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Biography / History |
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Autor: |
Helen Chase |
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Titel: |
Franz Ferdinand Von A - Z |
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Verlag: |
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Erstauflage: |
Februar 2009 |
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Umfang: |
192 Seiten |
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Preis: |
€ 19,90 |
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| Best.-Nr.: | ISBN 978-3-927638-44-0 |
Als ich einer Bekannten erzählte, ich würde in einem Buch
über FRANZ FERDINAND schmökern, war ihre erste Reaktion: „Oh mein Gott, sowas
hab ich ja mit 14 gelesen!“. Eine wenig erquickliche Reaktion, wie ich fand …
Aber nun ist ´Franz Ferdinand von A bis Z´ wohl kein Buch im eigentlichen Sinne,
denn die Autorin Helen Chase hat den Titel hier wörtlich genommen. Die 192
Seiten sind eher ein Lexikon geworden, in dem man so ziemlich alles von A wie Artwork, B wie Bauwerke über H wie History, I wie Inspirationen bis hin zu V wie
Videos und W wie Websites nachlesen kann.
Das beruhigte mich ungemein, denn nun wusste ich, dass das Werk nicht nur für
junge Mädchen gemacht ist, die oftmals mehr an der Lieblingsfarbe, der
Schuhgröße und dem Familienstand des Protagonisten interessiert sind … Ich schlug
das Buch nun optimistisch auf und sah als erstes ein Foto eines Werbeplakates,
auf dem steht: „What´s wrong with a little destruction?“ und lehnte mich noch
zuversichtlicher zum Lesen zurück …
Zugegeben, das Buch mit dem Kapitel Artwork zu beginnen, lässt einen zuerst
etwas stutzen. Es gibt dort eine kunsthistorische Kurzeinführung in den
Dadaismus, den Konstruktivismus und den Nihilismus. Was alles interessant ist,
es aber auf den ersten Seiten schwierig macht den Bogen zur Band herzustellen.
Hey, aber es geht hier um FRANZ FERDINAND! Warum soll nicht auch deren Buch
unkonventionell gestaltet sein?!? Und wenn das Alphabet nun mal bei A wie
Artwork beginnt … Unter anderem zwingt einen niemand wirklich bei Kapitel eins zu
starten! Es bleibt einem völlig unbenommen nicht vielleicht erst das Kapitel „History“
zu lesen, wo man erfährt wie die Jungs sich zusammenfanden. Sonst kann man noch
Einiges über die einzelnen Bandmitglieder und ihre Herkunft wie auch deren
Einstellung zu ihren Fans (und vice versa), gegenwärtige und vergangene
Proberäume, musikalische Einflüsse, vergangene Bands und momentane
Nebenprojekte, gegebene Konzerte, veranstaltete Tourneen, Pressestimmen,
Geschichten zu Plattenaufnahmen (es gibt ein Extrakapitel zum Album ´Tonight´,
nämlich „ Neues – Das dritte Album“), Songwriting und TV-Auftritte sowie über
deren Styling, gedrehte Videos und die jeweiligen Inspirationen dazu, sowie zu
offiziellen Websites erfahren. Weiter gibt es eine Auflistung aller Gigs und
Veröffentlichungen bis 2006, Tagebucheinträge der Musikanten und sämtliche
Lyrics. Fazit: eigentlich alles was das Herz begehrt!
Um ein Haar in der Suppe zu finden: Helen Chase hat beim Schreiben des Buches
mit den FRANZens zusammengearbeitet und somit kam eher ein Werk für Fans dabei
heraus. Da ist es klar, dass nicht groß an den vier Jungs rumgemäkelt wird. Es
wird deren Ethos geschildert, es gibt keine Skandale, Exzesse oder Ähnliches.
Ist also alles frei nach dem Motto: Love, Peace and Bananas. Aber wo nix ist,
kann auch nix geschrieben werden! Solls ja auch durchaus geben … Man kann der
Autorin vielleicht auch noch den Vorwurf machen (wenn man denn überhaupt
möchte), dass man an Kapitelnamen wie „Yeah Yeah Yeah!“ und „Zu guter Letzt –
Bildnachweise“ merkt, dass es nicht unbedingt einfach ist das Alphabet als roten
Faden zu nutzen. Aber wie gesagt, das nur für die Urgenauen unter uns! Denn die,
so habe ich die Leute reden hören, soll es ja nun auch hin und wieder mal geben …
Ich jedenfalls war vor dem Lesen, beim Lesen und nach dem Lesen Fan! Mir gefiel
es wirklich gut!!! Zu meinen favorisierten Kapiteln gehört das bereits erwähnte
„Artwork“ und „Songs und Songwriting“, indem über die einzelnen Lieder und deren
Entstehung berichtet wird. Sowas erfährt man ja eher selten und lässt einen alle
CDs noch mal rauskramen, um sie auf die jeweiligen Geschichten hin zu
überprüfen. Super sind auch die komplett durchgestylte Gestaltung des Buches und
die massenhaften Fotos, die mal vom Fachmann und mal aus Privatarchiven stammen.
Lebendig wird das Buch durch Interviews und Erzählungen der Combo. Die Anekdoten
sind teilweise so grandios, dass man wünschte, man wäre selbst dabei gewesen und
hätte sie auf die ein oder andere Party begleiten können.
Wer jetzt noch wissen möchte, warum die Jungs TV-Auftritte nicht wirklich mögen,
warum Sänger Alex Kapranos früher Huntley hieß, am Flughafen für einen
englischen Spion gehalten wurde, seinerzeit die Hochzeit von Bandkollegen Nick
McCarthy verpasste und auf welcher FF-Platte eine versteckte Message ist, wenn
man sie rückwärts hört … Den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen und ihn
an den nächsten Buchladen seines Vertrauens verweisen, damit er sich ein
Exemplar dieses Spitzenwerkes sichern kann. Es lohnt sich! Definitiv!! Nicht nur
für Fans!!!
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