H - Album


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Band:

HELSTAR

Titel: Glory Of Chaos
Label: AFM Records
Homepage: www.helstar.com
Stil: US Metal / Thrash Metal
VÖ:  05.11.2010
Spieldauer: 12 Tracks / 54:42 Min.

 

Auf einem KEEP IT TRUE-Festival lief mir James Rivera über die Füße, welchen ich inbrünstig bat, irgendwann ein neues Album mit DISTANT THUNDER aufzunehmen, denn die CD „Welcome The End“  gehört zu den besten Alben der Neuzeit und während des Gesprächs musste ich ihm dann noch aufs Ohr drücken, dass mir seine Hauptband HELSTAR eigentlich gar nichts gibt. Der Mann reagierte total freundlich und absolut ehrlich, so dass ich mir schwor, den guten James mit dem Kauf des anstehenden Albums von HELSTAR zu unterstützen, auch auf die Gefahr hin, dass ich wieder nix mit der Musik anfangen kann.

Das Album hieß „The King Of Hell“ und hat mir tatsächlich richtig gut gefallen. Nun ist der Nachfolger „Glory Of Chaos“ draußen und mein Herz schlägt Purzelbäume. Während die alten HELSTAR-Fans langsam vom Glauben abfallen, starte ich nach über zwanzig Jahren des Ignorierens der Band nun erst richtig durch. Glaubt es mir, oder auch nicht, aber nach dem Gespräch mit James Rivera hat sich in meinem Kopf ein Schalter umgelegt und die ersten vier Alben zündeten auch bei mir. Und „Glory Of Chaos“ rotiert gerade in meinem Player. Ja, die Band hat ihren ureigenen Stil über große Teile brutalisiert und jagt ihre neuen Songs einerseits etwas gradliniger, andererseits um ein vielfaches schneller aus der Anlage. Einige Songs wie das völlig geile „Bone Crusher“ lassen sich durchaus in der Thrash Metal-Ecke ansiedeln und machen Bands wie TESTAMENT, oder auch OVERKILL gewaltig Konkurrenz.

Trotzdem gibt es immer noch genug Elemente der Klassiker-Alben aus den Achtzigern zu entdecken, man muss sich halt nur mit der CD beschäftigen. Aber war das bei HELSTAR jemals anders? Und wenn ich nach so langer Zeit den alten Werken mittlerweile viel abgewinnen kann, so könnt ihr umgekehrt das Gleiche mit „Glory Of Chaos“ erreichen. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Scheibe ist höllisch aggressiv, bietet wenig Verschnaufpausen wie z.B. dem ruhigen Part in „ Trinity In Heresy“, die Band wütet wie eine Horde  angepisster Berserker durch die Reihen der Trendmetaller, James Rivera lässt viele unmenschliche Schreie ab, klingt aber immer noch absolut unverwechselbar. Und was die Instrumentalfraktion auf ihren Geräten ablässt, ist absolut nicht von dieser Welt. Hört euch bitte mal „Alma Negra“ an, dieser Hammer wird dafür sorgen, dass sich so mancher Möchtegern- Black Metaller vor Angst in die Buxen macht. Im Anschluss zu den regulären Songs spielt man noch zwei meiner Lieblingssongs aller Zeiten nach, nämlich „Heavy Metal Thunder“ von SAXON und das völlig geniale „Animal Magnetism“ von den SCORPIONS. Und wenn ich mir diese Interpretationen so anhöre, komme ich unweigerlich zum Schluss, dass HELSTAR unbedingt ein reines Coveralbum aufnehmen sollten. Solch geile Versionen alter Klassiker hört man nur äußerst selten. Hört euch die CD an, verleibt euch Hymnen wie „Angels Fall To Hell“, „Pandemonium“, „Dethtrap“, … ein und gebt dem Ganzen eine faire Chance, es lohnt sich wirklich.

 

Falk, 11,5 Punkte

 

Alle Reviews:

 

 

Die Songs:

  1. Angels Fall To Hell

  2. Pandemonium

  3. Monarch Of Bloodshed

  4. Bone Crusher

  5. Summer Of Hate

  6. Deathtrap

  7. Anger

  8. Trinity Of Heresy

  9. Alma Negra

  10. Zero One

  11. Heavy Metal Thunder

  12. Animal Magnetism


 

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