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Up From The Ground Festival 2004 27. + 28.08.04 - Gemünden / Steinwiesen |
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Freitag 27.08.04 - Gemünden / Steinwiesen |


Bereits zum achten Mal findet in Gemünden das UP FROM THE GROUND statt. Zum zweiten Mal als 2-Tages Festival. War schon das letztjährige Billing sehr hochkarätig (u.A. PUNGENT STENCH, ILLDISPOSED, END OF GREEN), so haben die Veranstalter Heiko & Jörg (beide auch bei FINAL BREATH) sich diesmal mit den Verpflichtung von KATAKLYSM, NAGLFAR und MALEVOLENT CREATION (Exklusiver Festival-Gig !!!) selbst übertroffen. So wurde wohl auch in Sachen Besucherzahlen an die absolute Schmerzgrenze gegangen, denn nachdem schon 1.000 Besucher letztes Jahr vor Ort waren, so kamen diesmal schätzungsweise fast 3.000 Headbanger. Trotz der Tatsache, dass wir vom Ancient Spirit zu zweit in Gemünden hausten, verpassten wir beide die Auftritte von THE CRESTFALLEN, CRYPTIC WINTERMOON, GORIALLA MONSOON, GUERILLA & BLO.TORCH, weshalb Ihr von diesen Bands auch keine Berichte finden werdet. Sorry. Dafür gibt es aber von den übrigen 20 Bands unseren Senf...
- DAVIDIAN -
Als wir endlich vor der Bühne ankamen, hatten die Schwabenthrasher DAVIDIAN
leider schon begonnen. Aber egal, denn der Rest des Gigs war wie immer
erstklassig. Modernere, groovige Riffsalven knallten Hand in Hand mit eher old
schooligem Geknüppel aus den Boxen, dazu Chris’ Gebrüll und fertig ist eine
äußerst gediegene halbe Stunde Thrash Metal vom Feinsten. Leider ließen sich nur
die ersten Reihen zum Moshen animieren, die anderen, schon recht vielen
Anwesenden beschäftigten sich nebenher scheinbar eher mit dem Vernichten
alkoholhaltiger Flüssigkeiten. Schade eigentlich, aber DAVIDIAN waren
dennoch spitze, da sollten noch viele Thrasher mehr mal ein Öhrchen riskieren….
(Phil)
- SCHISTOSOMA -
Darmschistosomose (Darmbilharzose) auf Festivals: Erreger hauptsächlich
SCHISTOSOMA mansoni und Schistosoma japonicum (selten audio-rektale
Veränderungen durch das Sideprojekt Schistosoma haematobium). Inkubation: 20-30
min Livemusik bei erhöhtem Schalldruckpegel (akute Phase), Monate bis Jahre (bei
chronischem Tonträgerkonsum). Initialer Infektionsverlauf selten klinisch
manifest, meist latent oder subklinisch. In chronischer Phase fast
ausschlieslich Dickdarmveränderungen mit Hyperämien, granulamatösen Knötchen,
Papillomen, Ulzerationen, Blutungen und zunehmender Fibrose; auch Bauchschmerzen
und blutige Diarrhoe. (Aha?!? - Phil) (Gastreview: Sailer)
- RUNAMOK -
Bei RUNAMOK anschließend war sehr viel weniger los als bei deren Vorgängern DAVIDIAN. An der Musik kann’s sicher nicht gelegen haben, denn die Jungs klingen mit ihrem melodiösen Speed Metal ordentlich nach älteren METALLICA, was eigentlich so manchem Metalhead gut reinlaufen müsste. Abgesehen davon, dass ich die Vorliebe für die Amerikaner überhaupt nicht nachvollziehen bzw. teilen kann und mir somit RUNAMOK auch nicht sonderlich zusagten, liefert die Junge Band einen sauberen Gig ab. Da fand ich es schon etwas schade, dass sich nur wenige wirklich mitreißen ließen. (Phil)
- DEW-SCENTED -
Den für mich persönlichen Auftakt machten DEW-SCENTED, denn die
vorherigen Bands habe ich leider alle verpasst. Da mir die Live-Qualitäten der
Band bewusst waren, konnte ich mir genüsslich den Set anschauen. Thrash or be
thrashed, heißt hier die Devise und die Jungs ließen nichts anbrennen. Die mit
kräftigem SLAYER-Anschlag versehene Mucke war genau das richtigen für´s Publikum
und so hatten es DEW-SCENTED nicht schwer, ordentlich abzuräumen. Zwar klingen
mir ehrlich gesagt manche Tracks doch zu ähnlich, aber vor allem die tightness
konnte mich richtig überzeugen. So konnte es doch weitergehen! (Olly)
- DISBELIEF -
Da ich die sympathischen Hessen in den letzten Monaten schon öfters gesehen
habe, schaute ich nur mit einem Auge auf die Bühne (das andere war in Richtung
Bierstand verankert :-) ). Denn sobald das Intro 'The Beginning Of Doubt' (vom
aktuellen Killerwerk 'Spreading The Rage') vom Band erklingt, war die Welt schon
in Ordnung. Mit dem monströsen und unheimlich kraftvollen Opener "To The Sky"
war dann auch gleich die Meute auf der Seite von DISBELIEF. Der komplette Gig
lief dann wie von selbst, denn die Energie der Band wurde auf´s Publikum
übertragen und bei Songs wie 'Ethic Instinct', 'Spreading The Rage' oder der
abschließende Death-Stampfer 'God? Master!' kann ja eigentlich auch gar nichts
anbrennen. Well Done. (Olly)
- AGATHODAIMON -
Auf Scheibe sind die Mainzer immer eine feste Institution, das haben sie auch wieder bei Ihrem neuesten Werk "Serpent´s Embrace" bewiesen. Live jedoch schwanken die Leistung desöfteren mal. Doch heute zeigten AGATHODAIMON sich von ihrer besseren Seite. Mit einer doch ziemlich coolen Setlist läuteten sie mit 'Ne Cheama Pamintul' (vom "A Higher Art of Rebellion"-Album) die gut dreiviertelstündige Vorstellung ein. Hauptaugenmerk waren natürlich die letzten beiden Alben, die Tracks kamen live auch sehr gut rüber. In Punkto Stageacting blieben eigentlich keine Wünsche offen. Frontman Akaias schafft es immer wieder, die Augen auf sich zu ziehen und machte einen guten Job. Mit 'Tristetea Vehementa' gaben sie auch einen meiner Alltime Black Metal-Faves zum besten, so dass ich bei diesem Gig definitiv den Daumen nach oben zeigen muss. (Olly)
- NAGLFAR -
Schon lange vorher habe ich mich auf den Gig von NAGLFAR gefreut, denn allesamt
ihre CDs sind Meilensteine und fast jeder Track ein Götterwerk. Zumal haben sie
es geschafft, eine der wichtigsten Melodic Black Metal-Bands zu werden und das
ohne aufgesetztes Image oder irgendwelche Schlagzeilen. Schon als Shouter Jens
Rydén merkte man, dass auch Live eine unheimliche und beeindruckende Atmosphäre
in der Luft lag. Dies lag aber auch an Jens selbst, denn der Mann versprüht
einfach alles, was ein Black Metal-Frontman braucht. So war von Anfang an das
Publikum auf der Seite der Schweden und man durfte eine Perle nach der anderen
hören. Sei es 'Horncrowned Majesty', 'I Am Vengeance', das barbarische und
höllenschnelle 'Blades' oder der wohl beste NAGLFAR-Song 'As Twilight Gave Birth
To The Night' - alles klang meisterlich und majestätisch. Da störte es auch
nicht weiter, dass es mittendrin mal kurz regnete. Somit haben die Schweden
meine hohen Erwartungen absolut erfüllt und waren für mich die bis dato beste
Band an diesem Tag. (Olly)
- MALEVOLENT CREATION -
Also mal ganz ehrlich, ich habe die Florida-Legende schon oft live gesehen, aber
so richtig vom Hocker gehauen haben sie mich nie. Aber an diesem Abend haben die
Jungs um Überdrummer Dave Culross mich im wahrsten Sinne des Wortes
weggeprügelt. Wahnsinn! Der Sound war fett, richtig fett und brachial. Die
Songauswahl bis auf das Ausbleiben von „Slaughter of the Innocence“ mit älteren
Killern wie „Blood Brothers“, "Manic Demise", "Multiple Stab Wounds" oder "Infernal
Desire" einfach nur arschgeil! Und auch die neuen Songs von „The Will to Kill“
und dem wieder wesentlich besseren „Warcult“ traten Arsch ohne Ende. Die Herren
Todesmetaller auf der Bühne wirkten im Gegensatz zu so manchen Touren in der
Vergangenheit ausnahmsweise mal richtig motiviert und voller Spielfreude. So
macht das Spass! Dementsprechend ging’s auch im Pit ab - Hölle! Das war das
beste MALEVOLENT CREATION Konzert meines Lebens, kein Scheiß! Einen
würdigeren Headliner hätte man sich kaum wünschen können. Killer! (Phil)
- HOBB’S ANGEL OF DEATH -
Da schreit alle Welt wie wild rum wegen der peinlichen DESTRUCTION Reunion und
noch so manch anderer neu aufgewärmter Thrash Metal Geschichte, aber wenn sich
mal ’ne richtig geile Kapelle vergangener Tage sich auf einer unserer Bühnen die
Ehre gibt, dann juckt’s kaum einen. HOBB’S ANGEL OF DEATH - „kenn ich
nicht, schau ich nicht an“ heißt’s dann immer. Pah, Poser! Naja, so geil wie
erhofft wurde es dann auch nicht. Erst hieß es, ihnen sei der Drummer abgehauen,
dann kam aber raus, dass er aber wohl im Krankenhaus wegen einer
Lebensmittelvergiftung lag. Schöne Scheiße! Nun gut, gespielt haben sie trotzdem
4 oder 5 Songs, von denen einige vom zweiten Sechsaiter eingetrommelt wurden -
und das mehr schlecht als recht. Die anderen Songs aber rotzte der MALEVOLENT
CREATION Knüppelfürst Dave Culross runter - und das war nur noch geil, wenn auch
komplett improvisiert. Sehr schade dass es mit dem Auftritt in geplanter Form
nichts wurde, zumal einige Die Hard Fans nur wegen ihren Australischen Idolen
angereist waren. (Phil)
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