D - Album


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Band:

DARK FORTRESS

Titel: Eidolon
Label: Century Media
Homepage: www.thetruedarkfortress.com
Stil: Black Metal
VÖ:  22.02.08
Spieldauer: 10 Tracks / 51:29 min.

 

Was Black Metal anbelangt bin ich mittlerweile wirklich sehr anspruchsvoll geworden. In diesem Jahrtausend konnte mich da neben solchen Chartbreakern wie DIMMU BORGIR und SATYRICON (die ja beide eigentlich schon fast nicht mehr dazu gehören) vor allem KEEP OF KALESSIN („Armada“ ist einfach nur obergöttlich) und SHINING begeistern. Ansonsten bieten darüber hinaus noch DARK FUNERAL und MARDUK gewohnte Kost, doch wirklich neues kommt nichts nach.
Naja nicht ganz, denn da sind ja noch DARK FORTRESS die die Tage mit „Eidolon“ ein wirklich bärenstarkes Black Metal Album zusammen gestellt haben, dass mein schwarzes Herz wieder zum lodern bringt. Bereits der Opener „The Silver Gate“ mit feinen Melodien gespickt lässt zu Beginn großartiges vermuten. Doch viele Bands verheizen ihren besten Song gleich am Anfang und danach geht ihnen die Luft aus. Allerdings nicht bei DARK FORTRESS, denn mit „Cohorror“ folgt ein ebenso bärenstarker Hassbolzen, der vor allem durch Kontrastreichtum besticht und so neben Mega Blastbeats ebenso atmosphärische Keyboards und Akustikgitarren bietet. Hier klingt Neuzugang Morean übrigens stellenweise wie Attila von MAYHEM, bzw. ABORYM und TORMENTOR. Die Vielseitigkeit des neuen Frontmannes wird vor allem bei dem Songs „Baphomet“ noch mehr deutlich. Hammer, auf wie viele Arten der sich ausdrücken kann!
Ein absoluter Hammersong ist „Analepsy“ geworden, der mich irgendwie an DIMMU BORGIR´s „Puritania“ erinnert, aber um einiges majestätischer und fieser ausgefallen ist. Ebenso sehr cool kommt „Edge of Night“ daher, dass mit seiner Direktheit und Morbidität stellenweise ein wenig an SATYRICON mit ihrem „Vulcano“ Album denken lässt. Dafür wird es mit „No longer Human“ ein wenig melodischer und wieder zunehmend aggressiver. Vor allem das Hauptriff in Verbindung mit den Keyboards klingt leicht an EMPEROR zu Zeiten von „In the Nightside Eclipse“, wobei man sich hier noch ne Ecke schärfer und furioser zeigt. Der Refrain dazu klingt ebenfalls einfach nur obermächtig. Vielseitig zeigt man sich auch mit „Catacrusis“, wo es wieder etwas roher und kälter, aber nicht minder melodisch zugeht. Vor allem Morean zeigt sich erneut sehr abwechslungsreich, die Fans werden seinen Vorgänger sicherlich nicht lange vermissen. Oder um es pathetisch auszudrücken: DARK FORTRESS haben hier ihren Bruce Dickinson gefunden! Das sieben einhalb minütige „Antiversum“ beschließt das Album sehr misanthropisch. Erneut macht sich Kälte breit, Emotionen sind nur im negativen Sinne zu spüren, doch das ist in diesem Falle positiv, hehehe. Wenn man Morean hört spürt man die Wut im Bauch, er keift, schreit, kreischt was das Zeug hält, er kotzt den Hass regelrecht raus. Wirklich grandios.
DARK FORTRESS zeigen sich auf „Eidolon“ auf alle Fälle sehr abwechslungsreich und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Fan von echtem Black Metal keinen Gefallen an dieser Scheibe finden wird!

SasH, 11 Punkte

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Die Songs:

1. The Silver Gate
2. Cohorror
3. Baphomet
4. The Unflesh
5. Analepsy
6. Edge of Night
7. No Longer Human
8. Catacrusis
9. Antiversum

 


 

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