|
|
UP FROM THE GROUND - OPEN AIR 2006 |
|---|

Das neben dem PARTY.SAN coolste Underground-Festival der Saison lud Ende August einmal mehr nach Gemünden und deutlich mehr Fans (insgesamt ca.5000!!!) als im Vorjahr folgten der Einladung. Es war schon begeisternd, wie voll und friedlich es war, auch trotz des absolut bescheidenen Wetters. Denn leider hatten die Veranstalter mit dem Pech zu kämpfen, daß es zumindest am Freitag nahezu den kompletten Mittag und frühen Abend pisste, was natürlich für eine absolute Schlammschlacht sorgte! Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen war die Stimmung umso ausgelassener und einem einmal mehr tollen Wochenende stand gar nichts im Wege. (Hage)
FREITAG, 25.08.2006
TOURETTES SYNDROME hatten wir leider alle verpaßt, darum direkt weiter im Text... Auf OBSCURA, eine Band, die im Frühjahr quasi aus dem Nichts in der Szene auftauchte und von Vorne weg gleich einen Supportplatz für die SUFFOCATION Europatour bekam, war ich doch sehr gespannt, da die Herren schon von Anfang an mit Lorbeeren überhäuft wurden. Zu recht? Nun ja, schlecht waren sie nicht, an ihren Instrumenten sogar ziemlich gut, aber alles in Allem totlangweilig. Die selbsternannte Death Metal Hofffnung Deutschlands – Who the fuck sind denn SINNERS'S BLEED, INGURGITATING OBLIVION, vor allem DEADBORN, etc. ??? - wusste mich mit ihrem Gebretter irgendwo zwischen GORGUTS und DEATH vor allem dadurch zum Gähnen zu bringen, dass trotz Gefrickel und technischen Kabinettstückchen den Songs zum einen der berühmte rote Faden fehlte und zum anderen alles irgendwie gesichtslos, wie schon einmal gehört in die Hirnwindungen drang. Wie es anders und vor allem viel besser geht sollten die New Yorker Death Metal Götter SUFFOCATION später am Abend trotz Handikap beweisen... (Lobi)
Dank etwas verspätetem Eintreffen waren die Erlangener DRYROT für mich die erste Band des 6. UFTG. Für mich jedoch gleich ein kompletter Reinfall: mehr als „Hüpf, Hüpf, Langeweile“ kam leider nicht ’rüber. Der Neo-Thrash mit vielen Machine Head Anleihen konnte mich und wohl den Grossteil des restlichen Publikums nicht überzeugen. Trotzdem wirkte die Band motiviert und lieferte objektiv keine schlechte Show ab – jedoch definitiv nicht mein Fall!! (Markus)
![]() |
![]() |
Auf dem Weg zurück zur Bühne um JACK SLATER ein weiteres Mal die Ehre zu erweisen lief mir der Hacky von den Metal Warriors Ludwigshafen mit den Worten „Ach, die waren auch schon mal witziger“ über den Weg – und er behielt recht! Was war den los, Jungs? Habt ihr mit den Haaren Eures Sängers auch Eure Spielfreude verloren???
Ich hatte mich wirklich mal wieder sehr auf JACK SLATER gefreut, die neben lupenreinen Death Metal Geschossen wie „Jack in the Box“ auch immer eine witzige Show ablieferten – nur heute war irgendwie der Wurm drin. Bieder und irgendwie mit angezogener Handbremse wurde das Set heruntergeholzt, aber Stimmung kam irgendwie keine auf. Keine Frage, die Songs der „Metzgore“ CD sind erstklassige Kracher, aber JACK SLATER ohne das typische Entertainment ist live schon irgendwie enttäuschend, zumindest für mich. Nach zwei, drei Trauerbier war die Sache dann aber vergessen und ich freute mich wie kein Zweiter auf meine Götter SUFFOCATION. (Lobi)
Mit HIDDEN IN THE FOG war nun eine der wenigen BM Bands auf dem Billing an der Reihe. Der atmosphärische BM, der mich stellenweise an EMPERORs „Prometheus“ Album erinnerte, konnte zur Mittagszeit absolut nicht zünden, die Song waren zu ausufernd, zu kompliziert und dank des Sonnenscheins konnte auch keine richtige Atmosphäre aufkommen. Solch eine Band kommt in einem kleinen Live-Club wahrscheinlich wesentlich besser rüber, als auf einer Festivalbühne!! (Markus)
Nach dem komplizierten Black Metal der Magdeburger folgte ein schnörkeloses Brutal Death Metal Breet aus Berlin: HARMONY DIES hatten die Bühne geentert. Das Quintett lieferte eine solide Show ab und hatte dabei offensichtlich eine Menge Spass. Was nicht zuletzt durch die missglückte Kletteraktion (kam erst nach dem Auftritt mit Hilfe eines Securitys wieder vom vorher erklommenen Masten am Bühnenrand) von Sänger Chris unterstrichen wurde – Cool!! (Markus)
![]() |
![]() |
Gegen 16.45 Uhr standen dann CRIMINAL auf der Bühne und praktizierten sauberen chilenischen Thrash Metal. Überraschenderweise fand sich nicht nur hinterm Drumkit sondern auch am Bass ein Ex-Mitglied von EXTREME NOISE TERROR (Zumindest von dem, was sich heute so nennt... - Lobi) wieder und beide gaben ihr Bestes. Neben mehr oder minder bekannten Songs stellte die Combo um den mittlerweile in Deutschland lebenden Anton Reisenegger (Ex-PENTAGRAM (Chile) und dafür heilig gesprochen!!! – Lobi), ihre neuste Scheibe „Sicario“ vor und animierten mit einwandfreiem, schnellem Thrash das Publikum zum bangen und moshen, was zumindest die ersten Reihen praktizierten. (Mary)
HEARSE hatten dann die Arschkarte gezogen, da es bei ihnen am stärksten pißte. Allerdings war die Performance von Ex-ARCH ENEMY-Fronter Johan Liiva & Co. aber auch so nicht gerade prickelnd. Nett, mehr leider nicht. (Hage)
![]() |
![]() |
![]() |
Die Tulpenschlächter von GOD DETHRONED boten dann bei schwächer werdendem Regen genau das, was die dennoch zahlreichen Fans forderten: Hötte, Hötte, Hötte immer voll auffe Glocke! So wurden Hits der Marke ’Boiling Blood’, ’The Art Of Immolation’ oder ’Villa Campiria’ zurecht frenetisch bejubelt und Master-Glatze Henri konnte glücklich von dannen stapfen! (Hage)
![]() |
Setlist GOD DETHRONED: Nihilism Boiling Blood The Warcult Soul Sweeper The Art Of Immolation Villa Vampiria Hating Life Sigma Enigma The Serpent King |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Nach GOD DETHRONED kam mit LEGION OF THE DAMNED gleich die 2. Band aus dem Land der Tulpen hinterher. Auf CD können mich die Ex-OCCULTer absolut nicht überzeugen, live hingegen kommt das einfache, manchmal stumpfe Material wirklich knallhart ’rüber und reißt einfach mit!! Nicht zuletzt liegt das natürlich an der sehr agilen Frontsau Maurice. Die Songs sind einfach geschaffen für Live-Auftritte, gehen sofort nach vorne los und das rhythmische Bangen klappt auch noch mit 3 Promille! Ergo, den meisten hat’s gefallen, mir auch. Jetzt müssen die Jungs nur diese Aggression und Spielfreude auf den nächsten Longplayer übertragen! (Markus)
![]() |
![]() |
![]() |
Nach einer Umbau-Bierhol-Verschnauf-Pause kamen
die sechs Finnen von KORPIKLAANI fahneschwenkend auf die Bühne und
begeisterten das Publikum mit heiterem finnischem Folk-Metal der anfänglich zum
Hüpfen animierte und mich an eine Mischung aus FINNTROLL und ELÄKELÄISET
erinnerte. Amüsant und ansehnlich waren die sechs Wikingergestallten hinter
ihren Instrumenten (u.a. Violine und Quetschkomode) allemal, auch gegen den
Sound hatte ich nichts einzuwenden, aber nach dem vierten Lied im Polkarythmus
wurden sie mir zu langweilig und ich erfreute mich nur noch an der guten
Stimmung die
KORPIKLAANI im hüpfenden, aus Hörnern trinkenden Publikum
verbreitete. Für Fans von finnischem Humpa-Metal mit eindrucksvollen Wikingern
hinter nicht all zu häufig im Metalgenre verwendeten Instrumenten war dies
sicherlich ein toller Auftritt. (Mary)
Was auch immer die Musikwelt an KORPIKLAANI findet, es müssen unzählige wissende Gläubige anwesend gewesen sein. Anders ist nicht zu erklären, daß die nordischen Spelunken-Schunkel-Metaller unglaublich abgefeiert wurden und die Scheiß-auf-den-Schlamm-Party sich deutlich dem Climax näherte! (Hage)
„Scheiß auf den Rest, wir haben den Headliner des Festivals gesehen!“ – Diese Aussage eines Kumpels kann ich eigentlich nur unterschreiben. SUFFOCATION kamen, spielten nur mit einer Klampfe (Gitarrero 2 hat anscheinend den Paß verloren) und einem verletztermaßen sitzenden Basser, und regierten dennoch die Mega-Party komplett! Ihr technischer Brutalo-Death läuft mir bei den letzten Platten nicht mehr so richtig rein, kommt live aber dermaßen großartig, Kinnlade-vermöbelnd und höllisch groovend daher, daß mir die Worte fehlten. ’Catatonia’ und ’Pierced From Within’ gaben dem besudelten Mob den Rest...KILLER! (Hage)
Wie schon im Vorfeld bekannt wurde, traten die US Death Metal Götter SUFFOCATION dieses Mal nur zu dreieinhalbst an, da Terrence Hobbs (Git.) am Flughafen wohl die Papiere gestohlen wurden und Bassist Derek Boyer sich das Bein, übrigens am 06.06.06, gebrochen hatte. Letzterer absolvierte den Gig und natürlich die dazugehörige Tour dennoch mit Gipsbein, in typischer Gitarrenhaltung auf einem Hocker sitzend. Tja, aber wer dachte, die Götter würden sich von solch profanen Kleinigkeiten aufhalten lassen, wurde an diesem Abend eines Besseren belehrt: SUFFOCATION killten!
Ausgestattet mit einem Monstersound walzten die New Yorker trotz nur einer Gitarre ALLES platt und selbst Nicht-Fans mussten danach zugeben: Das war einfach nur FETT!!! Geboten wurde natürlich ein feiner Querschnitt an Songs aller Releases, wobei natürlich Killer wie „Catatonia“, „Funeral Inception, „Liege of Inveracity“, „Breeding the Spawn“, „Infecting the Crypts“ und „Pierced from within“ ihr Ziel keineswegs verfehlten und angefeuert durch Übershouter Frank Mullen das Publikum zu höchsten Moshleistungen trieb. KILLER! Ich habe SUFFOCATION die letzten zwei, drei Jahre sehr oft live gesehen, doch selten waren sie so genial und einfach überwältigend wie an diesem Abend! Abschließend stellte sich die Frage: Wer will da noch mithalten können? OBITUARY konnten es erwartungsgemäß nicht... (Lobi)
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Nun, was sollen OBITUARY da noch dagegenhalten? Ganz klar: Groove, Groove, Höllengroove und massig Mördertracks! Nach dem obligatorischen ’Redneck Stomp’ zeigte Floridas Death-Bollwerk einmal mehr, wo der Frosch die Locken hat und auch wenn ich noch etliche alte Klassiker vermißt habe, waren die Tardys und ihr Gefolge dennoch neben SUFFOCATION definitiv der würdige Headliner...zumal, wenn man als Zuckerl am Ende noch einen Jahrhundertsong wie ’Slowly We Rot’ aus dem Zylinder zaubern kann. Fuck da Rain, fuck da Schlamm...LANG LEBE DER TODESMÖRTEL!!! (Hage)
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
Freitag |
|
|
Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine Webmaster: info@ancientspirit.de
|
|