TYRAX, MY DARKEST HATE, FINAL BREATH
Aschaffenburg, Jukuz  09.05.03


 

Aschaffenburg ist immer eine Reise wert, besonders wenn im ortsansässigen Jugend- und Kulturzentrum mal wieder Metal angesagt ist. An diesem Abend gaben sich die Lokalmatadoren TYRAX mal wieder die Ehre und wurden dabei von den Schwaben MY DARKEST HATE und den Death-thrashern von FINAL BREATH begleitet.

 

Setlist FINAL BREATH

Mind Explosion

Sociopathically Insane

Killed By Lust

Exposed To Hatred

Law Of Nature

To Live And To Die

Killing Machines

Careless

Violent Death

Break Down

Going Hellbound

Ratrace

The Punisher

Als ich im Jukuz ankam, hatten FINAL BREATH ihren Auftritt schon fast hinter sich, so dass ich nur noch die letzte Zugabe mit bekam. Verdammich, die Band ging tierisch ab und dass Publikum ging dementsprechend mit. All den verschwitzten Leibern nach zu urteilen, war der Auftritt wohl ein voller Erfolg. Überall flogen die Matten und die Band wurde lautstark bejubelt. Trotz weiterer Zugabe Rufen, war dann leider Sense und das Licht ging wieder an. So wie es aussieht, hab ich hier einen echt geilen Gig verpasst. Wer zu spät kommt, den bestraft eben das Leben. Anmerkung für’s nächste mal: unbedingt pünktlich sein! Homepage: www.finalbreath.de

 

 

Von den Death Metallern MY DARKEST HATE hatte ich bis auf den Bandnamen leider noch nichts gehört. Zuverlässigen Quellen zufolge sollen sie live aber „voll geil“ sein. Als der erste Song erklang war ich noch etwas skeptisch, was hauptsächlich am schlechten Sound lag, der anfangs noch etwas matschig und undifferenziert kam. Das wurde ab „Eye For An Eye“ zwar etwas besser, aber als richtig gut konnte man den Sound nicht bezeichnen. Aber dass war auch nicht wichtig. In den ersten Reihen tobte der Mob und hin und wieder wurde von einigen Fans die Bühne gestürmt, die dann auch gelegentlich mal ins Mikro Brüllen durften.  Hier hatten alle sichtlich Spaß und es war immer Bewegung „On Stage“. Sänger Chris Simper schrie und growlte sich die Kehle wund und fegte wie vom Affen gebissen umher. Auch der Rest der Band war an diesem Abend gut drauf und zeigte sich äußerst spielfreudig. Aber nicht nur eigenes Material wurde geboten.


Setlist
MY DARKEST HATE

As Ye Have Sewn

Built By Gods

Eye For An Eye

Blood Pounding Black

Fallen From Grace

God Am I

Now And Forever

Army Of Vengeance

Tank

Massive Brutality

Brain Dead

Bleed For Me

Scars
 

My Darkest Hate

War
 

Als besonderes Schmankerl spielten MY DARKEST HATE „Brain Dead“ von EXODUS, welches sie Paul Baloff widmeten (R.I.P.). Wie schon erwähnt war der Sound nicht gerade der beste, trotzdem wurde das Stück (wie auch alles andere) vom Publikum begeistert aufgenommen. Danach wurde der offizielle Teil mit „Bleed For Me“ und „Scars“ erst mal beendet. Doch die Meute war hungrig und wollte einen Nachschlag. Die Jungs ließen sich auch nicht lange bitten und betraten noch einmal die Bühne, um ihre Fans mit „My Darkest Hate“ und „War“ endgültig ins Nirwana zu schicken. Nach diesem überzeugenden Gastspiel kann ich mich nur der allgemeinen Meinung im Saal anschließen: Voll geil! Homepage: www.mydarkesthate.de

 

 

Mittlerweile gehören TYRAX mit zu meinen absoluten Faves im Underground. Die Jungs spielen guten Death Metal der alten Schule, haben Spaß an dem was sie tun und bringen das auch live überzeugend rüber. So waren sie auch dieses Mal wieder der absolute Brecher. Zum aufwärmen gab’s erst mal Stoff vom aktuellen Album 'War In Heaven'. Und so wurde das Publikum mit Stücken wie „Fit Of Rage“, „Eradication Day“ und „War In Heaven“ auf Betriebstemperatur gebracht. Danach folge „Plainfield“ vom Vorgänger, bevor mit „Psychopain“ dazu aufgerufen wurde, dem Wahnsinn nun endgültig zu verfallen. Diese Grenze hatte Sänger Frank „Zappa“ Ruppert wohl schon längst überschritten, denn er sang sich regelrecht in Ekstase und fuchtelte dabei ständig irgendwie mit dem Mikroständer herum (Jetzt weis ich auch, woher der Spruch „Der Bobby Blitz des unterfränkischen Death-Metals“ kommt). TYRAX machten ordentlich Stimmung im Saal, wobei neben der Musik auch das lose Mundwerk des Sängers zur Unterhaltung beitrug. Die Band lieferte eine ausgewogene Mischung aus schnellen und Mid-Tempo Nummern, und spielte sich dabei durch ihre letzten beiden CDs. Mit „From The Rotten One“ wurde auch schon ein neues Stück vorgestellt, oder besser gesagt „einem um die Ohren gedroschen“.  TYRAX lieferten eine geile Show und gaben zum Schluss hin noch mal richtig Gas. Den Ausklang machte dann der Versuch, dem Publikum mit „Genocide In The Sands“ das Genick zu brechen. Aber es gab Überlebende, und die forderten mehr. Also wurden die Regler noch mal auf elf gestellt und als Zugabe „Hate Angel“ vom aktuellen Album gespielt. Damit war’s dann auch vorbei und alle Anwesenden sichtlich bedient. TYRAX sind wirklich eine absolute Liveband, und wenn die Burschen so weiter machen wie bisher, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Labels auf sie stürzen. Homepage: www.tyrax.de.cx 

 

Setlist TYRAX

Playin Messiah

Fit Of Rage

Eradication Day

War In Heaven

Plainfield

Psychopain

Sacred Flames

From The Rotten One

Until Life Flows Out

Bloodstains

Genocide In The Sands
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Hate Angel

 

 

Bericht + Fotos: Thomas

Layout: Olly

 


 

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