![]() |
G - Album |
|---|
| # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
![]() |
|
GAIA EPICUS legen mit 'Victory' ihr neuestes Werk vor. Die Norweger bleiben ihrem Stil treu und sind deutlich gereift. Gab es auf ihrem Debüt 'Satrap' im Jahr 2003 noch sehr viele Längen und produktionstechnische Mängel, hat man diese Mankos 2007 fast gänzlich abgestellt.
Die Gitarren braten ordentlich und der Bass arbeitet klar und prägnant - teilweise klingt der Viersaiter-Sound dabei stark nach IRON MAIDEN. Ansonsten setzt sich das Klanggewand der Norweger immer noch aus HELLOWEEN METAL CHURCH und GAMMA RAY zusammen.
Insgesamt ist das Album wirklich gelungen, aber das Problem mit den Längen taucht immer wieder auf. Bestes Beispiel hierfür ist Song Nr. 10 "Through The Fire", der ab dem Mittelteil nur noch aus endlosen Instrumentalorgien zu bestehen scheint. Der Anfang des Stückes ist zudem absolut kraftlos und klingt, als wäre er von METALLICA's "Seek And Destroy" geklaut. Von einen Refrain, der "Through The Fire" lautet, erwarte ich auch etwas mehr Power, Dynamik und Schärfe. Gitarrist und Sänger Thomas C. Hansen nölt diesen Satz derart lasch ins Mikrofon, dass man meinen könnte, das Stück heißt "Through The Valium" - der absolute Tiefpunkt des Albums, zusammen mit dem ähnlich schwachen "Awaken The Monster"!
Zum Glück zeigt der Titelsong am Ende der Scheibe, dass GAIA EPICUS auch anders können. "Victory" ist ein gutes Melodic Speed Metal Stück, das mitreißt und von coolen Mitgröhl-Parts durchsetzt ist. Sicherlich ist der Text furchtbar klischeehaft und auch die aus der Konserve eingespielten Live-Sounds sind nicht gerade toll, dennoch können die Nordmänner mit diesem Stück deutlich punkten!
Weitere Anspieltipps:
Der schnelle Opener "New Life", die ebenso schnellen und sehr melodischen "The Sign" und "Rise Of The Empire" und sehr rund wirkende und angenehm zu hörende "Fortress Of Solitude".
GAIA EPICUS hat dazu gelernt und sich weiter entwickelt, allerdings fehlt immer noch ein großes Stück, bis zu den oben genannten Vorbildern an deren Stilen man sich orientiert. Vielleicht sollte Mastermind Thomas C. Hansen mal komplett seine Finger aus der Produktion lassen und einen wirklich guten, erfahrenen Produzenten ranlassen ... dafür fehlt aber wahrscheinlich das Geld. Schade! Das Potenzial ist da, nur schaffen es die Norweger nicht es auch auszuschöpfen und ein wirklich richtig gutes Album abzuliefern, das man sich gerne öfter anhört.
Stefan, 8 Punkte
Sonstige Reviews: 'Satrap' (2003)
Die Songs:
| 1. | New Life |
| 2. | Iron Curtain |
| 3. | The Sign |
| 4. | Revenge Is Sweet |
| 5. | In Memory |
| 6. | Awaken The Monster |
| 7. | Rise Of The Empire |
| 8. | When Darkness Falls |
| 9. | Fortress Of Solitude |
| 10. | Through The Fire |
| 11. | Victory |
![]() |
Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine Webmaster: info@ancientspirit.de
|
|