SUMMER BREEZE OPEN AIR XIV - 17.-20.08.2011 - Dinkelsbühl-Sinnbronn


 

 

Samstag, 20.08.2011

 

Main-Stage/Pain-Stage:

 

KOMPAKT:

 

Nach den sehr coolen und mächtig losrockenden MOTORJESUS auf der Painstage, durften die Franzosen BENIGHTED den letzten Festivaltag auf der Mainstage einläuten und ihre Mischung aus brutalem Death Metal und Grind diente wunderbar zum Wachwerden! Die schwedischen Modern Metaller ENGEL sind das Baby von Gitarrist Niclas Engelin (mittlerweile auch bei IN FLAMES aktiv) und ihr sehr eingängiger, moderner Metal kam beim erstaunlich zahlreichen Publikum sehr gut an...nicht mehr und nicht weniger. Bei DEADLOCK war es dann mal wieder typisch Summer Breeze-mäßig grenzwertig: Die Stimme von Sängerin Sabine schepperte so penetrant, laut und schrill durch die Boxen, dass sich der Kater vom Vortag mit aller Macht zurückmeldete. Absolute Geschmackssache... SMOKE BLOW boten dann einen durch und durch super Gig. Nicht weil man sich über den „Gesang“ bei DEADLOCK ereiferte, nein, sondern weil die Setlist quer durch die Bandgeschichte düste und der sympathische Asi-Charme mit zahlreichen Pits, Crowdsurfern und Mitsingchören belohnt wurde. Nur etwas mehr Bewegung würde den Norddeutschen gut zu Gesicht stehen. Die FARMERS BOYS sind zurück und vor allem der einst so gute Sänger Matthias Sayer war irgendwie noch nicht wieder angekommen. Zu schief nölte er teils deutlich neben der Spur, was die Hits der Stuttgarter Crossoverhelden zwar nicht gänzlich zerstörte, aber doch den Genuß mächtig trübte. Für viele der jüngeren Festivalbesucher sollte dann ein echtes Highlight-Doppelpack folgen: AS I LAY DYING und CALIBAN! Die Amis waren hatten direkt leichtes Spiel das Feuer auf dem sehr gut gefüllten Gelände zu entfachen. Viel Staub wird aufgewirbelt, etliche Körper sind zu Lande und in der Luft unterwegs und die Band explodierte einmal mehr vor lauter überschüssiger Energie...entsprechend begeistert sind sowohl Band als auch Publikum. CALIBAN spielten wurden dann ebenfalls gut abgefeiert und einige ihrer gerade veröffentlichten Coversongs, kamen live bedeutend cooler rüber. Die Kids hatten ihre Party, ehe die von ihren Fans heiß ersehnte Ex-NIGHTWISH-Sirene TARJA die Bretter betrat. Angekommen ist sie auch erwartungsgemäß gut, nur wirklich erträglich war das nicht...zu sehr nervt diese Tonlage und diese Theatralik...sorry, not our cup of tea! SODOM…was für eine Wohltat für unsere Ohren! Erstaunlich euphorisch wurden die Pott-Thrasher empfangen und auch abgefeiert. Nicht nur Tom Angelripper schien davon sichtlich beeindruckt zu sein und so gab man ordentlich Gas auf der Bühne. Alte Klassiker und neue Tracks wechselten sich genehm ab und der Mob fraß den alten Herren förmlich aus der Hand. Fett! „Peinlich, wenn man bei den Ansagen die falsche Platte zu den größten Hits ansagt.“...tja, Herr Jasta, den aufmerksamen Fans fällt so was halt auf! Ansonsten war der Gig der größten Metal-meets-Hardcore-Band der Stunde aber eigentlich das gewohnte Brett. HATEBREED ballerten genehm einen Smasher in die Fressen der vornehmlich Kids-durchtränkten Masse, gaben sich ordentlich Mühe, möglichst agil und engagiert zu agieren und wurden recht gut abgefeiert. Allerdings hatte man zu keiner Sekunde das Gefühl, daß den Amis der Gig auch nur annähernd zu wichtig war, wie einige Jahre zuvor der ultra-fette Wacken-Auftritt oder die Shows als Headliner beim FULL FORCE. Guter Gig, aber kein Kracher! (HG)

 

PRIMORDIAL: ’Reign I Forever’ von BLOOD AXIS als Intro entbehrt jeglichen weiteren Kommentar. Sorry. (LO)

 

 

GENAUER BETRACHTET:

 

Nach den sehr coolen und mächtig losrockenden MOTORJESUS auf der Painstage, durften wie bereits zwei Jahre zuvor, BENIGHTED den letzten Festivaltag auf der Mainstage einläuten und wieder fanden einige Fans den Weg vor die Bühne. Und wie sich zeigt funktioniert die Mischung aus brutalem Death Metal und Grind wunderbar zum Wachwerden! Auch wenn es noch keine Circlepits zu sehen gab, konnte die Band mit ihrer Spielfreude und technischen Präzision voll und ganz überzeugen. Vielleicht schaffen die Jungs es ja in zwei Jahren sich in der Running-Order hochzuarbeiten, verdient hätten sie es allemal! (BR)

 

Die schwedischen Modern Metaller ENGEL sind nach wie vor das Baby von Gitarrist Niclas Engelin, der sich seit diesem Jahr auch über die Festanstellung bei IN FLAMES freuen darf. Heute, am letzten Festivaltag, kommen die Schweden zu früher Stunde genau richtig, um den Festivalbesuchern mit ihrem stampfenden und leicht zugänglichen Metal den Kater der letzten Nacht aus den müden Knochen zu schütteln. Zwei Alben haben die Schweden im Gepäck, aus denen sie ein munter zusammengewürfeltes Set kreieren. Mit „Casket Closing“, „Pure Propaganda“, oder „In Splendour“ kann die Band auch nicht wirklich etwas falsch machen. ENGEL sind heute gut in Schuss, die Fans danach auch (wieder). So soll das sein. (RU)

 

Schlachtet da jemand ein Huhn? Wird da jemand verprügelt? Nein, es sind DEADLOCK! Für den einen oder anderen sicher gelungen, für mich aber kaum durchzuhalten war der Auftritt der sechs Veganer. Die Stimme der Sängerin Sabine Scherer schepperte so penetrant, laut und schrill durch die Boxen, dass sich der Kater vom Vortag mit aller Macht zurückmeldete. Trotz verdammt harter und guter Growl-Einlagen des Sängers Johannes Prem und einiger Songs von der aktuellen Scheibe „Bizarro World“ mit Ohrwurm-Potenzial waren DEADLOCK für mich eine der schwächsten Bands dieses Festivals. (MS)

 

Ekelhaft heiß, wahnsinnig voll vor der Bühne und dazu viel zu früh für mich. Egal, ich bin da und schau dann auch mal zu. Obwohl ich mit der „zweiten“ Stimme nicht so richtig warm werde, konnte die Musik nur teilweise, die Bühnenpräsenz von DEADLOCK jedoch ganz gut überzeugen. Clear Vocals sind einfach nicht mein Ding und wenn eine Frau am Micro, dann doch gescheit reinbrüllen a la Candace Kucsulain. Aber gut, die vielen surfenden, springenden und tobenden Fans schien das nicht zu stören. Es bildeten sich schnell mehrere Moshpits, wo es so richtig abging. Viel Spaß, viel Hektik und noch mehr Scghweiß. So kann man schlußendlich den Auftritt kurz zusammen fassen. Alles in allem eine gute Show, die den Tag für mich einläutete. (HE)

 

Ha ha…typisch SMOKE BLOW - viel Verrücktes rund um den super Gig. Zu Anfang erfuhren wir, dass man sich dieses Jahr ein wenig rar gemacht hat, da der Sänger sich ein Haus baut. Ausserdem bemängelte man die Clear Vocals einer Vorband (es war wohl Deadlock gemeint) und sprach dem Dargebotenen den Metalstatus ab. Wie es auch sei, Musik wurde dann auch gespielt. Einmal quer Beet durch die Bandgeschichte, Mexico, 777 Blood Rock, Alligator Rodeo, Dark Angel (live für mich immer viel zu schnell gespielt) oder Police Robots. Die Auswahl war O. K., für jeden war etwas dabei. Lustig dann noch einige Einlagen wie der angedeutete Geschlechtsakt zweier Männer, Mikro in die Hose stecken und unanständige Dinge damit machen, oder das in die Luft spucken und das „Feuchte“ mit dem Kopf wieder auffangen. Den Anwesenden hat das alles anscheinend sehr gefallen. Vor der Bühne war einiges los – Circle Pits, Crowdsurfer und „Männergesangsvereine“ – alles war dabei. Was mich ein wenig gestört hat ist die Tatsache, dass außer den beiden Sängern fast keine Bewegung auf der Bühne stattfand. Da hätte ich mir bei dieser Mucke schon ein wenig mehr erwartet. Aber egal, es war trotzdem ein gelungene Auftritt – gerne mehr von solch Bands. (HE)

 

„Haben die sich nicht aufgelöst? Sind die wieder zusammen?“ Obwohl es nie ein offizielles Statement seitens der FARMER BOYS zur Auflösung gab, wurde es nach dem letzten Album „The Other Side“ verdammt ruhig um die fünf Stuttgarter. Trotz sporadischer Auftritte hatte man zu Beginn den Eindruck, dass die Jungs – allem voran Sänger Matthias Sayer – erst wieder warm werden mussten. Ob er sich mit seinen wiederholten Aussagen über die Dominanz des VfB Stuttgart in der Bundesliga im bayerischen Dinkelsbühl nur Freunde machte, bleibt fraglich. Doch je länger der Gig dauerte, desto mehr fanden die sympathischen FARMER BOYS zu alter Form zurück und beendeten ihn mit ihrer beliebten Hymne „Here Comes The Pain“. (MS)

 

Für viele der jüngeren Festivalbesucher sollte am Nachmittag dann ein Highlight-Doppelpack, bestehend aus AS I LAY DYING und CALIBAN, folgen. Die Amis waren zunächst auf der Main Stage dran, das Feuer auf dem jetzt schon sehr gut gefüllten Gelände zu entfachen. Sänger Tim Lambesis und seine Jungs machen auch keinen Hehl daraus, dass sie ein ordentliches Pfund Action im Gepäck dabei haben. Aber auch die Fans wissen heute, ihren Teil zu einem wahnsinnigen Auftritt beizusteuern. Viel Staub wird aufgewirbelt, viele Körper sind zu Lande und in der Luft unterwegs. Dazu kommt eine Band, die wie ein kleines Atomkraftwerk auf der Bühne agiert und gar nicht hinterher zu kommen scheint, ihre Energie komplett zu entladen. Ausgehalten hätte das wohl auch niemand. Einige Pyros werden gezündet, Sänger Tim ist in beeindruckender Topform, die Band shredded druckvoll wie immer durch die vier Alben umfassende Bandgeschichte. Die Highlights am heutigen Tag gehören heute ohne Zweifel zum abschließenden Dreigestirn, das sich aus „Forever“, „Confined“ (was für eine Wall Of Death – Anm.d.A.) und dem standesgemäßen Rausschmeißer „94 Hours“ zusammensetzt. AS I LAY DYING legen deutlich einen vor und sind nach ihrer Show die gefeierten Helden. (RU)

 

CALIBAN spielten einige ihrer gerade veröffentlichten Coversongs, die Live natürlich cool rüberkamen und den Kids eine gute Partyvorlage lieferten, ehe die von den Fans heiß ersehnte Ex-NIGHTWISH-Sirene TARJA die Bretter betrat. Angekommen ist sie dann auch erwartungsgemäß gut, nur wirklich erträglich war das dann nicht...zu sehr nervt diese Tonlage und diese Theatralik...sorry, no tour cup of tea! (HG)

 

SODOM…was für eine Wohltat für meine Ohren. Das Warten vor der Bühne auf die Band geriet zur Geduldsprobe. Von der Hauptbühne wehten immer wieder Klänge von Tarja herüber, welche die Thrasher Meute mit lautem Sodom Rufen quittierten. Und dann war es endlich soweit, Tom Angelripper und Anhang betraten die Bühne und legten gleich richtig los. Es began mit Songs wie Outbreak of Evil, The Saw is The Law und M16. Die Leute waren schier am Durchdrehen. Als wenn das nicht genug gewesen wäre, hauten die 3 dann weitere Klassiker wie Agent Orange, Blasphemer und Ausgebomt raus. Was ich meinen kahlen Schädel bis dahin schon auf und ab bewegt habe…unglaublich. Der Rauswerfer verpaßte der Menge dann den Todesstoß – Bombenhagel. Super…ganz großes Kino! Für mich war erstaunlich, wie viele vor allem sehr junge Menschen sich vor der Bühne austobten. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass alles wieder zu den Ursprüngen zurück geht. Vieles Neues wirkt doch reichlich aufgesetzt, gekünzelt aggressiv und einfach nicht ehrlich. Wollen wir nur hoffen, dass wir noch weitere Auftritte unserer Helden von Gestern bejubeln dürfen. (HE)

 

Unerwartet euphorisch wurden SODOM empfangen und abgefeiert. Nicht nur Tom Angelripper schien davon sichtlich beeindruckt zu sein und so gab die Band offenkundig ordentlich Gas, rockten gelungen zwischen altem Kram und neuen Brechern und begeisterten die Massen unentwegt. Dass manch alter Hit erhaben ist, das steht außer Frage, die neuen Songs fallen dabei deutlich ab, aber selbst Klopper wie M16 werden den alten Herren aus der Hand gefressen - was zeigt besser den Stand der Band bei den Fans als das? Wohl nichts und so wurde der geriatrische Abteilung des Breeze Song um Song von den Fans gehuldigt, dass man selbst als Nichtmögender sich dann doch allzu kritische Bemerkungen erspart. Sicher ein würdiger Headliner. (OK)

 

„Peinlich, wenn man bei den Ansagen die falsche Platte zu den größten Hits ansagt.“...tja, Herr Jasta, den aufmerksamen Fans fällt so was halt auf! Ansonsten war der Gig der größten Metal-meets-Hardcore-Band der Stunde aber eigentlich das gewohnte Brett. HATEBREED ballerten genehm einen Smasher in die Fressen der vornehmlich Kids-durchtränkten Masse, gaben sich ordentlich Mühe, möglichst agil und engagiert zu agieren und wurden recht gut abgefeiert. Allerdings hatte man zu keiner Sekunde das Gefühl, daß den Amis der Gig auch nur annähernd zu wichtig war, wie einige Jahre zuvor der ultra-fette Wacken-Auftritt oder die Shows als Headliner beim FULL FORCE. Guter Gig, aber kein Kracher! (HG)

 

PRIMORDIAL: ’Reign I Forever’ von BLOOD AXIS als Intro entbehrt jeglichen weiteren Kommentar. Sorry. (LO)

 

 

Tent-Stage:

 

KOMPAKT:

 

Eigentlich ist es eine Schande, dass so eine langgediente Truppe wie CRIMINAL um die chilenische Legende Anton Reisenegger schon so früh auf die Bühne musste. Dabei ist ihre qualitativ hochwertige, eher unmoderne Mischung aus Death und Thrash Metal überaus schmissig, variabel und dank dem Hauch HC/Punk auch live überaus kickend. Die äußerst sympathischen Schweden von ADEPT sind einer der Hoffnungsträger der Core-Szene und hatte das Publikum auch nach wenigen Sekunden fest im Griff. Von den Jungs wird man noch einiges hören! Und Schwedisch blieb‘s weiterhin...nur deutlich tödlicher und altschulischer: DEMONICAL haben mittlerweile zu einer wahren Institution gemausert und tragen diesem Umstand nun auch live endlich Rechnung und klingen dank zweiten Gitarristen ungleich brutaler. So legten die ehemaligen CENTINEX-Recken das Zelt nach allen Regeln der Death Metal-Kunst in Schutt und Asche! Nach dem Gig der gefeierten Schweden-Metaller von WOLF lieferten SWASHBUCKLE mit ihrer Mischung aus Thrash, Hardcore und Piraten-Fun genau die richtige Portion Partyfutter. Der Mob dankte es nur zu gern mit kollektivem Durchdrehen...fett! Technisch anspruchsvoll und dennoch gute Songwriter, die es schaffen, nicht mit Gedudel zu nerven, sondern zu fesseln? Ja, OBSCURA lieferten fast schon schüchtern, jedoch jederzeit sympathisch ihren wieselflinken, melodischen Frickeltod und auch wenn der Soundmann etwas überfordert schien, war der Gig für Kenner der Band dennoch ein Fest! THE OCEAN und TYR kamen sehr ordentlich an, ehe sich der geneigte Todesmörtel-Fan schweren Herzens auf den Weg zum letzten Deutschland-Gig von GOD DETHRONED machte. Verdammt schade! Henri Sattler und seine Tulpen-Bande verabschiedete sich mit einem Bombardement der Extraklasse gewohnt sympathisch und ungekünstelt... Danke für all die genialen Songs...macht´s gut! VOMITORY konnten da emotional natürlich nicht heranreichen, bahnten sich danach aber brutal und alles zerstörend ihren Weg. Der Schweden-Vierer spielte ein zwar eher aktueller gehaltenes Set, konnte damit aber genauso Schädelspalten. Ein absolut tighter Auftritt, dem zum Abschluß noch die Shows von MOONSORROW, ROTTING CHRIST und BURDEN OF GRIEF folgten. (HG)

 

GENAUER BETRACHTET:

 

Eigentlich ist es eine Schande, dass so eine langgediente Truppe wie CRIMINAL um die chilenische Legende Anton Reisenegger (wer nicht weiß, weshalb dieser legendär ist, der soll bitte aufhören, Metal zu hören…) schon so früh auf die Bühne musste, überhaupt, dass die Band niemals überhaupt großartig mit Erfolg belohnt wurde. Dabei ist ihre qualitativ hochwertige, eher unmoderne Mischung aus Death und Thrash Metal überaus schmissig, variabel und dank dem Hauch HC/Punk auch live überaus kickend. So auch, mal wieder, im Zelt des Breeze, wo viel zu wenige vor der Bühne standen und dem energischen Treiben Zeuge waren. Wo zum Teufel sind denn da die ganzen Leute, die SEPULTRA nach der ‚Arise‘ Ausverkauf und Schlimmeres vorwerfen, hä? Schade drum… wirklich. (LO)

 

Mit extrem viel Engagement und Willensstärke haben die äußerst sympathischen Schweden von ADEPT in letzter Zeit so einiges erreicht. Auf den Touren mit A DAY TO REMEMBER und CALIBAN konnten die Jungs nicht nur ihren Bekanntheitsgrad, sondern auch das Selbstvertrauen und die spielerische Präzision enorm erhöhen. Genau das merkte man ihnen auch bei diesem Auftritt an und so dauert es keinen Song lang bis ADEPT die Meute vor der Bühne im Griff hatte. Wieder mal erwiesen sich die Bandhymne „Shark! Shark! Shark!“ und „The Lost Boys“ vom aktuellen Album „Death Dealers“ als die am meisten abgefeierten Songs, doch auch alle anderen wurden vom mehr als dankbaren und agilen Publikum ordentlich beklatscht und bemosht. Unterm Strich bleiben ein genialer Auftritt und die Gewissheit, dass ADEPT noch einiges erreichen werden! (BR)

 

Und Schwedisch blieb‘s auch weiterhin. Trotzdem wird hier ein hartes Kontrastprogramm geboten, von New School hinein in die alte Schule. Death Metal Darkness over Dinkelsbühl sozusagen. DEMONICAL haben sich die Jahre über zu einer wahren Death Metal Institution gemausert und tragen diesem Umstand nun auch live endlich Rechnung und klingen dank zweiten Gitarristen ungleich brutaler und zugleich weniger breiig. Dass der Rest des Publikums dies genauso sah, bewiesen die Matten, die zu Krachern der Marke „Baptized In Fire“ ordentlich in Rotation versetzt wurden. (BR)

 

Auch wenn ich DEMONICALs Schwesterband INTERMENT (Gänsehautmusik!) bevorzuge, so war auch dieser Auftritt der Schweden absolut geil. Ein Händchen für geiles Alte Schule Gebretter hatten sie ja schon von Anfang an, auch live brezeln die tiefen Klampfen und der sture Beat alles nieder – Killer! DEMONICAL haben sich die letzten Jahre einfach zu einer Institution im zeitgenössischen, altbacken klingenden Death Metal Zirkus entwickelt, die sich weder vor der starken Jugend die aus allen Ecken der Welt allem von AUTOPSY, MASTER bis NIHILIST worshipt, noch vor gestandenen Helden zu verstecken braucht. Ich wünschte sogar, so manche Idolformation der frühen Tage würde heute derartig gut sein! (LO)

 

Bekannterweise bin ich nicht unbedingt ein Fan von Blödelmucke, die Band hatte ich auch Live noch nie gesehen. Demzufolge bin ich nach dem Gig der gefeierten Schweden-Metaller von WOLF auch mit gemischten Gefühlen ins Zelt zu SWASHBUCKLE gegangen. Aber, wie so oft im Leben, kommt es anders als man denkt. Diese Mischung aus Thrash und Hardcore hat mir sehr gut gefallen. Ich kannte die Songs nicht, hatte aber das Gefühl, als wenn mir das Alles sehr bekannt war. Und so bin ich mit dem verrückten Haufen vor der Bühne am moshen. Es dauerte auch nicht lange bis die ersten Circlepits entstanden, Crowdsurfer hatten Hochkonjunktur. Nette Anekdote…im weiteren Verlauf des Gigs kamen 3 verkleidete Gestalten auf die Bühne und feierten mit. Später erzählte man mir, dass es sich um Mitglieder von Deadlock handelte. Lustige Geschichte und für mich als Fazit…kann man sich öfters geben. (HE)

 

Technisch anspruchsvoll und dennoch gute Songwriter, die es schaffen, nicht mit Gedudel zu nerven, sondern zu fesseln, von diesem seltenen Schlage sind OBSCURA, die fast schon schüchtern, jedoch jederzeit sympathisch ihren wieselflinken, melodischen Frickeltod zum Besten gaben. Leider schien der Soundmensch davon etwas überfordert zu sein, anders ließe sich nämlich nicht erklären, weswegen das rasend-briliante Gitarrenspiel stets in Konflikt mit dem ebensolchen Schlagzeugspiel geriet, wobei das hochwertige Bassspiel ein Opfer beider wurde. Schade, denn mit dem entsprechenden Sound, den diese Art von Musik nun mal benötigt, hätten OBSCURA wohl die meisten aufspielenden Bands an die Wand genagelt. Bei Kenntnis der Songs war es allerdings noch im Rahmen des Ertragbaren und, salopp gesagt, noch immer geil, bei Unkenntnis jedoch, wie mir zugetragen wurde, war es einfach nur ein instrumentales Chaos. Schade. Und dennoch paradoxerweise so gut! (LO)

 

THE OCEAN und TYR kamen sehr ordentlich an, ehe sich die Fans schweren Herzens auf den Weg zum letzten Deutschland-Gig einer holländischen Legende machte. Doch GOD DETHRONED schafften es das Publikum mit ihrem perfekten Mix aus neuen und alten Songs, mid-tempo und harten Blast-Nummern kurz den Schmerz über die Trennung vergessen zu lassen. Zwar überwogen letztendlich neuere Songs aus ihrem aktuellen und endgültig letztem Album „Under The Sign Of The Iron Cross“ und dessen Vorgänger „Passiondale“ wie „Storm Of Steel“, „Under A Darkening Sky“ und „Poison Fog“, aber es kamen auch Fans der ersten Stunde dank Stücken wie „Villa Vampiria“ und „Boiling Blood“ voll auf ihre Kosten. Überraschung des Abends war aber definitiv das zuvor nie live gespielte „Typhoid Mary“. Bleibt nur die Frage wer in die riesigen Fußstapfen treten soll, die GOD DETHRONED hinterlassen werden... (MS)

 

Verdammt schade ist es, dass GOD DETHRONED die Segel streichen. Zum Abschied von den deutschen Fans gab es aber nochmal ein Bombardement der Extraklasse, gespickt mit manchem Klassiker und selten gespielten Songs, wie dem grandios schleppenden ‚Soul Capture 1562‘, was allesamt zeigte, weswegen die Holländern in ihrer Genreecke durchaus zu den Besten gehör(t)en. Dazu trat die Band wie gehabt und nicht anders gewohnt sympathisch und ungekünstelt auf, was auch etwas ist, das sie seit ihrem Wiedererstarken Ende der 90er angenehm von dem ganzen damaligen Evilknievel Black Metal Kasperltheater abhob. Farewell! (LO)

 

Meine letzte Band auf dem diesjährigen Summer Breeze: VOMITORY…und ich kann es vorweg nehmen, es war ein gelungener Abschluß. Das Beste an dieser Band ist, dass egal welcher Song aus welchem Album geladen wird, immer eine Woge Schwedentod über die Zuhörerschaft kommt. Hart, schnell und alles zerstörend was sich ihr in den Weg stellt. Darum hat es mich auch nicht weiter gestört, dass das Set aus vielen Songs vom aktuellen Album Opus Mortis VIII bestand. Diese wurden knackig und mit der für die Band eigenen Agilität (ha ha) vorgetragen. Auch bei den Ansagen hat sich nichts geändert. Sänger Erik ließ zum Anfang des Gigs nur ein Hello raus. Für die weitere Konversation mit dem Publikum war dann Urban zuständig. Dieser versicherte sich ständig, ob wir noch alle Lust haben oder doch lieber nach Hause gehen wollen. Bä…was eine Frage ha ha. So wurden im weiteren Verlauf noch ein paar bekanntere Stücke wie z.B. Terrorize Brutalize Sodomize gespielt, bevor uns zum Abschluß mit Blood Rapture der Hintern versohlt wurde und der Vierer die Bühne verließ. Eine geforderte Zugabe gab es leider nicht. Trotzdem ein, wie ich finde, wieder gelungener und absolut tighter Auftritt der Band, dem zum Abschluß noch die Shows von MOONSORROW, ROTTING CHRIST und BURDEN OF GRIEF folgten. (HE)

 

 

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

 

Diese Crew gab alles für euch:

Hage (HG), Theresa Trenks (TT), Jürgen Lugerth (JL), Markus „Bart Roller“ Grasseck (BR), Phil „Lobi“ Daskalopoulos (LO), Marcel Rudoletzky (RU), Mario „Hemmy“ Hemmerling (HE), Mona Schwarz (MS) und Olivia Krawczyk (OK)

Layout, Bearbeitung : Hage

 

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