H - Album


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Band: HALLOW'S EVE
Titel: Evil never dies
Label: Xtreem Music
Homepage: www.hallowseve.org
Stil: Thrash / Death Metal
VÖ:  2006
Spieldauer: 9 Tracks / 46:07 min.

 

Um Gottes Willen, was soll denn das sein?? Sind das wirklich die HALLOW'S EVE, die mit "Tales of Terror" oder "Death & Insanity" Metal-Geschichte geschrieben haben?? Naja, aber eigentlich war man ja gewarnt worden - zumindest all jene, die beim 3. KEEP IT TRUE Festival anwesend waren oder sich diese Show auf der entsprechenden KIT-DVD nachträglich reingezogen haben. Und meist lässt ein solch unterirdisch mieses Plattencover auch nicht unbedingt auf was gutes schließen, oder J? Jedenfalls sind die ehemaligen Kult-Thrasher wieder in der Szene aktiv und haben bereits 2005 das vorliegende Album "Evil never dies" in Eigenregie veröffentlicht, und jetzt - ein Jahr später - haben sich die Spanier Xtreem Music dieser "Perle" angenommen und sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Also wenn Ihr mich fragt, das hätten sie sich wirklich schenken können, denn zu keiner Sekunde können HALLOW'S EVE in irgendeiner Art und Weise überzeugen geschweige denn an ihre alten Glanzzeiten anknüpfen. Und dafür gibt es gleich mehrere Gründe:

1. der Stil

Kaum was ist von ihrem alten Power-Thrash, der vor allem "Tales of Terror" zu einem Klassiker machte, übriggeblieben. Man mischt munter die Stile zusammen, bedient sich bei Thrash und Death Metal, baut groovige Parts ein, klingt mal punkig oder streut ellenlange, völlig unpassende Blast-Parts ein ("Looking Glass") - könnte ja trotzdem ganz ordentlich klingen (gute Beispiele für stilübergreifende Musik gibt es ja zur Genüge), aber auf "Evil never dies" wirkt das alles konzept- und planlos und ohne den berühmten und extrem wichtigen roten Faden.

2. die Produktion

Also wirklich, ich habe schon eine Menge Underground- oder Demo-Produktionen gehört, die wesentlich besser klingen als das hier, und wir haben es hier schließlich mit einer gestandenen Combo mit 20-jähriger Bandhistorie zu tun. Keine Ahnung, ob das nun Absicht oder Unfähigkeit war, aber mit so einem mumpfigen und schwachbrünstigen Sound kann man heutzutage nichts, aber auch gar nichts mehr reißen.

3. die Songs

Ok, ich gebe zu, dass hier und da recht ordentliche Riffs durchschimmern, ich möchte z. B. mal "Vampires drink deep" nennen, welches ganz ok ist. Aber Stücke wie "Monkey's Paw" oder der Titelsong finde ich einfach nur grauenhaft. Nichts passt so richtig zueinander, der Großteil der Melodien ist Quark und über allem thront der unfähige Gesang.

4. der Gesang

Wo wir schon dabei sind: manchmal hoch, manchmal in Death Metal Gefilden, aber keines von beiden kann man als gelungen bezeichnen. Die hohen Vocals tönen schief und unflexibel, der Grunz-Gesang wirkt gekünstelt und schlicht peinlich. Hört Euch zur Untermauerung dieser These mal "Technicolour Roadkill" an - einfach grauenvoll.

Was gibt es sonst noch über HALLOW'S EVE's "Comeback" sagen? Dass sie sich mit diesem Album quasi selbst demontiert haben, dürfte inzwischen jedem klar sein. Und selbst wenn man den "großen Namen" mal außer Acht lässt und sich "Evil never dies" als Debüt einer Newcomer-Band in den Anfangs-Zwanzigern vorstellt, würde das Album glatt durchfallen. Dafür gibt es einfach viel zu viele Bands, die besser oder origineller und vor allem professioneller klingen. Schade, wieder eine Reunion für'n Arsch!!!

Joe, 3 Punkte

 

 

Die Songs:

 

1. Soldier
2. Monkey's Paw
3. Technicolour Roadkill
4. Looking Glass
5. Sweetest Tongue, sharpest Tooth
6. Interlude
7. Vampires drink deep
8. Evil never dies (including Black Queen)
9. The Ballad of Mortuary Harry


 

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