SUMMER BREEZE OPEN AIR XIV - 17.-20.08.2011 - Dinkelsbühl-Sinnbronn


 

 

Das Summer Breeze 2011 war einmal mehr ein voller Erfolg und zudem eines der wenigen Festivals in diesem Sommer, das wettertechnisch vollauf zufriedestellend war, woran auch ein kurzer (dafür aber recht stürmischer) Regenguss nichts ändern konnte. Die Fakten sprechen für sich: Das Erfolgskonzept der vergangenen Jahre wurde fortgeführt, teils gab es wichtige Verbesserungen, teils sind kleinere Probleme nach wie vor bzw.erneut aufgetreten, wie der leidige Anreisestau oder die Lichtsituation auf dem Campinggelände. Einmal mehr war das Festival Wochen im voraus ausverkauft und das erneut, ohne daß ein wirklicher Headliner (gemessen an anderen Festivals der Größenordnung 30.000+) auf dem Billing zu finden gewesen wäre. Das Summer Breeze ist einfach eine feste Größe und wenn man sich glücklich schätzen kann, auch ohne die großen Headliner auszukommen, dann ist dies schon cool. Andererseits sind mittlerweile vermehrt Stimmen zu hören, daß beispielsweise „kein zweites Wacken“ notwendig wäre, was sicherlich daherrührt, daß ein Großteil der Fans einzig und allein zum Partymachen und schräg abfeiern nach Dinkelsbühl pilgern und erst zweitrangig wegen den auftretenden Bands…aber hey, wen das stört, der muss ja nun wirklich nicht hinfahren. Da es dennoch auch einmal mehr mehr als genug Bands zu bejubeln gab, wollen wir unser Hauptaugenmerk schleunigst darauf richten…here we go... (HG)

 

 

Mittwoch, 17.08.2011

 

Kompakt:

 

Im deutlich größeren Partyzelt startet die viertägige Summer Breeze-Sause am Mittwoch traditionell mit dem alljährlichen New Blood Award, der in diesem Jahr zum ersten Mal auch für Bands aus dem nicht deutschsprachigen Raum geöffnet wurde. Und siehe da: sogar eine Band aus Finnland schaffte den Sprung in die Endrunde. Die aus dem Stuttgarter Raum stammenden Thrashcoreler DAVIDIAN, die Hannoveraner Harcore-Punks STEVE FROM ENGLAND, die erwähnte finnische Band SHEAR, die Kieler Death Metaler KILT, die Schweizer Melo-Deather ARCTURON und die Bayern Metalcoreler FAREWELL TO ARMS gingen ins Rennen. And the winners are: STEVE FROM ENGLAND aus Hannover! Mit einer Nasenspitze Vorsprung sichern sich somit den begehrten Eröffnungs-Slot am Festival-Donnerstag!

 

Danach war es einmal mehr Zeit für die Nuclear Blast Labelnacht, bei der MELECHESH den Anfang machten, und sich ganz schön ins Zeug legen mussten, um die doch sehr träge Menge mitzureißen. Doch mit ihrem orientalisch angehauchten Black/Death-Metal Mix wussten die Jungs durchaus zu gefallen zumindest die vorderen Reihen zum moshen. Die Schweden von SCAR SYMMETRY heizten der Meute von Beginn an ordentlich ein, was sogar zu einer Wall Of Death, diversen Crowdsurfern und jede Menge äußerst harten Moshpits führte. Die Thrash-Urgesteine DESTRUCTION hatten dann leichtes Spiel. Bereits vor der Show ertönten Sprechchöre und das Trio Infernale ließ dann mit einem sehr ausgewogenen Set auch nichts anbrennen: Klassiker und Material neueren Datums wechselten sich munter ab und Schmier feuerte die Fans in bester Laune immer weiter an. Kurz vor Mitternacht stand dann die polnischen Kriegsmaschine VADER auf dem Plan und überraschte mit einer Setlist, die lediglich einen Song des neuen Albums ’Welcome To The Morbid Reich’ beinhaltete. Die Fans hat´s gefreut und die zahlreich vor der Bühne anwesenden Metalheads gaben ordentlich Vollgas. Bei HELL war´s dann zunehmend leerer im Publikum und für die meisten Breeze-Besucher handelte es sich nicht um eine „Kultband“, sondern um Newcomer mit altbackener Mucke. Die wenigen anwesenden Fans in den vorderen Reihen schienen auch wirklich wegen den Briten noch wach zu sein, so textsicher und inbrünstig sie die Songs des ’Human Remains’-Debüts mitschmetterten. Dem stimmlich und musikalisch nahezu perfekten Auftritt hätten ein paar mehr Showelemente und etwas mehr Primborium passend zum Image der Band echt gut getan! Kurz vor halb drei hatten es die Briten SYLOSIS im fast leeren Zelt dann echt schwer. Dennoch boten sie eine gute Show und waren ein würdiger Abschluß des ersten Tages. (HG)

 

 

genauer betrachtet:

 

Im deutlich größeren Partyzelt startet die viertägige Summer Breeze-Sause am Mittwoch traditionell mit dem alljährlichen New Blood Award, der in diesem Jahr zum ersten Mal auch für Bands aus dem nicht deutschsprachigen Raum geöffnet wurde. Und siehe da: sogar eine Band aus Finnland schaffte den Sprung in die Endrunde. Die aus dem Stuttgarter Raum stammenden Thrashcoreler DAVIDIAN, die Hannoveraner Harcore-Punks STEVE FROM ENGLAND, die erwähnte finnische Band hieß SHEAR und ging nicht nur mit hochmelodischen Metalsongs, sondern auch mit einer recht hübschen Sängerin ins Rennen. Die Kieler Death Metaler KILT, die Schweizer Melo-Deather ARCTURON und die Bayern Metalcoreler FAREWELL TO ARMS rudneten den Reigen ab. And the winners are: STEVE FROM ENGLAND aus Hannover! Mit einer Nasenspitze Vorsprung sichern sich somit den begehrten Eröffnungs-Slot am Festival-Donnerstag! Glückwunsch hierzu. (RU)

 

Danach war es einmal mehr Zeit für die Nuclear Blast Labelnacht, bei der MELECHESH den Anfang machten, und sich ganz schön ins Zeug legen mussten, um die doch sehr träge Menge mitzureißen. Doch mit ihrem orientalisch angehauchten Black/Death-Metal Mix wussten die Jungs um den charismatischen Sänger Ashmedi durchaus zu gefallen zumindest die vorderen Reihen zum moshen. (MS)

 

Die Schweden von SCAR SYMMETRY heizten der Meute von Beginn an mit Hits wie ’Morphogenesis’ und ’Pitch Black Progress’ ordentlich ein, was sogar zu einer Wall Of Death, diversen Crowdsurfern und jede Menge äußerst harten Moshpits führte. (MS)

 

Die Thrash-Urgesteine DESTRUCTION hatten dann leichtes Spiel. Bereits vor der Show ertönten Sprechchöre und das Trio Infernale ließ dann mit einem sehr ausgewogenen Set auch nichts anbrennen: Klassiker und Material neueren Datums wechselten sich munter ab und Schmier feuerte die Fans in bester Laune immer weiter an. (RU)

 

Kurz vor Mitternacht stand dann die polnischen Kriegsmaschine VADER auf dem Plan und überraschte mit einer Setlist, die lediglich einen Song des neuen Albums ’Welcome To The Morbid Reich’ beinhaltete. Die Fans hat´s gefreut und die zahlreich vor der Bühne anwesenden Metalheads gaben ordentlich Vollgas. Bei HELL war´s dann zunehmend leerer im Publikum und für die meisten Breeze-Besucher handelte es sich nicht um eine „Kultband“, sondern um Newcomer mit altbackener Mucke. Die wenigen anwesenden Fans in den vorderen Reihen schienen auch wirklich wegen den Briten noch wach zu sein, so textsicher und inbrünstig sie die Songs des ’Human Remains’-Debüts mitschmetterten. Dem stimmlich und musikalisch nahezu perfekten Auftritt hätten ein paar mehr Showelemente und etwas mehr Primborium passend zum Image der Band echt gut getan! (BR)

 

Kurz vor halb drei hatten es die Briten SYLOSIS im fast leeren Zelt dann echt schwer. Zwar boten sie eine gute Show und waren ein würdiger Abschluß des ersten Tages, jedoch hätte man ihnen eine etwas dankbarere Uhrzeit für ihren Gig gewünscht. (RU)

 

 

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