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WAY OF DARKNESS FESTIVAL II- Bamberg, Alte Posthallen – 05./06.10.2007 |
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Nach dem Sommer
Open-Air Massaker mit den dazugehörigen Wetterkapriolen, gab es für die
Hartgesottenen noch ein Nachschlag in Form des Way Of Darkness Festivals. Zum
Glück jedoch brauchte bei diesem Indoor-Festival weder den Besuchern, noch den
Veranstaltern wettertechnisch Angst und Bange zu sein.
Das erst zum zweiten Mal stattfindende Festival im schönen Oberfranken konnte dieses Jahr mit zahlreichen hochkarätigen Bands aufwarten und so zu bereits etablierten Festivals aufschließen. Bei Bands wie DISMEMBER, UNLEASHED und NAGLFAR ließen wir uns auch nicht lange bitten – also ab ins Frankenland!!
Freitag, 05.10.2007
Auf Grund der langen Anfahrt, verpasste ich leider die ersten Bands und auch von GORILLA MONSOON bekam ich nur noch die letzten 2 Songs mit. Doch auch hier zeigte sich wieder die Qualität der sympathischen Sachsen, die mit ihrem rockigen Doom Metal doch so einige im Publikum mitreißen konnten.
Nicht nur der obligatorische Schädel am Mirko, sondern auch die lustigen Ansagen machen die Hellrock Inc. immer wieder sehenswert! Und wer deren bisher einzigen Longplayer noch nicht kennt, sollte unbedingt den „Damage King“ anchecken!!
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Der restliche Abend sollte nun ganz im Zeichen des Death Metals stehen. Den Anfang dabei machten die Herren von DISBELIEF. Gekonnt wie immer „navigierte“ Frontmann Jagger mit seiner extremen Stimme durch die Set-List, bei der das Hauptaugenmerk auf der aktuellen Scheibe lag. Natürlich kamen jedoch auch „Hits“ wie „Rewind It All“ nicht zu kurz. Diese Band braucht nicht viele Worte, die Soundwand und das extreme Gebrüll muss man einfach auf sich wirken lassen und kommt live nochmals um einiges intensiver ’rüber als auf Konserve. Klasse Band, klasse Auftritt!
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Nach dem intensiven und ernsten Auftritt von DISBELIEF wurde es nun wieder partytauglich. Die eierlosen Nutten aus Dänemark spielten auf!! Mr. Bo Summer hatte mal wieder nicht zu knapp ins Glas geschaut und dementsprechend kam man wieder in den Genuss von sinnfreiem Gebrabbel in gebrochenem Deutsch. Bei ILLDISPOSED zwar nichts neues, aber immer wieder unterhaltsam! Musikalisch gab es ebenfalls voll auf die Zwölf bei klarem Sound. Das Publikum belohnte die Band dafür mit einer ordentlichen Portion fliegender Haare und einem feinen Moshpit. Die Stimmung war nun angeheizt genug für den heißersehnten Headliner des heutigen Abends…
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…UNLEASHED!!! Vom ersten Moment an, als Johnny Hedlund die Bühne betrat gab es kein Halten mehr. Die Band wurde gnadenlos abgefeiert und konnte die Stimmung problemlos aufrechterhalten. Johnny nimmt man einfach den Wikinger ab und kann das Publikum durch zu prosten und „Warriors“-Gebrüll nach vorne peitschen und hat sichtlich Spass bei der Sache. Wenn man dazu noch solch geniale Old-School Death Metal Hammer in der Hinterhand kann wirklich gar nichts mehr schief gehen. So wurden neben bekannten Klassiker wie „Into Glory Ride“ und dem obligatorischen „Before The Creation Of Time“ natürlich auch einige Songs vom aktuellen Midvinterblot Album zum Besten gegeben. Den Fans war eh egal, welcher Song gerade kam, jeder einzelne Song wurde bejubelt und nicht zu knapp mit jeglichen Alkoholika „begossen“. Ein mehr als würdiger Headliner!!! Jetzt hieß es ab ins Party-Zelt!!!
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Samstag, 06.10.2007
Der durchzechten Nacht vielen leider die ersten vier
Bands zum Opfer, so dass ich erst wieder zu A.O.K. auf der Matte stand.
Und um ehrlich zu sein bereute ich es schon wieder nach wenigen Minuten nicht
noch länger im Auto verweilt zu sein: Kann man A.O.K auf CD noch eine gewisse
lustige Note absprechen, so sind sie live einfach unnötig!! Vor allem wenn man
die Texte gleich Null versteht, denn musikalisch können die Herren mit ihrem „Nothingcore“
nicht einmal auf CD einen Blumentopf gewinnen. Auch (oder erst recht nicht)
können
mich nackte Männer und Salatblätter die durch die Ritze
gezogen werden zu einem Lächeln bewegen! Viele werden mir hier wiedersprechen,
da es doch auch eine stattliche Anzahl von Leuten gab, die mir unverständlicher
Weise die Band abfeierten und eine kleine Party vor der Bühne veranstalteten.
Ich für meinen Teil frage mich trotzdem: Wer braucht so einen Müll?
Doch es wurde nicht unbedingt besser, als nächstes sollten die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS die Lachmuskeln des Publikums beanspruchen. Aber leider fehlt mir wohl einfach das Verständnis für solche Kombos. Mag der erste Output der Formation noch einigermaßen witzig und kultig gewesen sein, so waren die letzten zwei Auswürfe bereits ziemlich überflüssig. Live lässt sich das Material meiner Meinung jedoch erst recht nicht rüberbringen!!
Irgendwann riss mir endgültig der Geduldsfaden und so war der Bierstand um einiges verlockender!
Stumpf ist Trumpf Part III: ROMPEPROP waren an der Reihe. Trotzdem waren die Holländer um einiges unterhaltsamer als ihre zwei Vorgänger! Im Prinzip gab’s hier jedoch auch musikalische Minimalversorgung, die grenzdebilen Ansagen und Songtiteln retten jedoch über dies hinweg und das Gesamtpaket stimmt bei der Band einfach. Und so wurde kräftig zu Titeln wie "Vaginal Luftwaffe" abgefeiert – kurzweiliger, unterhaltsamer Auftritt!!
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Spandex-Hose, versiffte Turnschuhe, ein Sänger eingepackt in Nieten und Pratonengurt – es wurde Zeit für eine Portion Old-School Thrash Metal aus dem Hause DELIRIUM TREMENS. Die Localheroes hatten leichtes Spiel und Dank guten Songs und genügend Klischess (inklusive aufgespießtem Schweinekopf!) herrschte eine gute Stimmung vor und auf der Bühne. So muss Thrash Metal sein – super!!!
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Die anwesenden Freunde der extremen Kunst warteten nun alle gespannt auf die nächste Band: PROSTITUTE DISFIGUREMENT. Leider jedoch vergeblich: ein Gitarrist hatte sich verletzt und so musste die Band leider den Auftritt absagen. Als Ersatz konnte auf die schnelle TYR gebucht werden. Für die Anwesenden die auf den Auftritt der Holländer warteten, war dies natürlich eine herbe Enttäuschung – für mich auch, da ich mit diesem ganzen Pagan/Viking blabla Metal absolut nichts anfangen kann!! Aber trotzdem ein Lob an die Veranstalter, dass auf die schnelle eine eingermaßen etablierte Band verpflichtet werden konnte. Objektiv gesehen lieferten die Jungs auch eine gute Show ab, und schafften es das Publikum mitzureißen. Wie jedoch erwähnt: not my cup of tea. So mit zog ich den Tee...äh Bierstand vor!
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Nach dem kurzen Ausflug in seichtere Gefilde sollte es nun wieder die volle Dröhnung geben. Ulm’s finest FLESHCRAWL legten los und wie! Von Anfang an gaben die 5 Schwaben Vollgas und so feierte das Publikum zu Songs wie „Flesh Bloody Flesh“, „Soulskinner“ oder auch Songs vom aktuellen „Structures Of Death“ Album. Starker Auftritt, nur dieses Mal leider ohne Carnage Cover!
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Nun folgte der heimliche Headliner des Festivals: DISMEMBER!!! Was soll man noch über diese Band schreiben?! DISMEMBER sind für jedes Festival ein Gewinn: Die Band hat Tonnen von geilen Songs in der Tasche, Spass bei der Sache und ist in der Lage das Publikum mitzureißen. Und so gab es auch diesen Abend wieder STOCKHOLM DEATH METAL at its best! War das Publikum bei den ersten ein, zwei Songs noch etwas verhaltender, wurde danach jeder Song abgefeiert – zu Recht!! Die Band war super drauf, hatte sichtlich Spass am Spielen und so stachelten sich Publikum und Band noch weiter gegenseitig an; mit Songs wie Misanthropic, Skin Her Alive oder On Frozen Fields gibt es jedoch auch gar keine andere Wahl.
Für mich ganz klar wieder einmal die absolut beste Band des Festivals.
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Nach DISMEMBER war klar, dass NAGLFAR zuerst einen schweren Stand haben würden. Und so brauchte es auch einige Zeit bis sie das Publikum im Griff hatten und mehr als nur Höflichkeitsapplaus ernteten. Was meiner Meinung nach jedoch auch an Sänger Kristoffer Olivius liegt: er kommt für meinen Geschmack einfach zu arrogant und pseudo-böse ’rüber um wirklich mitreißen zu können! So bleibt neben der musikalischen Glanzleistung ein fader Beigeschmack, den auch Gastsänger Azathoth (Ex-DARK FORTRESS) nicht beseitigen konnte!
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Fazit:
Die zwei Tage in Bamberg vergingen mal wieder wie im Flug, zurück bleibt ein mehr als positiver Eindruck! Lockere Security, günstige Getränkepreise (0,5l Bier/Cola 2 €, 0,5l Wasser 1€), super Bandauswahl, ein Party-Zelt (einziger Wermutstropfen: schon um 3 Uhr musste Schluss sein), passende Location - also alles was das Herz begehrt!! Auf ein Neues im nächsten Jahr!!!
Bericht + Photos: Markus Grasseck
Layout: Hage
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