J - Album


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Band: JUDAS PRIEST  
Titel: Nostradamus  
Label: Sony BMG  
Homepage: www.judaspriest.com

 

Stil: Heavy Metal
VÖ:  13. Juni 2008
Spieldauer: 23 Tracks / 112:41 min. (Doppel-CD)

 

Was hat die Metalwelt geschwitzt und prophezeit (!) über das neueste Werk der Metalgods JUDAS PRIEST. Vom ambitioniertesten Werk der Bandgeschichte war da die Rede, eine Doppel-CD, welche ihre eigenen Klassiker in den Schatten stellen vermag…Nun lassen wir mal die Kirche im Dorf und widmen uns den Fakten. In der Tat, „Nostradamus“ ist ein sehr ambitioniertes Album im Doppelpack. Die eigenen Klassiker zu toppen ist unmöglich, punkt. Aber eins ist klar: Dieses Album wird polarisieren. Der engstirnigen Metalfraktion wird es eindeutig zu soft und zu keyboardlastig sein. Kaum Heabangerstoff, viel Balladeskes, zu viel Pathos etc.

Come on, wer will denn andauernd denselben Kram hören? Wieviele „Painkiller“-Kopien gibt es mittlerweile? JUDAS PRIEST erschaffen hier ein Monster von einem Album. Die Keyboardpräsenz ist mindestens so hoch wie zu seligen „Turbo“-Zeiten. Na und? Aber die Stücke haben eine Magie, die schon beängstigend  ist. Startet das Album noch relativ vorhersehbar mit dem supereingängigen, leicht vorhersehbaren „Prophecy“, gibt es ab dann massig Gänsehautstücke, wo Halford gesanglich wirklich triumphiert. Sein hoher Falsettgesang kommt kaum zum Einsatz, aber die großen Gefühle transportiert er wie selten zuvor. Dramatik, Epik das sind Attribute, die das Album beschreiben. Das klingt dann auch nicht so kitschig als bei RHAPSODY & Konsorten. Man könnte höchstens bemerken, dass es gegen Mitte etwas langatmig sein kann. Für mich persönlich ist das Album aber völlig entspannt und sehr, sehr packend. Bin ja eigentlich auch eher den Achtzigern zugetan, doch mir persönlich hat das Album gehörig den Kopf verdreht. Es braucht seine Zeit, aber dann…macht es süchtig! Ich weiß nicht, wie oft ich es schon durchgehört habe? Und immer ganz durch. Das kann ich von den wenigsten Alben mit gleicher Spieldauer sagen. Zum ersten Mal sind auch die Texte bei den PRIESTERN wichtig. Für alle Nörgler gebe ich mal „Persecution” als Hörtipp, der Song beinhaltet alles, was JUDAS PRIEST in den letzten 30 Jahren ausmacht... Ich finde “Nostradamus” ein fetten Hammer vor dem Herrn!

Ralf, 11,5 Punkte

sonstige Benotungen: Joe, 11 Punkte

 

weitere Reviews:

"Angel of Retribution"  (Album 2005)

"Live in London"  (Live-Album 2003)

"Sad Wings Of Destiny"  (Album 1976)

Die Songs:

 

  CD 1:   CD 2:
1. Dawn Of Creation 1. Solitude 
2. Prophecy 2. Exiled
3. Awakening 3. Alone
4. Revelations 4. Shadows In The Flame
5. The Four Horsemen 5. Visions
6. War 6. Hope
7. Sands Of Time 7. New Beginnings
8. Pestilence And Plague 8. Calm Before The Storm
9. Death 9. Nostradamus
10. Peace 10. Future Of Mankind
11. Conquest    
12. Lost Love    
13. Persecution    


 

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