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D - Album |
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Was Black Metal anbelangt bin ich mittlerweile
wirklich sehr anspruchsvoll geworden. In diesem Jahrtausend konnte mich da neben
solchen Chartbreakern wie DIMMU BORGIR und SATYRICON (die ja beide eigentlich
schon fast nicht mehr dazu gehören) vor allem KEEP OF KALESSIN („Armada“ ist
einfach nur obergöttlich) und SHINING begeistern. Ansonsten bieten darüber
hinaus noch DARK FUNERAL und MARDUK gewohnte Kost, doch wirklich neues kommt
nichts nach.
Naja nicht ganz, denn da sind ja noch DARK FORTRESS die die Tage mit „Eidolon“
ein wirklich bärenstarkes Black Metal Album zusammen gestellt haben, dass mein
schwarzes Herz wieder zum lodern bringt. Bereits der Opener „The Silver Gate“
mit feinen Melodien gespickt lässt zu Beginn großartiges vermuten. Doch viele
Bands verheizen ihren besten Song gleich am Anfang und danach geht ihnen die
Luft aus. Allerdings nicht bei DARK FORTRESS, denn mit „Cohorror“ folgt ein
ebenso bärenstarker Hassbolzen, der vor allem durch Kontrastreichtum besticht
und so neben Mega Blastbeats ebenso atmosphärische Keyboards und Akustikgitarren
bietet. Hier klingt Neuzugang Morean übrigens stellenweise wie Attila von MAYHEM,
bzw. ABORYM und TORMENTOR. Die Vielseitigkeit des neuen Frontmannes wird vor
allem bei dem Songs „Baphomet“ noch mehr deutlich. Hammer, auf wie viele Arten
der sich ausdrücken kann!
Ein absoluter Hammersong ist „Analepsy“ geworden, der mich irgendwie an DIMMU
BORGIR´s „Puritania“ erinnert, aber um einiges majestätischer und fieser
ausgefallen ist. Ebenso sehr cool kommt „Edge of Night“ daher, dass mit seiner
Direktheit und Morbidität stellenweise ein wenig an SATYRICON mit ihrem „Vulcano“
Album denken lässt. Dafür wird es mit „No longer Human“ ein wenig melodischer
und wieder zunehmend aggressiver. Vor allem das Hauptriff in Verbindung mit den
Keyboards klingt leicht an EMPEROR zu Zeiten von „In the Nightside Eclipse“,
wobei man sich hier noch ne Ecke schärfer und furioser zeigt. Der Refrain dazu
klingt ebenfalls einfach nur obermächtig. Vielseitig zeigt man sich auch mit „Catacrusis“,
wo es wieder etwas roher und kälter, aber nicht minder melodisch zugeht. Vor
allem Morean zeigt sich erneut sehr abwechslungsreich, die Fans werden seinen
Vorgänger sicherlich nicht lange vermissen. Oder um es pathetisch auszudrücken:
DARK FORTRESS haben hier ihren Bruce Dickinson gefunden! Das sieben einhalb
minütige „Antiversum“ beschließt das Album sehr misanthropisch. Erneut macht
sich Kälte breit, Emotionen sind nur im negativen Sinne zu spüren, doch das ist
in diesem Falle positiv, hehehe. Wenn man Morean hört spürt man die Wut im
Bauch, er keift, schreit, kreischt was das Zeug hält, er kotzt den Hass
regelrecht raus. Wirklich grandios.
DARK FORTRESS zeigen sich auf „Eidolon“ auf alle Fälle sehr abwechslungsreich
und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Fan von echtem Black Metal
keinen Gefallen an dieser Scheibe finden wird!
SasH, 11 Punkte
weitere Reviews
Die Songs:
1. The Silver Gate
2. Cohorror
3. Baphomet
4. The Unflesh
5. Analepsy
6. Edge of Night
7. No Longer Human
8. Catacrusis
9. Antiversum
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