H - Album


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Band:

HATCHET

Titel: Awaiting Evil
Label: Metal Blade Records
Homepage: www.myspace.com/hatchet2006
Stil: Thrash Metal
VÖ:  30.05.2008
Spieldauer: 9 Tracks / 42:02 min.

 

Nun von einer neuen Thrash Metal- Welle zu reden ist natürlich völliger Quatsch, diese ist nämlich nicht erst seit heute sondern mindestens seit vorgestern Realität. Gerade in Südamerika wird dem Old School- Thrash bereits seit Jahren intensiv gehuldigt und Bands Marke VIOLATOR oder BYWAR sind qualitätstechnisch durchaus höher einzuschätzen als beispielsweise Ausfälle Marke LICH KING, BONDED BY BLOOD, MERCILESS DEATH und wie sie gerade alle heißen mögen. Der Fokus wird gerade nur mehr auf den Thrash Metal gerichtet weil es nun auch wieder vermehrt Bands dieser Art aus den Staaten gibt, so sieht es nämlich aus.

Und wie es oftmals der Fall ist werden hier nur die Stärksten überleben, FUELED BY FIRE gehören ebenso dazu wie die Iren GAMA BOMB oder auch die gemäßigteren (und ab und an recht langweiligen) EVILE aus dem Vereinten Königreich.

Und das obige Sinnieren soll kein Meckern sein, im Gegenteil, ich bin sehr froh dass es überhaupt eine „neue“ Thrash- Bewegung gibt.

In Zeiten wo beispielsweise EXODUS nur noch mit ProTool- verseuchten Produktionen, sinnlosem Riffgeschiebe, dem Aufblasen von minimalen Songideen und einem identitätslosen Brüllwürfel am Mikro nerven, wo TESTAMENT allenfalls eine Nummer Sicher- Scheibe zustande bekommen kommen mir diese jungen Bands mit ihren basisch und frisch produzierten Machwerken gerade recht. No Trigger please !

Und auch die aus der Bay Area (sic!) stammenden HATCHET wissen mich mehr zu überzeugen als viele der alten Heroen.

Gegründet im Jahre 2005 machten die Jungspunde bereits mit zwei Demos und einer EP auf sich aufmerksam und gehörten auch auf HIRAX- Katon`s Sampler „Thrash Metal Warriors“ zu den Höhepunkten.

Nun also das Metal Blade- Debüt namens „Awaiting Evil“ welches hauptsächlich aus bereits bekannten Demo- Songs besteht die in adäquater Klangqualität neu eingespielt wurden. Und dadurch gleich noch einen Qualitätssprung verzeichnen können. Songs wie der gnadenlose Riffhammer „Attack Imminent“, das variantenreiche „The Morlocks Tomb“ oder das niveauvolle Gehacke „Storm The Gates“ (mit standesgemäßem Shout- Refrain) erstrahlen in völlig neuem Glanz.

Stilistisch sind HATCHET als eine Mischung aus altbewährten Bay Area- Sounds (Riffs, Leads, Songaufbauten) und teutonischem Thrash à la DESTRUCTION (Vocals) anzusiedeln. Nicht gerade selten kommen einem als Vergleich auch Namen wie HELLHOUND (US) oder frühe DARK ANGEL in den Sinn. Auf jeden Fall agieren die Nachwuchs- Thrasher jederzeit frisch und unaufgesetzt, die Riffs sind weder neu noch originell haben aber eine Menge Verve und Leidenschaft zu offerieren, die Soli besitzen bereits recht hohes Niveau und auch die (leider) wenigen neuen Songs halten das Niveau des Altbekannten locker. Da aber natürlich nicht jedermann vertraut ist mit den Demos macht der Release von „Awaiting Evil“ definitiv Sinn zumal die alten Songs halt eben auch ganz neue Wirkung erzielen. Für mich war eben nur der Überraschungseffekt nicht gegeben, ist aber mein Problem und dafür wird es ja den Nachfolger geben.

Fakt ist eh dass sich HATCHET mit ihrem Debüt an die Spitze der hoffnungsvollen Newcomer katapultiert und ein starkes Statement abgegeben haben. Sicher ist „Awaiting Evil“ kein neues „Bonded By Blood“ oder „Breaking The Silence“ geworden, aber einen absoluten Klassiker muss man auch nicht gleich erwarten. Ein bärenstarkes Album tut es auch !

Ach übrigens, apropos „Breaking The Silence“, wo bleibt der neue HEATHEN- Schädelspalter ? Wird langsam mal Zeit Jungs und nie war diese richtiger. Aber das nur am Rande…

Texas, 10 Punkte

 

Die Songs:

 

1.       Darkening Skies (Intro)

2.       Frailty Of The Flesh

3.       Sealed Fate

4.       Frozen Hell

5.       Attack Imminent

6.       The Morlocks Tomb

7.       Storm The Gates

8.       The Dead Will March

9.       Awaiting Evil

 

 


 

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