G - Album


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Band:

GRIFTEGÅRD

Titel: Solem Sacred Severe
Label: VAN/ Soulfood
Homepage: myspace.com/griftegrd
Stil: Doom Metal
VÖ:  11.09.2009
Spieldauer: 6 Tracks / 46:24 Min

 

Mit der 2-Track EP „Psalmbok“ verbreitete die schwedische Formation GRIFTEGÅRD (Ex-THE DOOMSDAY CULT) ihre Duftmarke im Underground, um wackere Doomköpfe in ihren Bann zu schlagen. Diese hegten daraufhin große Erwartungen, wie auch der Verfasser dieser Kritik und siehe da, niemand wurde enttäuscht. Außer vielleicht, der Tatsache, dass das Debüt in voller Länge auf CD erscheint. So eine Kommerzband, aber auch…

 

Lassen wir den Spaß beiseite, denn der wird einem förmlich vergehen, wenn man diese abgrundtief-düstere Scheibe hört. Hargh Hargh! Selten wurde Verzweiflung oder Trauer dermaßen intensiv und spirituell vertont. Natürlich hat die Musik auch eine gewisse Genialität aber vor allem verkörpert sie Schönheit.

Die Schönheit des Todes, des Verfalls oder der Traurigkeit. Hier gibt es keine Powermetal-Parts oder schwule Gothic-Abschnitte - es regiert der pure, epische Doomhammer, (ab und an werden auch sakrale Elemente verarbeitet) und trotzdem wird man GRIFTEGÅRD aus allen anderen Doomacts dieses Planeten heraushören. Songs wie „Punishment & Ordeal“, „The Mire“ oder „I Refuse These Ashes“ sind einfach unglaublich aufwühlende Doom-Monumente für die Ewigkeit und zermalmen mit ihrer Intensität jegliche Hoffnung. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass die Band nur negativ klingt. Natürlich gibt es auch Licht, inmitten des Schattenreiches. Alleine schon diese göttlichen Melodiebögen machen GRIFTEGÅRD zu etwas Besonderem. Gerade im Doom-Breich gibt es ergreifende Momente, die nicht alle Vertreter der Zunft beherrschen. Aber genau das ist die Essenz, warum man dieses Genre als das emotionalste aller Metalstile bezeichnet. Der Rest des Albums fällt auch nur sehr gering ab. Denn auch das bereits von der EP bekannte, zäh wie Lava pulsierende „Charles Taze Russell“ reißt einem förmlich den Boden unter den Füßen weg. Und der finstere Rauswerfer „Drunk With Wormwood“ lässt einem regelrecht mit den Zähne klappern…


Auf „Solem Sacred Severe“ stimmt alles, die tonnenschwere Riffs, die unbeschreibliche Atmosphäre, der Gänsehautgesang! Es ist auch nur knapp an der Höchstnote vorbeigerutscht, da ich mir den halben Punkt noch aufspare. Wer weiß, ob es ihnen nicht gelingt hier noch eins draufzusetzen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
 

Ralf, 11,5 Punkte

 

 

Die Songs:

  1. Charles Taze Russell
  2. Punishment & Ordeal
  3. I Refuse These Ashes
  4. Noah's Hand
  5. The Mire
  6. Drunk With Wormwood


 

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