VADER, DERANGED, ARKHON INFAUSTUS,
ARISE, LUNATIC DICTATOR

Münster-Breitefeld, Live-Arena 25.04.2003


Ein Konzert von VADER kann doch gar nicht schlecht sein, oder? Genau dies war auch der Grund, erneut in die coole Live-Arena zu pilgern, um das mit DERANGED, ARISE und ARKHON INFAUSTUS angereicherte, recht derbe Knüppelpackage zu bestaunen. Leider war es bis ca. 22 Uhr recht leer im Saal, so dass erst ab der vorletzten Band ein wenig Leben in die Bude kam. Schade, denn gerade die Vorbands konnten absolut Überzeugen!

 

Setlist
LUNATIC DICTATOR:

 

War

Prophecy

Sceleton Dance

Forgotten Words

God

Call Of The Dead

Hatred

Remember The Fallen

Reborn

Silent Dreams

Until Death

 

Als erstes gaben sich die lokal ansässigen Thrash/Death Metaller LUNATIC DICTATOR die Ehre, die an diesem Abend als Special Guest den Reigen angemessen eröffneten. Ich hatte die Band knapp sechs Wochen zuvor schon einmal in der Live Arena gesehen und mich bereits vom ordnungsgemäßen Zustand der Musik und der neunundvierzig Riffs überzeugen können. Die Band zog auch an diesem Abend wieder mächtig was vom Leder und präsentierte neben älteren Material mit „God“ und „Silent Sceams“ schon mal zwei Stücke ihres neuen Albums, welches im Juni erscheinen soll. Vielleicht wollte sich das anwesende Publikum seine Energie lieber für die Hauptacts sparen oder musste sich erst mal etwas warm trinken, denn obwohl sich die Halle bis dahin schon mit ca. knapp Hundert Leuten gefüllt hatte, verfolgten vor der Bühne nur eins, zwei Handvoll Hartgesottener das Spektakel und feierten die Band ab. Trotzdem lieferten LUNATIC DICTATOR eine geile Show, bevor sie sich nach einer guten halben Stunde schon wieder verabschiedeten. (Thomas)
Homepage: www.lunaticdictator.com
 

Als ARISE auf die Bühne kamen trottete ich auch wieder nach vorne, um mir alles aus nächster Nähe an zu sehen. Was dann kam, war einfach nur laut, schnell, straight und heftig. ARISE begannen ihr Set mit „Strangled Love“ dem Opener ihrer neuen Scheibe "Kings Of The Cloned Generation" gefolgt von „And The Truth Is Lies“ und „Within“ vom Debütalbum "The Godly Work Of Art". Vom ersten Ton an ging’s ohne Beschleunigungsspur gleich Vollgas zur Sache und ARISE schmetterten im 4/4 Takt ein Killergeschoss nach dem anderen von der Bühne. Was neues gab’s dann wieder mit „Another World To Consume“, welches „Cellbound“ vom Erstling nach sich zog. Das meiner Meinung nach viel zu kurze Gastspiel der Schweden wurde dann mit dem Titelstück ihrer neuen CD „Kings Of A Cloned Generation“ nach leider nur sechs Nummern beendet. Schade, denn von dem Kaliber hätt ich mir gerne noch ein Paar Kugeln eingefangen. Ich hatte zumindest noch auf das METALLICA Cover „Motorbreath“ als Zugabe gehofft. Sind ARISE auf Konserve schon der Hammer, so entfaltet sich live erst ihre wahre Gewalt. Für mich waren sie auf jeden Fall das Highlight des Abends (obwohl VADER natürlich auch mächtig abgeräumt haben) und ich hoffe, sie spielen bald mal wieder in der Nähe. Auf ihrer momentanen Tour mit Vader sind nur zwei Gigs in Deutschland geplant. Wer aber am 22.05. nach Andernach fährt, sollte auf jeden Fall früh genug da sein, um sich ARISE zu geben. (Thomas)
Homepage: www.ariseonline.com

 

Setlist ARISE:

 

Strangled Love

And The Truth Is Lies

Within

Another World To Consum

Cellbound

Kings Of A Cloned Generation

ARKHON INFAUSTUS hatten einen ganz schweren Stand, das war klar. ARISE hatten die Messlatte mit Ihrer gnadenlosen Thrash/Death-Keule verdammt hoch gelegt. Doch ich war zuversichtlich, denn Ihr letztes Werk "Filth catalyst" hatte mich schwer beeindruckt. Mit Latex/Lack-Outfits betraten die Franzosen die Bühne und hatten leider an diesem Abend den schlechtesten Sound von allen. Es fiel schwer, die ultraschnellen und brutalen Salven einigermaßen auseinanderzuhalten, denn in dem Soundbrei ging irgendwie alles unter. Man hörte nur Gesang und Schlagzeug, die Gitarren musste man Leider erraten... Es wollte vielleicht auch deshalb der Funke auf das Publikum nicht überspringen. Total daneben fand ich aber, dass ARKHON INFAUSTUS in den Zwischenpausen Ihrer Tracks ständig die Gitarren aufheulen ließen, was mir spätestens nach dem dritten Lied ziemlich auf den Sack ging. Schade, ich hätte mir echt mehr versprochen - aber dieser Drummer... Mit das schnellste, was ich jemals gesehen habe! Wirklich fit, der Bursche! (Olly)
Homepage: http://evilness.com/arkhon666

 

Auch wenn mich viele hierfür wahrscheinlich auslachen - DERANGED´s aktuelles Werk "Plainfield cemetary" gehörte für mich zu den absoluten Highlights 2002. Zwar haben die Schweden schon mehrere ordentlich Alben abgeliefert, doch das war ihr Meisterstück. Live erhoffte ich mir allerdings nicht so viel, da ich die Band schonmal in Wacken gesehen hatte und dort fand ich sie nur durchschnitt. Ohne groß zu Fackeln polterten der flotte Dreier drauf los, was das Zeug hielt. Anfangs meinten es die Mischer mit den Gitarren wohl etwas zu gut, denn diese waren viel zu laut. Erst ab dem dritten Track "God is dead" wurde es angenehmer und der Sound sogar richtig geil. Doch als gegen Ende des vierten Tracks plötzlich keine Bass-Drums mehr zu hören waren, war das nicht etwa ein Fehler der Mischer. Nein, es war wirklich eine Bass-Drum kaputt gegangen. So ein Mist, denn das bedeutete gleichzeitig das Ende vom DERANGED-Gig. Gerade mal zehn Minuten hatte somit der Auftritt gedauert. DERANGED konnten einem somit nur Leid tun, denn sie hatten sich wirklich ins Zeug gelegt und so einen Zwischenfalls wünscht man nun wirklich keinen. (Olly)
Homepage: http://surf.to/deranged
 

Setlist VADER:

Xefer
Carnal
Epitaph
Cold demons
The nomad
Silent empire
Torch of war (?)
Breath of centuries
Wings
Black to the blind
Revelations of Black Moses
Reign forever world
Sothis
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Raining blood (SLAYER)

Nach einer nahezu ewigen Umbaupause (länger als eine Stunde!) durfte dann Polen´s Aushängeschild in Sachen Death Metal ran. VADER hatte mich mit Ihrer letzten Scheibe "Revelations" doch ein wenig enttäuscht, da diese "nur" gut war und nicht eben überragend, so wie man es sonst von Peter & Co. gewohnt war. Doch Live sind sie einfach eine Macht, was sie auch an diesem Abend deutlich unter Beweis gestellt hatten. Mit dem coolen Doublebass-Kracher 'Xefer' eröffneten sie die Tracklist, welche alle Epochen ihrer Karriere abdeckte. Der Sound war auch hier am Anfang ein wenig undifferenziert, doch das legte sich auch schon bald, so dass aus den Boxen ein richtig fetter Death Metal-Bastard schallte. Mit gefielen Live auch die neuen Stücke wesentlich besser als auf CD, da merkt man halt, dass VADER eine astreine Live-Band sind. Überkracher wie 'Silent empire', 'Wings' oder 'Carnal' durften genauso wenig fehlen, wie der "Ultimate incantation"-Klassiker 'Breath of centuries'. Vor allem Drummer Doc dürfte bei vielen Anwesenden mal wieder für einen offenen Mund gesorgt haben, so schnell und präzise bearbeitete er sein Kitt. Bei Simon, der ja erst seit "Revelations" zum Line-Up gehört,  meinte man, er wäre schon immer mit dabei. Er passt wirklich hervorragend zur Band, was man auch beim recht aktiven Stageacting merkte. Als nach dem regulären Set VADER nochmal die Bühne betraten, um in einer phänomenalen Version SLAYER´s 'Raining blood' zu zelebrieren, fühlte ich mich in meiner Vermutung bestätigt - VADER können Live gar nicht schlecht sein! (Olly)
Homepage: www.vader.pl
 

 

Layout: Olly

Bilder: Thomas

 


 

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