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D - Album |
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Eins steht gleich im Vorhinein fest: DREAM THEATER haben ihr Kult-Album "Metropolis Pt.2: Scenes from a Memory" wieder nicht übertroffen, aber ich denke, dass dürfte eh schwer werden, dieses Meisterwerk noch mal zu toppen. Allerdings sind sie mit "Systematic Chaos" verdammt nah heran gekommen und mir zumindest gefällt ihr aktuelles Werk besser als das Album "Octavarium", was aber andere wiederum nicht so sehen werden.
Los geht es mit dem unkonventionellen Opener "In The Presence Of Enemies Pt. 1", einem wahren Prog Hammer, der trotz 9 Minuten Laufzeit erst einmal die ersten 5 Minuten der Instrumentalfraktion vorbehalten bleibt, bis dann Sangesknabe James LaBrie zu Worte kommt. Wie gewohnt gibt es hier viel Abwechslungsreichtum und perfekt aufeinander abgestimmte Spannungsbögen und Arrangements. Von der Stimmung her erinnert es mich sogar stellenweise an das Über-Album "Metropolis Pt.2 - Scenes from a Memory". Relativ straight geht es da ja schon mit dem knapp fünf einhalb minütigen "Forsaken" weiter, das eine eher melancholische, verträumte Atmosphäre besitzt. Mit "Constant Motion" beschreitet man dann wieder Wege, die man bereits bei "Six Degrees of inner Turbulence" und "Train of Thought" beschritten hat, sprichman präsentiert sich von der härteren Seite und packt sogar einige thrashige Riffs aus der Kiste. Ebenfalls hervorzuheben ist der coole Wechselgesang zwischen James LaBrie und Mike Portnoy. Ich kann mir vorstellen, dass der Song vor allem live sehr gut funktionieren könnte. Ebenso hart zeigt man sich bei "The dark eternal Night", wobei hier, die lange Spielzeit lässt es erahnen, wieder mehr der Prog Anteil die Überhand gewinnt. Vor allem im Mittelteil liefern sich die Instrumentalisten, allen voran der Tasten-Hexer Jordan Rudess wahre Frickel Duelle. Einfach nur der Wahnsinn. Mit "Repentance" folgt dann Teil vier des auf "Six Degrees..." begonnenen "Anonymen Alkoholiker" Zyklus, also die Fortsetzung von "The Glass Prison", "This Dying Soul" und "The Root Of All Evil" inklusive ein paar musikalischer Zitate aus eben diesen Songs. Musikalisch driftet man leicht in die PINK FLOYD Ecke ab. Der Song wirkte auf mich zunächst etwas langweilig, aber dank einem Hinweis eines anderen Fans habe ich mir mal die "Mühe" gemacht und alle 4 Songs hintereinander gebrannt und erst dann entwickelt das Stück seinen wahren Sinn; doch auch so weiß "Repentance" mittlerweile durch diese neue Hörerfahrung zu gefallen. Im übrigen sind auch Steve Vai, Joe Satriani, Steven Wilson, Chris Jericho, Daniel Gildenlöw und Neal Morse hier als Sprecher zu hören. Der beste Song folgt mit "Prophets of War", doch das nicht, weil hier bis zu 50 DT Fans Background Vocals beisteuern durften, sondern zum einen, da man hier den göttlichen MUSE Tribut zollt und zum anderen, da hier von vorn bis hinten alles stimmt inkl. massenweiser Killerhooklines! Doch "The Ministry of lost Souls" fällt hier qualitativ nicht ab. Binnen 15 Minuten wird hier ein weiteres Mal eine sagenhafte Atmosphäre aufgebaut, die erneut an ""Metropolis Pt.2 - Scenes from a Memory" erinnert. Doch gegen Ende des Songs wird mir jetzt schon beim Gedanken ans Konzert im Oktober Angst und Bange, wenn DREAM THEATER das Stück spielen sollten. Hier ist ganz klar eine Handrassel zu hören und in meinem geistigen Auge seh ich jetzt schon wieder James LaBrie wie ein tollwütiger Berserker an dem Ding rumrütteln... buah! Schnell weiter mit dem abschließenden Epos "In The Presence Of Enemies Pt. 2", das zum Schluss noch einmal alle Geschütze abfeuert, was man noch zu bieten hat. Instrumental als auch Stimmungs technisch absolut on the Top.
Fans sei übrigens unbedingt die Special Edition ans Herz gelegt, da hier neben einem coolen Making of noch zusätzlich das komplette Album in Dolby Surround Sound vorliegt!
SasH,
11
Punkte
weitere Reviews
Six Degrees of Inner Turbulence
Metropolis Pt. II: Scenes from a Memory
Die Songs:
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