Yeah – TANKARD are back in
town! Naja nicht ganz, aber Lübeck und Hamburg liegen ja nicht allzuweit
auseinander. Also bei schönstem Wetter ab ins Auto und los ging die Chose.
Mehr als pünktlich angekommen war erstmal abhängen mit den TANKARDlern
angesagt, was immer wieder sehr amüsant ist. Besonders die Gespräche und
Nettigkeiten zwischen Sänger Gerre, Drummer Zissel und Manager Buffo haben
einen besonders hohen Unterhaltungswert – an dieser Stelle lieben Gruss
und „Prost“ an die komplette Mannschaft (ich sag nur „Booooaaaah!!!!“
;-)))!
Los ging es dann relativ spät (so gegen 21.30 Uhr) mit SUBCUTANE aus Lübeck.
Also ich weiss auch nicht…ihre Mischung aus Power und Thrash Metal konnte
man sich zwar gut anhören, aber auf der Bühne passierte so gut gar nichts,
und die Band wirkte auch nicht besonders motiviert. Dazu fand ich das
Rumgepose vom Sänger auch etwas übertrieben. Naja ich bin ehrlich – 2
Songs hab ich mir gegeben, den Rest des Gigs allerdings dann von draussen
angehört. Sorry, aber mir war’s echt zu langweilig!
Dann wurde für DARK AGE umgebaut, und es folgte mal wieder einer Hammergig
der Hamburger Jungs. Also ich habe die Band jetzt schon einige Male gesehen,
und sie werden wirklich immer besser und professioneller! Ihre modernen
Düstermetal-Songs
sind auch einfach für die Bühne geschaffen, und die Band gibt immer alles.
Da kreisen die Matten ohne grossartige Unterbrechung und Sänger Eike hat
sich zu einem richtig guten Fronter entwickelt, der es versteht, die Leute
vor der Bühne mitzureissen. Geboten wurde ein Querschnitt aus den drei
letzten Veröffentlichungen und Songs wie der Opener „The Silent Republic“,
„Killing Crisis“, „Storms“ oder „Trial By Fire“ gehen einfach sofort ins
Ohr und besitzen richtigen Hitcharakter. Auch die Bandhymne „Suicide Crew“durfte
da natürlich nicht fehlen. Etwas Pech hatte Basser Torsten mit einer gerissenen
Bass-Saite. Ersatz war allerdings schnell organisiert und aufgezogen,
und er konnte sofort wieder in den laufenden Song miteinsteigen, den seine
Mitstreiter schonmal ohne ihn angefangen hatten. Nach und nach zogen sie
dann das Publikum auf ihre Seite, es gab viel Beifall, und immer mehr
Banger versammelten sich vor der Bühne. Als besonderes Schmankerl gab
es dann als Zugabe (die lautstark gefordert wurde) eine Coverversion von
METALLICA in Form von „For Whom The Bell Tolls“, welche begeistert aufgenommen
wurde. Mehr lies der Zeitplan leider nicht zu. Hut ab und Gratulation
an DARK AGE – wer zum Wacken fährt, sollte sich die Band unbedingt ansehen.
Sie wird dieses Jahr zum zweiten Mal dort auftreten, ich glaube auf der
Party Stage. Homepage: www.dark-age.de
Als TANKARD die Bühne enterten war es schon irgendwas um 24 Uhr, aber
die vier Bierkrüge legten wie immer einen genialen Auftritt hin. Diese
Band macht einfach Spass und mit ihrem kultigen Thrash gehören sie auch
einfach auf die Bretter. Sobald der erste Ton gespielt ist, geht die Post
ab. Klampfer Andy feuert seine schnellen Riffsalven ab, Basser Frank hüpft
durch die Gegend und Drummer Olaf
vermöbelt präzise seine Drums. Die grösste Aufmerksamkeit zieht allerdings
Thrash-Teddy Gerre auf sich. Er rennt hin und her, feuert die Leute an
und lässt superschnell die Matte kreisen. Dazu gibt es dann Hits wie „Alien“,
„Space Beer“, „Chemical Invasion“ oder „Freibier“ am laufenden Band gepaart
mit neueren Krachern wie „Rectifier“ oder „Need Money For Beer“. Es rastet
zwar nur das erste Drittel des Clubs komplett aus, aber auch den anderen
Anwesenden gefällt der Gig. Wahrscheinlich hat sich aber auch bereits
die erste Müdigkeit breit gemacht. Nicht aber auf der Bühne – die Band
ist agil wie immer und Gerre bringt seine üblichen Spass-Ansagen. So wird
zum Beispiel „The Morning After“ als neuer METALLICA-Song angekündigt
(wahrscheinlich DAS Thema des Abends). Auch die Spielchen mit dem Publikum
dürfen nicht fehlen! Nach „Zombie Attack“ z.B. holt sich Gerre einen Fan
aus der ersten Reihe auf die Bühne, und veranstaltet mit ihm ein kleines
Wettsaufen: einen halben Liter Flens auf ex – wer da gewinnt ist klar!
Danach wird dann natürlich stilecht „Alcohol“ intoniert. Zugaben gibt
es natürlich auch. Bei „Poison“ begibt sich Gerre samt Funkmikro in den
Zuschauerraum und lässt zwei Mädels mit ins Mikro schreien. Nach „(Empty)
Tankard“ ist dann Schicht im Schacht und die Titelmelodie von „Derrick“
„dröhnt“ aus den Boxen… Homepage: www.tankard.org
Ein wirklich rundum cooler Abend, der wohl auch
den anderen ca. 160 Besuchern gefallen hat. Nebenbei auch eine gelungene
Idee „Newcomer-Bands“ wie DARK AGE und SUBCUTANE mit alteingesessenen
Hasen wie TANKARD ins Rennen zu schicken. Die Mischung macht’s! |