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B - Album |
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Bei BRITON RITES haben sich drei leidenschaftliche Metaller zu einem düsteren Bündnis getroffen und zelebrieren ihren Sound mit echter Inbrunst. Howie Bentley, den man noch von CAULDRON BORN kennt, hat auch hier die komplette Musik verfasst und macht einmal mehr seine Sache sehr gut. Es ist schließlich nicht gerade einfach von progressiven Klängen (CAULDRON BORN) zu einfachen Tönen (BRITON RITES) zurück zu schalten. Doch bei Howie klingt das, als wäre es die einfachste Sache der Welt. So können nur Musiker, die mit Leib und Seele bei der Sache sind, agieren.
Aber wie klingt jetzt die Band? Sehr, sehr Britisch, würde ich mal sagen. Die sieben Songs machen da weiter wo WITCHFINDER GENERAL und auch WITCHFYNDE in ihren besten Tagen aufgehört haben. Und logischerweise thront über dem Ganzen der dunkle Schatten der alten BLACK SABBATH. Ohne die Urväter des Doom Metal geht es ja auch nicht. BRITON RITES legen in ihren Songs einiges an Wert auf Abwechslung. Die Stilmittel des Doom sind an sich doch ziemlich begrenzt, insofern ist solch eine Scheibe, die beinahe alle Facetten auslotet, immer willkommen. Da wird dann eben auch wie bei dem sehr zudringlichen „Carmilla“ ordentlich die Geschwindigkeitsschraube hochgedreht, nur um irgendwann ab der sechsten Minute ohne Vorwarnung den Rückwärtsgang reinzureissen.
Das klingt ziemlich brutal, kommt aber echt gut. Bei „The Exorcism Of Tanith“ hat sich Howie den Gitarrenstil von Tony Iommy dermaßen grandios draufgeschafft, dass man sich wirklich auf einer Zeitreise in die frühen Siebziger wähnt. Die ersten sechs Lieder schütten zudem eine Vielzahl an Ideen und Details über euch aus, so dass man schon einige Zeit benötigt, um in die Musik einzutauchen. Lediglich der letzte Song „Karnstein Castle“, auf dem Howie auch den Gesang übernimmt, klingt sehr basisch und reduziert. Okay zum Ende hin fährt der Track auch nicht gerade alltägliche Songstrukturen auf. Trotzdem dürfte dieser Song am ehesten für die Fans von SAINT VITUS und THE OBSESSED interessant sein.
Was soll ich sonst noch zu dieser großartigen Scheibe sagen? Vielleicht noch, dass sie von Tausendsassa Phil Swanson eingesungen wurde und dadurch noch mal richtig aufgewertet wird. Und dass das Ganze trotz der gruseligen Stimmung sehr herzlich und warm klingt. Aber auch, dass sich nicht nur Doom Metal-Jünger von der Atmosphäre dieses Albums verzaubern lassen sollten. Diese CD kommt wirklich nahe an die alten Meister und deren Edelmetall-Alben ran. Amen!
Falk, 11 Punkte
Hinter BRITON RITES steht
als Hauptsongwriter Howie Bentley, der durch seine Arbeit mit CAULDRON BORN
vielen Bangern ein Begriff sein dürfte. Als Bassist konnte Corbin King
verpflichtet werden und am Gesang Tausendsassa Phil Swanson. Doch vom US-Metal
der CAULDRON BORN-Zeiten ist hier nicht viel zu hören. BRITON RITES sind eine
waschechte Doomband und liefern inspiriert von der Gothic-Novelle „Carmilla“ von
Joseph Sheridan Le Fanu hier auf ihrem Erstwerk ein gigantisches
Genre-Meisterwerk ab. Vom ersten bis zum letzten Akkord wird eine Aura
heraufbeschworen, die fast schon magisch zu nennen ist. Die 7 Songs besitzen
allesamt viele Details und packende Elemente, wie es bereits das letzte COUNT
RAVEN-Album zuhauf hatte. Massive Riffs und ergreifende Hooks, und weinende Soli
lassen ab und an tatsächlich an die alten BLACK SABBATH denken und erreichen
beinahe sogar deren schlichte Erhabenheit.
„For Mircalla“ ist auch das erste Album für das brandneue, hauseigene Label
Echoes Of Crom Records. Welch ein Einstand!
Ralf, 11 Punkte
Die Songs:
Carmilla
A Meeting In The Woods
Vampire Hunter, 1600
The Right Hand Of Doom
The Exorcism Of Tanith
All-Hallowed Vengeance
Karnstein Castle
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