B - Album


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Band: BRITON RITES
Titel: For Mircalla
Label: Echoes Of Crom Records
Homepage: www.britonrites.com
Stil: Doom Metal
VÖ:  22.04.2010
Spieldauer: 7 Tracks / 66:47 Min.

 

Bei BRITON RITES haben sich drei leidenschaftliche Metaller zu einem düsteren Bündnis getroffen und zelebrieren ihren Sound mit echter Inbrunst. Howie Bentley, den man noch von CAULDRON BORN kennt, hat auch hier die komplette Musik verfasst und macht einmal mehr seine Sache sehr gut. Es ist schließlich nicht gerade einfach von progressiven Klängen (CAULDRON BORN) zu einfachen Tönen (BRITON RITES) zurück zu schalten. Doch bei Howie klingt das, als wäre es die einfachste Sache der Welt. So können nur Musiker, die mit Leib und Seele bei der Sache sind, agieren.

Aber wie klingt jetzt die Band? Sehr, sehr Britisch, würde ich mal sagen. Die sieben Songs machen da weiter wo WITCHFINDER GENERAL und auch WITCHFYNDE in ihren besten Tagen aufgehört haben. Und logischerweise thront über dem Ganzen der dunkle Schatten der alten BLACK SABBATH. Ohne die Urväter des Doom Metal geht es ja auch nicht. BRITON RITES legen in ihren Songs einiges an Wert auf Abwechslung. Die Stilmittel des Doom sind an sich doch ziemlich begrenzt, insofern ist solch eine Scheibe, die beinahe alle Facetten auslotet, immer willkommen. Da wird dann eben auch wie bei dem sehr zudringlichen „Carmilla“ ordentlich die Geschwindigkeitsschraube hochgedreht, nur um irgendwann ab der sechsten Minute ohne Vorwarnung den Rückwärtsgang reinzureissen.

Das klingt ziemlich brutal, kommt aber echt gut. Bei „The Exorcism Of Tanith“ hat sich Howie den Gitarrenstil von Tony Iommy dermaßen grandios draufgeschafft, dass man sich wirklich auf einer Zeitreise in die frühen Siebziger wähnt. Die ersten sechs Lieder schütten zudem eine Vielzahl an Ideen und Details über euch aus, so dass man schon einige Zeit benötigt, um in die Musik einzutauchen. Lediglich der letzte Song „Karnstein Castle“, auf dem Howie auch den Gesang übernimmt, klingt sehr basisch und reduziert. Okay zum Ende hin fährt der Track auch nicht gerade alltägliche Songstrukturen auf. Trotzdem dürfte dieser Song am ehesten für die Fans von SAINT VITUS und THE OBSESSED interessant sein.

Was soll ich sonst noch zu dieser großartigen Scheibe sagen? Vielleicht noch, dass sie von Tausendsassa Phil Swanson eingesungen wurde und dadurch noch mal richtig aufgewertet wird. Und dass das Ganze trotz der gruseligen Stimmung sehr herzlich und warm klingt. Aber auch, dass sich nicht nur Doom Metal-Jünger von der Atmosphäre dieses Albums verzaubern lassen sollten. Diese CD kommt wirklich nahe an die alten Meister und deren Edelmetall-Alben ran. Amen!

 

Falk, 11 Punkte

 

 

 

Hinter BRITON RITES steht als Hauptsongwriter Howie Bentley, der durch seine Arbeit mit CAULDRON BORN vielen Bangern ein Begriff sein dürfte. Als Bassist konnte Corbin King verpflichtet werden und am Gesang Tausendsassa Phil Swanson. Doch vom US-Metal der CAULDRON BORN-Zeiten ist hier nicht viel zu hören. BRITON RITES sind eine waschechte Doomband und liefern inspiriert von der Gothic-Novelle „Carmilla“ von Joseph Sheridan Le Fanu hier auf ihrem Erstwerk ein gigantisches Genre-Meisterwerk ab. Vom ersten bis zum letzten Akkord wird eine Aura heraufbeschworen, die fast schon magisch zu nennen ist. Die 7 Songs besitzen allesamt viele Details und packende Elemente, wie es bereits das letzte COUNT RAVEN-Album zuhauf hatte. Massive Riffs und ergreifende Hooks, und weinende Soli lassen ab und an tatsächlich an die alten BLACK SABBATH denken und erreichen beinahe sogar deren schlichte Erhabenheit.

„For Mircalla“ ist auch das erste Album für das brandneue, hauseigene Label Echoes Of Crom Records. Welch ein Einstand!

 

Ralf, 11 Punkte

 

 

Die Songs:

  1. Carmilla

  2. A Meeting In The Woods

  3. Vampire Hunter, 1600

  4. The Right Hand Of Doom

  5. The Exorcism Of Tanith

  6. All-Hallowed Vengeance

  7. Karnstein Castle


 

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