B - Album


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Band: BEARDFISH
Titel: Sleeping in Traffic: Part One
Label: InsideOut Music
Homepage: http://www.beardfish.argh.se
Stil: Retro-Prog-Rock
VÖ:  18. Mai 2007
Spieldauer: 11 Tracks / 65:59 min.

 

Die Retro-Prog-Rocker BEARDFISH dürften eher weniger bekannt sein, deshalb gleich mal vorweg ein paar trockene Fakten: die Band stammt aus Schweden, besteht aus vier Mitgliedern und legt mit "Sleeping in Traffic: Part One" das erste offizielle Album vor. Soll aber nicht heißen, dass die Vier bislang nichts veröffentlicht haben, denn mit "Fran en plats du ej kan se..." (2003) und dem Doppel-Album "The Sane Day" (2006) kann man immerhin schon auf zwei eigenproduzierte Scheiben zurückblicken. Mit Insideout Music haben BEARDFISH aber zwischenzeitlich ein ordentliches Label an Land gezogen, und so kann der Weltruhm getrost kommen J. Könnte mit dieser Art Musik aber schwierig werden, denn einfach oder massenkompatibel ist diese eigenwillige, sehr oldschool-rockige Mucke beileibe nicht. Vielmehr würde ich BEARDFISH irgendwo einordnen zwischen den BEATLES, CAMEL, PINK FLOYD, ELOY und KING CRIMSON, womit man die Sache aber immer noch nicht hunderprozentig trifft. Jedenfalls gibt es eine Menge Retro-Parts, viel Psychedelic, gelegentlich Proggiges, aber auch Harmonisches à la BEATLES, die ganz bestimmt zu den großen Einflüssen der Jungs zählen. Verpackt wurde das alles in elf abwechslungsreiche Stücke, die mal etwas härter, dann wieder leise und zerbrechlich daher kommen. Für eigenwillige Farbtupfer sorgt ein Akkordeon (z. B. beim 12-minütigen "Roulette") und eine alte, eigentlich dauerpräsente Orgel, ansonsten dringt man auch mal in freakige Instrumental-Regionen vor ("The ungodly Slob") oder lässt es eher besinnlich angehen ("Afternoon Conversation", mit göttlichen Gitarren!). BEARDFISH klingen so, als wäre die Zeit in den Siebzigern stehen geblieben, und das, ohne aufgesetzt zu klingen, im Gegenteil: ihr Sounds hört sich verdammt authentisch an. Ich würde zwar nicht so weit gehen und "Sleeping in Traffic: Part One" als richtigen Knüller bezeichnen - dafür ist man nicht immer stimmig und einzigartig genug - aber nichtsdestotrotz gefallen mir die unkonventionellen, Prog-untypischen Stücke des Quartetts ganz gut und zeigen eine talentierte, ausbaufähige Formation, die mit dem nächsten Album bestimmt noch einen Zahn zulegen kann.

Joe, 9 Punkte

 

Die Songs:

 

1.   ...on the Verge of Sanity

2.   Sunrise

3.   Afternoon Conversation

4.   And never know

5.   Roulette

6.   Dark Poet

7.   Harmony

8.   The ungodly Slob

9.   Year of the Knife

10. Without you

11. Same old Song (Sunset)

 


 

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