich noch einer damit gerechnet, dass sich die Männer nach den verbalen Schlägen in den letzten zwanzig Jahren tatsächlich nochmals zusammenraufen und ein gemeinsames Album veröffentlichen? Scheinbar macht das Alter einsichtiger und wirklich ruhiger. Aber keine Angst, musikalisch ist die Altherrenriege alles andere als ruhig und friedfertig. Okay, die Songs fetzen wohl nicht mehr ganz so brachial wie noch zu Hochzeiten der Band ab, trotzdem rocken die alten Hunde noch immer so manchen Newcomer in Grund und Boden.

Die neue AIRBOURNE-CD kann gegen „Hoodoo“ in weiten Teilen einpacken. Klar kriegt man aus KROKUS den AC/DC-Sound vermutlich auch mit schweren Prügeln nicht mehr raus, aber warum sollte man auch? Die Schweizer haben hier eine wirklich mehr als amtliche Scheibe mit einigen extrem genialen Liedern veröffentlicht, welche die Meßlatte in diesem Stil für die nächsten Jahre recht hoch legt. Gute Laune versprüht das Teil über die komplette Spielzeit, trotzdem möchte ich euch einige Songs ganz speziell ans Herz legen. Da wäre z.B. der lockere Groover „Too Hot“, der mehr als einmal an „Lick It Up“ von KISS erinnert. Oder das leicht kommerzielle „Ride Into The Sun“, was für ein geiler Refrain! Hier kupfert man zwar bei seinem eigenen Klassiker „Screaming In The Night“ ab, aber egal. Und erst der völlig geile Quasi-Titelsong „Hoodoo Woman“ - höllisch, wie schnell sich das Teil im Gehirn festfrisst und sich dort auch mit Sicherheit in den nächsten Jahren nicht so schnell vertreiben lässt. Denkt an meine Worte!!!

 

Aber auch die restlichen Songs lassen kaum Schwachpunkte erkennen, im Gegenteil. Vielleicht kann man den Opener „Drive It In“ ausklammern, da dieser Song eine Spur zu banal daherkommt. Aber selbst die Coverversion „Born To Be Wild“ von STEPPENWOLF kommt in der Version von KROKUS verdammt stark rüber. Wie oft wurde dieses Lied schon nachgespielt und ist Standart auf den meisten Gigs jeder besseren Schülerband? Aber kaum einer Truppe ist die Interpretation dieses Klassikers so gut gelungen, wie KROKUS. Da muss man echt den Hut ziehen.

 

Fazit: KROKUS sind wieder zurück. Und das besser, als die meisten Maniacs wohl geglaubt haben. „Hoodoo“ stellt ein Meisterwerk dar, welches man auf der angehenden Tour (fast) komplett am Stück spielen könnte, ohne dass man hinter den eigenen Klassikern abstinkt.
 

Falk, 11,5 Punkte

 

Die Songs:

  1. Drive It In

  2. Hoodoo Woman

  3. Born To Be Wild

  4. Rock ´N´ Roll Handshake

  5. Ride Into The Sun

  6. Too Hot

  7. In My Blood

  8. Dirty Street

  9. Keep Me Rolling

  10. Shot Of Love

  11. Firestar


 

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