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B - Album |
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Wer hätte das gedacht, dass das mittlerweile zu Duo (plus Sessions-Musiker)
geschrumpfte Zerstörungskommando BELPHEGOR aus Salzburg es schaffen, ihre
eigenen auf höchstem spielerischem Niveau befindlichen Kreationen noch zu
toppen? „Blood Magick Necromance“ heißt das „nette“ neue Album, das mit Abstand
beste Black/ Death Album seit Jahren! Warum? Weil es keiner anderen Band außer
vielleicht BEHEMOTH gelingt, sowohl derb, superschnell, verfickt heavy,
bombastisch/symphonisch, durchgeknallt und absolut boshaft gleichzeitig zu
klingen. Der „Belphegor“ steckt da nämlich im Detail, unzählige Spielereien und
Gimmicks, die man beim ersten Hören gar nicht alle erfassen kann. Es gibt auch
echte Refrains, Totenglocken, gnadenlose Doublebassdrums, brillantes Riffing,
superflotte Sperrfeuer-Blasts, Akustikgitarren und vor allem schöne,
blasphemische Lyrics. Songs wie der furiose Opener lassen einen mit offenem
Munde zurück. Was ein verdammt perfekte Gottsong. Hier stimmt alles. Und der
Titelsong steht dem im nichts nach. In eher schleppendem Tempo mit genialem
Refrain, bekommt man den wohl düstersten BELPHEGOR-Song ever zu hören. Auch
“Discipline Through Punishment” ist solch’ ein Überhaschungslied. Mit teilweisen
deutschem Text, mit sehr derber Wortwahl. (Wer mein RAMMSTEIN hätten „heftige“
Texte, dann lache ich mal…) Der Song ist wohl fast schon „normaler“ Doom-Metal
mit brillanter Akustikklampfe und einer Wahnsinnsatmosphäre. Was mich verdutzt
ist die Tatsache, dass bei allem Aufwand und Detailverliebtheit nie der „Flow“
gestört wird. Zwar ist der Stoff komplexer als ältere Geschichten, aber auf
„Blood Magick Necromance“ gibt es auch Songs wie „Angeli Mortis De Profundis“
und das göttliche „Sado Messiah", wo der „Knüppel“ straight durchballert. Der
Rest des Albums kann da direkt aufschließen, superpräzise, wird da alles
zugeballert und dennoch klingt es durchdacht und nie chaotisch. Breitwand Black
Death Metal at it’s very best eben!
Die Produktion von Peter Tägtren klingt sehr groß und aufwändig, man kann nur
erahnen, was da am Sound der Drums etc. getrickst wurde. Ist mir ehrlich gesagt
aber piepe. Bands wie BELPHEGOR oder BEHEMOTH brauchen einfach eine solche
oberfette Produktion.
Ralf, 11 Punkte
Die Songs:
'Blood Magick Necromance' (2011, Album)
'Pestapokalypse VI' (2006, Album)
'Goatreich - Fleshcult' (2005, Album)
'Lucifer Incestus' (2003, Album)
'Infernal Live Orgasm' (2002, Live-Album)
'Necrodaemon Terrorsathan' (2000, Album)
Die Songs:
In Blood - Devour This Sanctity
Rise To Fall And Fall To Rise
Blood Magick Necromance
Discipline Through Punishment
Angeli Mortis De Profundis
Impaled Upon The Tongue Of Sathan
Possessed Burning Eyes 1997
Sado Messiah
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