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Summer Breeze-Festival 2002 |
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Freitag, 23.August:
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MOURNING CARESS:
Die Münsteraner Melo-Deather MOURNING CARESS eröffneten für meiner einer den Reigen am Freitag. Bei der verdammt kurzen Spielzeit von nur 20 Minuten kamen fünf Songs des sehr guten ‘Imbalance‘-Debüts zum Zuge. Der Auftritt war zwar alles andere als spektakulär, jedoch merkte man den jungen Burschen deutlich den Spaß an und die teils coolen Ansagen von Frontmann Gerrit ("...noch fünf Sekunden, dann könnt ihr Bangen!") machten den Gig doch sehr ansehnlich für die knapp 200 Nasen, die zu dieser nachtschlafenden Zeit auch schon aus ihren Kokons gekrochen waren. (Hage) |
Setlist MOURNING CARESS: The Chain I Follow The Rain A Lifeless Time Creating A Hell Feed My Dreams
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Tja, und dann wurde ich Zeuge des wohl stärksten Auftritts der schwäbischen Doom-Urgesteine MIRROR OF DECEPTION, den ich je gesehen habe (und das waren bislang nicht gerade wenige!). Die Jungs um Jochen ‚Doom‘ Fopp hatten einen derart genial fetten Sound am Start, daß ich erstmals konstatieren kann, daß die Wechselgesänge von Sänger Baumi und Gitarrist Siffi fast perfekt aufeinander abgestimmt waren und kein Stück schräg tönten. Die Highlights des ‘Mirrorsoil‘-Albums, nebst einem neuen, vielversprechenden Songs kamen bei den wenigen, dafür aber um so frenetischeren Doomjüngern sehr gut an, was die Dauer des eh schon kurzen Gigs noch deutlich kürzer erscheinen ließ. Stark! (Hage) |
Setlist: Leaves Weiss Mirrorsoil To be kept in suspense Asylum |
DARK
AT DAWN:
Warum um alles in der Welt die Harzer Dark Power Metaller DARK AT DAWN bereits als fünfte Band an den Start mußten, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Nichtsdestotrotz gaben Sänger Buddy (wird immer souveräner und besser) und seine Buben alles und boten eine unterhaltsame und mitreißende Quersumme ihrer beiden Alben, wobei das abschließende Chris DeBurgh-Cover ‘Don´t Pay The Ferryman‘ dennoch deutlich die besten Reaktionen hervorrief. Guter Gig! (Hage)
CHARON:
Was würde mich wohl bei dem Auftritt von CHARON erwarten. Ich war eh schon verwundert, dass die Finnen auf dem Summer Breeze spielen würden, da ich nicht erwartet habe, dass die Jungs bei uns überhaupt jemand kennt. Doch am Freitag wurde ich vom Gegenteil überzeugt, da vor der Pain Stage sich ein ordentlicher Pulk an Fans versammelt hat. Die Fans feierten dabei die SENTENCED und H.I.M. ähnliche Mucke von CHARON außerordentlich ab, wobei Songs wie "Embrace me", "Dreaming", "Desire me" oder "Come tonight" für eine Super Stimmung sorgten. Für solch eine Darbietung waren CHARON definitiv viel zu früh auf der Bühne und wären zu späteren Zeiten angebrachter gewesen, da eine solche Vorstellung den Massen nicht vorenthalten werden sollte. (SasH)
SUBSTYLE:
Von den Kölner Crossover-Hopefuls SUBSTYLE habe ich dann nur ein paar Songs gesehen. Das, was ich allerdings gesehen habe, war musikalisch wie erwartet sehr stark. Sind die Songs der beiden Alben ‘Out To Lunch‘ und ‘On The Rocks‘ doch größtenteils absolut hitverdächtig. Leider können die Burschen optisch und showtechnisch noch nicht so recht mithalten, und so war es für mich auch nicht weiter schlimm, daß ich meinem Bierdurst nachgegeben habe und gen Backstagezelt abgetigert bin, um mir von Hr.Glas wieder Vorhaltungen machen zu lassen, daß es doch noch recht früh für Alkohol sei! (Hage)
BELPHEGOR:
Die Österreicher BELPHEGOR sollten eigentlich am Donnerstag Abend gegen 19 Uhr auf der Pain Stage spielen, standen aber zu dieser Zeit noch auf der Autobahn, so dass man den infernalischen Vierer einfach auf die Freitagsposition der kurzfristig ausgefallenen THORN.ELEVEN verfrachtete. So schlug man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, auch wenn dadurch am Donnerstag eine halbstündige Lücke entstand. Aber das war halb so schlimm… Am Freitag standen dann also gegen 13:45 Uhr die österreichischen Extrem-Metaller auf der Bühne und wurden auch gleich stürmisch empfangen. Ihre Brutalo-Songs wie "Vomit upon the Cross", "Diabolical Possession" oder "The Last Supper" verfehlten auch live ihre Wirkung nicht, auch wenn der Sound nicht gerade umwerfend war (ein Problem, mit dem allerdings auch andere Bands zu kämpfen hatten). Schade fand ich nur, dass die Band in Sachen Stageacting ihrem infernalischem Gekloppe in keiner Weise gerecht wurde, denn zu schnellem und brutalem Black / Death Metal erwartet man doch etwas mehr als gelangweiltes Rumstehen und gelegentliches "Böse-in-die-Menge-schauen". Mir kam’s fast so vor, als wollte sich die Band beim Bangen nicht an ihren schweren umgedrehten Kreuzen verletzen, die sie sich um den Hals gehängt hatten. Auch die Tatsache, dass vor beinahe jedem Song ein Intro vom Band kam, war nicht gerade stimmungsfördernd, und so blieb zumindest in meinen Augen ein gerade mal durchschnittlicher Gig, der meinen relativ hohen Erwartungen kaum entsprach. (Joe)
NO
RETURN:
Am frühen Freitag Nachmittag war dann die Zeit meines absoluten Summer Breeze-Highlights angebrochen. Das französische Extrem-Thrash-Geschwader NO RETURN präsentierte sich beim ersten Deutschland-Auftritt derart tight und spielfreudig, daß es eine wahre Pracht war. So feuerten die Franzmänner eine Salve ihrer letzten beiden Killerwerke nach der anderen in die Menge, daß es im Pit drunter und drüber ging. Daran schaukelte sich die Band dann noch weiter hoch, wodurch der Auftritt vom Energielevel und den glückseligen Gesichtern der Fans her, eindeutig zu DEM Hammer des gesamten Wochenendes avancierte. Diese Band killt ohne Erbarmen und sollte schleunigst Englisch lernen, damit der Eroberung der restlichen Welt nichts mehr im Wege steht. Gnadenlos geil!!! (Hage)
LEFT
HAND SOLUTION:
LEFT HAND SOLUTION zählen für mich neben einigen anderen zu den Highlights auf dem diesjährigen Summer Breeze. Um so mehr war ich dann von dem Auftritt der 4 Schweden enttäuscht, da ihr Stageacting prinzipiell betrachtet wirklich langweilig war, auch wenn die meisten Songs live viel härter als auf CD rüberkamen! Zwar wurde die Setlist mit Songs wie "Angels with the last plagues", "Ravenwings", "The crooked Smile" oder "Persistence of Memory" sorgfältig ausgewählt, aber irgendwie wollte der Funke bei mir nicht so richtig rüber springen. Da half auch das charmante Auftreten von Frontfrau Mariana recht wenig. Schade, schade, aber immerhin bleiben LEFT HAND SOLUTION auf CD weiterhin so genial wie eh und je. (SasH)
Als
ob der NO RETURN-Gig noch nicht genug gewesen wäre, so folgte direkt im
Anschluß der Auftritt des Gothic-Doom-Geheimtips LEFT HAND SOLUTION. Nicht nur,
daß die Schweden sich meines Wissens nach, trotz der zwei vorzüglichen Alben
‘Fevered‘ und ‘Light Shines Black‘ erst zum zweiten Mal in Dschörmonie
blicken ließen, nein, da stand mit Sängerin Mariana Holmberg auch noch meine
‚Goddess of Beauty‘ auf der Bühne. Selten solch faszinierend schöne Augen
und einen solch lasziven Mund gesehen! Jaja, der Hage läßt sich von der Optik
täuschen! Nein, mitnichten! Denn daß die gute Dame mit ihrer erotisch tiefen
Stimme auch zu den besten und originellsten Frontfrauen der gesamten Szene
gehört, ist für Insider sicher nix neues. So war der Auftritt absolut
einzigartig und fesselnd, wobei überraschenderweise neben den Highlights ‘Angels
With The Last Plagues‘, ‘Missionary Man‘, ‘Raven Wings‘ oder ‘The
Crooked Smile‘ gar der deathknüpplige ‘Fevered‘-Rausschmeißer ‘Scarred‘
zum Zuge kam. Ich will MEHR!!! (Hage)
AFTER
FOREVER:
Sehr überrascht war ich von den Holländern AFTER FOREVER, da ich im Vorfeld noch nie etwas von ihnen gehört habe. Um so mehr erfreut war ich als die ersten Töne erklangen und mit der Zeit mir zahlreiche musikalische Meisterwerke geboten wurden. Floor Jansen entwickelt sich dabei als eine der wohl besten Metal Frontfrauen, die es überhaupt gibt: Sie kann sehr gut singen, sieht geil aus und bangt! Was will man mehr? Das wird wohl auch der Anlass für die massigen Fans vor der Pain Stage gewesen sein, die sich erstaunlicherweise hier angesammelt und AFTER FOREVER unglaublich abgefeiert haben! Dabei konzertierte man sich hauptsächlich auf das aktuelle Album, aber mit "Follow in the Cry" hat sich letztendlich auch ein Song vom Debut eingeschlichen. Wer denkt, dass nur bei NIGHTWISH und WITHIN TEMPTATION eine Frau eine Daseinsberechtigung hat, irrt sich, denn AFTER FOREVER haben hier das Gegenteil bewiesen! (SasH)
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Setlist AFTER FOREVER: Monolith of Doubt My Pledge of Allegiance #1 Follow in the Cry Estranged The Key Forlorn Hope |
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MYSTIC
CIRCLE:
Sehr gespannt war ich auf den Auftritt von MYSTIC CIRCLE, da ich mal wieder sehen wollte, wie sich Gitarrist Stefan mal wieder auf der Bühne gibt. Schon interessant: privat eher die Spaßkanone, zeigt er sich live on Stage eher grimmig, zieht Grimassen und poste was das Zeug hält. Doch half dies alles leider nicht über den arg basslastigen Sound hinweg, der leider den Auftritt über anhielt. Dennoch legte man sich mächtig ins Zeug und bot mit Tracks wie "666 – Mark of the Devil" oder "King of the Nibelungenhord" ein amtliches Set. Leider wurden die Songs nur zu dritt dargeboten, das heißt die Keyboards kamen nur vom Band. Wenn wir gerade dabei sind: Eine zweite Gitarre wäre auch nicht schlecht, aber nun genug mit dem Gemosere, denn man davon abgesehen, war der Gig eigentlich echt nicht schlecht, wobei ich hoffe, dass der Sound das nächste mal besser ist! Es ist eigentlich schon eine Hochleistung zu dritt solch einen Mob vor der Bühne anzuheizen und das haben MYSTIC CIRCLE mit Bravour gemeistert. Sehr verduzt war ich jedoch von den 3 Graf Beelzebub (oder wie der heißt) Imitatoren in der ersten Reihe, die jeden Song lauthals mit gröhlten! Das nenn ich noch Einsatz. Aber nun genug gelabert, ich denke mal, dass MYSTIC CIRCLE endlich AGATHODAIMON überholt haben im Wettrennen um die beste deutsche Black Metal Band! (SasH)
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Setlist MYSTIC CIRCLE: Intro (End of Days) 666 (Mark of the Devil) God is dead – Satan arise Servants of Twilight King of the Nibelungenhorde Medina Dragonslayer Thorns of Lies |
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SOILWORK:
Die Schweden um Frontmann Speed Strid zeigten sich bei ihrem Auftritt tight wie eh und je, so dass es die nächste dreiviertel Stunde eine wahre Freude war, den Jungs von SOILWORK zu zusehen. Negativ fiel dabei nur Sänger Speed auf, der irgendwie leicht angepisst wirkte und nicht wirklich Kontakt zum Publikum aufnahm. Dennoch wurde die Menge durch Songs wie den Opener "Follow the Hollow" oder das dicht darauf folgende "Needlefeast" noch mehr angeheizt. Vor allem der Basser zeigte sich erneut wieder als Energiebündel, da er wie eh und je wie ein Derwisch auf der Bühne rumsprang. Doch auch der megabrachiale Sound trug sein Übriges dazu bei, dass der Auftritt von SOILWORK als rundherum gelungen angehakt werden kann, auch wenn wieder mal kein Song vom Debut dabei war! (SasH)
Auf die schwedischen
Senkrechtstarter SOILWORK habe ich mich ganz besonders gefreut, ist mir doch die
coole Listeningsession vom Januar noch in bester Erinnerung. Doch im Vergleich
zum überragenden Wacken-Gig letzes Jahr kam mir der Auftritt in Abtsgmünd doch
um einiges blutleerer und unspektakulärer vor. Irgendwie hatten die Jungs
entweder nicht hundertprozentig
Bock,
oder aber die brutale Hitze machte ihnen zu schaffen. Denn normalerweise wären
Hits der Marke ‘Follow The Hollow‘, ‘Needlefeast‘, ‘The Chainheart
Machine‘, ‘As We Speak‘ oder ‘The Bringer‘ der perfekte Nährboden
für einen Killergig. So war der Auftritt sehr OK; mit vorzüglichen Songs und
einer nicht ganz so vorzüglichen Show. Schade! (Hage)
Setlist SOILWORK:
Follow the Hollow
Needlefeast
As we speak
The Chainheart Machine
Like an average Stalker
The Bringer
The Flameout
DISBELIEF:
Wieder einmal als geile Liveband outeten sich DISBELIEF, die hier auf dem Summer Breeze erneut einen geilen Auftritt ablieferten und dies mit den einfachsten Mitteln: pure Livepower und Ausstrahlung! Man präsentierte sich dabei als perfekt eingespielte Einheit, welche Songs wie "Misery", "Walk" oder "The Decline" perfekt in die Massen schleuderten. Auch Fronter Jagger zeigte sich dabei souverän wie eh und je, auch wenn seine Sandalen an solch einem Hühnen schon witzig aussahen, was aber den Gesamteindruck nicht schmälerte. Das Tüpfelchen auf dem "i" wurde obendrein noch durch den megabrachialen Sound aufgesetzt, was den Auftritt perfekt abrundete. Meiner Meinung nach waren DISBELIEF auf alle Fälle eine der besten Bands auf diesem Festival! (SasH)
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Setlist DISBELIEF: Intro (Unbreakable) Misery Believer No Control Walk Me and my World The Decline God? Master Honour Killings |
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THE
GATHERING:
Schön, mal wieder
"Holland’s Finest" live zu sehen; ihr genialer Gig auf der Tour mit
MY DYING BRIDE ist mir schließlich noch in bester Erinnerung. Und dazu noch auf
’ner Open-Air-Bühne, das kann eigentlich nur geil werden. Zwar war die
Position mit 19:50 Uhr für eine Band wie THE GATHERING nicht gerade optimal, da
solche Mucke einfach am besten kommt, wenn es schon dunkel ist, aber mit diesem
Problem hatten auch noch andere Combos zu kämpfen. Etwas erstaunt war ich, dass
die Niederländer um Anneke van Giersbergen gleich mit einem neuen Song
einstiegen, und zwar mit "Even the Spirits are afraid", der sich
stilistisch deutlich am letzten Album orientierte. Es folgte "Analog
Park" vom "If_then_else"-Album, wonach dann in Form von
"Strange Machines" schon der erste "Mandylion"-Klassiker
gespielt wurde. Das Quintett präsentierte sich gewohnt lässig auf der Bühne;
überhaupt finde ich es immer wieder faszinierend, welch positive Atmosphäre
THE GATHERING live versprühen. Weitere Klasse-Songs wie "Inuit (On most
Surfaces)" von "Nighttime Birds" oder "Marooned"
folgten, und zu meiner großen Überraschung baute man gar zwei weitere "Mandylion"-Songs
in Form von "Leaves" und "Eleanor" ein. Die Setlist wies
tatsächlich einige Überraschungen auf: einige unverzichtbare Standard-Songs
wie "Liberty Bell" oder "Nighttime Birds" ließ man völlig
weg, vom letzten Album spielte man nur zwei Titel, dafür kamen "How to
measure a Planet" und
"Mandylion"
etwas stärker zur Geltung. Macht aber so einen Auftritt erst interessant, denn
immer die gleichen Songs live kann auch langweilig werden. Insgesamt gefiel mir
THE GATHERING’S Auftritt ausgezeichnet, auch wenn wieder mal deutlich wurde,
dass albumtechnisch "Mandylion" und "Nighttime Birds" klar
die Band-Highlights waren, was man unschwer an den Publikumsreaktionen
feststellen konnte. (Joe)
Was waren wir entsetzt! Da bekommt man Anneke-Schnucki endlich mal wieder zu Gesicht, und dann hat sie eine alles andere als tolle Frisur und einen potthäßlichen babyblauen Glanzrock an! Den ersten Schock überstanden offenbarten sich einem dann aber wie immer bei THE GATHERING die musikalischen Vorzüge, die ja bekanntermaßen seit einigen Jahre eher relaxter und verträumter Natur sind. So lag das Hauptaugenmerk der Band um die wie immer gottgleich singende (leider waren die Vocals sehr leise abgemischt) Frau Van Giersbergen deutlich auf dem Material der beiden letzten Alben, wobei allerdings mit ‘Leaves‘ und dem umjubelten ‘Strange Machines‘ dennoch zwei ältere Nummern in die Setlist gerutscht waren. Da beim Auftritt der Holländer leider noch die Sonne schien, war der Chillout-Effekt, den TIAMAT am Abend zuvor eindeutig auf ihrer Seite hatten, leider etwas hinfällig, weswegen die Songs, denen man eigentlich immer mit geschlossenen Augen lauschen sollte, etwas von ihrer Magie verloren. Dennoch gut! (Hage)
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Setlist THE GATHERING: Even the spirits are afraid (new song) Analog park Strange machines Inuit (On most surfaces) Leaves Marooned Great Ocean Road Red is a slow colour Eleanor Saturnine |
VADER:
Die Polen VADER kann man sich meiner Ansicht nach immer und immer wieder live ansehen, ohne dass sie jemals an Qualitäten verlieren würden. So auch auf dem Summer Breeze, wo sie zur späten Stunde noch zahlreiche Fans um sich scharten. Nach dem Opener "Epitaph" überraschte Peter erst mal die Massen mit seinen deutschen Ansagen, mit denen er aber stellenweise noch so seine Probleme hatte. Nach dem darauffolgenden "Torch of War" sollte auch schon mit "Xeper" einer ihrer Hits an der Reihe sein. VADER sind einfach eine perfekte Live Band, das beweisen sie mit jedem Auftritt erneut, auch wenn Gitarrist Mauser manchen mit seinen Posen wohl ein wenig auf die Nüsse geht! Den Fans hier wohl nicht, da die unmenschlich lauten "Vader, Vader" Sprechchöre auf das Gegenteil deuten lassen. Dies mag aber vielleicht auch an dem Best of Set gelegen haben, auch wenn meiner Ansicht nach noch einige Hits wie z.B. "Dark Age" oder "Blood of Kingu" fehlten, doch dafür war definitiv die Spielzeit viel zu kurz. Dafür freut man sich aber wieder um so mehr auf das nächste Mal! (SasH)
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Setlist VADER: Epitaph Torch of War Xeper Carnal Reign forever World Breath of Centuries Silent Empire Wings Revelations of the Black Moses Sothis |
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NIGHTWISH:
Obwohl ich NIGHTWISH erst auf dem diesjährigen Bang your Head Festival gesehen habe, freute ich mich dennoch auf den Auftritt der Finnen. Irgendwie schienen sie viel lockerer und auch Neuzugang Marco zeigte sich viel spielfreudiger, wagte er es sogar sich auf der Bühne zu bewegen. Aber auch Frontschönheit Tarja wirkte viel relaxter als je zuvor und zeigte sich mittlerweile als richtige Metal Frontfrau. Als Danke schön wurden dafür Songs wie "End of all Hope", das immer noch geniale "Come cover me", das von Marco gesungene "Dead to the World", "10th Men down" oder das abschließende "Wishmaster" von den zahlreichen Fans frenetisch abgefeiert. Wollen wir nur mal hoffen, dass NIGHTWISH nach der kommenden Tour nicht zu lange Pause einlegen werden. (SasH)
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Setlist NIGHTWISH:
Bless the Child End of all Hope Come cover me Kinslayer Dead to the World Deep silent complete 10th Men down Sacrament of Wilderness Slaying the Dreamer Beauty of the Beast Over the Hills and far away Sleeping Sun Wishmaster |
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AXXIS:
Gerade als die Sonne über dem Gelände untergegangen war, betraten die Kings of the Night die Bühne. Und mit einem Gruß an die Nasenringträger-Fraktion zeigten sie der großen Fanschar, dass es auch noch klassischen Hardrock gibt ohne Schnörkel und überladenen Effekten. Anfänglich gab es zwar noch kleine stimmliche Abmischungsprobleme, aber spätestens ab "Brother Moon" bekam man das in den Griff und Bernhard Weiß’ gesangliches Potential kam zur vollen Geltung. So walzten die deutschen Hardrocker mit ihren Meilensteinen wie "My Little Princess" oder "Fleshback Radio" jegliche meiner Zweifel platt, ob sie sich als einer der Headliner durchsetzen können. Von Song zu Song steigerten sie sich unaufhaltsam und zogen den großen bangenden Moshpit mit Hits wie "Touch the Rainbow", "Living In A World (Of Shame And Glory)" in einen exstasischen Bann. Das frenetische Abfeiern erreichte letztendlich mit dem Göttersong "Kingdom Of The Night" seinen Höhepunkt und wer jetzt nicht schon total betrunken am Caipirinha-Stand stand, war jetzt Teil eines begeistert mitgröhlenden Partykessels und erlebten sicher einen der energiegeladensten Auftritte des Festivals. (Tom) |
Setlist AXXIS: Eyes of Darkness Sun goes down Brother Moon My little Princess Flashback Radio Save me Touch the Rainbow Living in a World Little look back Kingdom of the Night |
DIMMU
BORGIR:
Eines ist sicher: wer
sich DIMMU BORGIR (oder generell eine Black Metal Band) zusammen mit meinem
Kumpel Märkl anschaut, wird das Konzert wohl nie vergessen. Unvergessen bleibt
auch hier der Gig von IMMORTAL in Straßburg! Doch neben all den Ulkereien wie
unser Schlümpfe Acapella Duett (Text: Die!) oder das Black Metal ABC kam ich
dennoch noch in den Genuss mir die Norweger anschauen zu können, auch wenn
Frontmann Shagrath selbst noch für so manchen Brüller sorgte wie z.B. "Let´s
fucking freeze this Place" oder "Lets turn the Summer Breeze into the
Winter Breeze",... . Was haben wir gelacht und noch am nächsten Tag uns
durch
diverse
Imitationen darüber amüsiert. DIMMU BORGIR hatten aber weitaus mehr zu bieten.
So war die Show wirklich als genial zu bezeichnen, auch wenn die Norweger im
direkten Vergleich mit CRADLE OF FILTH wohl schlechter abschneiden dürften.
Dessen Ex-Drummer Nick entfachte hier aber einen wahren Sturm, ws auch Märkl
bestätigen musste! Auch wenn der Sound zunächst recht gitarrenarm war,
besserte sich dies doch bald und Songs wie "In Death´s Embrace",
"Blessing upon the Throne of Tyranny", "Kings of the Carnival
Creation", "Puritania", "Indoctrination", "The
blazing Monoliths of Defiance", "The Maelstorm Mephisto",
"The Insight and the Catharsis", "Stormblast" oder "Spellbound"
wurden wie Granaten in die Mengen geschmettert. Das dabei weniger Publikum da
war, als wie bei NIGHTWISH schien dabei weder die Band noch die Fans großartig
zu stören und so wurden die noch Anwesenden obendrein noch mit einigen
Pyroeffekten belohnt. (SasH)
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PAIN:
Nach dem Black Metal – Komödienstadel auf der Hauptbühne ("Let´s turn the Summer Breeeeeeeze into the Winter Breeeeeeeze" oder "We´ll frrrrrost this place") wartete eine stattliche Anzahl Tanzwütiger noch auf den finalen Freitagsgig, für den Maestro Tägtgren mit seinen PAIN-Chartstürmern verantwortlich zeichnete. Und was soll ich sagen, PAIN rulten völlig! Egal welchen Song die Schweden auch anstimmten, es ging einfach nur ungezügelt die Post im Publikum ab. Wirklich JEDER war in Bewegung und so war nach vorzüglichen Elektro-Dance-Metal-Nummern der Marke ‘On And On‘, ‘Suicide Machine‘, ‘On Your Knees‘, ‘End Of The Line‘, dem grandiosen THE BEATLES-Cover ‘Eleanor Rigby‘ und dem abschließenden Hammerhit ‘Shut Your Mouth‘ für alle unverständlich recht abrupt Schicht im Schacht. Keine Zugabe, nix! Da mußte die total begeisterte PAIN-Fanschaft darunter leiden, daß der DIMMU-Burger zuvor eine Viertelstunde überzogen hat. Schade, denn PAIN hätten gerne noch eine Stunde weitermachen können... (Hage) |
Setlist PAIN: It´s Only Them On and on Injected Paradise Suicide Machine Dark Fields Of Pain On Your Knees Eleanor Rigby Just Hate Me End Of The Line Shut Your Mouth |
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