SUMMER BREEZE OPEN AIR 2008


 

Hui, das Summer Breeze schickt sich so langsam an, dem With Full Force den Rang abzulaufen...zumindest was die Besuchermenge angeht. Auf satte 25.000 wurde das Kartenkontingent dieses Jahr angehoben und diese schienen wohl allesamt am Mittwoch zur selben Zeit aufs Gelände zu wollen. Anders ist es wohl kaum erklärlich, daß es erneut einen Mega-Stau am Eingang gab, dieses Mal beileibe nicht wegen dem Wetter, sondern einfach man der gigantischen Anreisewelle nicht gewachsen war. So kam es, daß einige, bemitleidenswerte Besucher bis zu 12 oder 14 Stunden im Stau standen...da hört der Spaß irgendwann wirklich mal auf! Ansonsten bleibt zu erwähnen, daß es zwar noch so einiges zu verbessern gilt in den kommenden Jahren, allerdings die  Lösung mit der Bühnenanordnung und dem endlich nach weiter hinten verlegten Einlass bedeutend zu einem besseren und angenehmeren Gelingen dieses Megaevents beigetragen hat. Aber eine Bitte: Macht das Festival nicht noch größer...das war dieses Jahr schon sehr massiv... (HG)

 

 

Mittwoch, 13.08.2008

 

TENT-STAGE

 

Zunächst stand wie schon im Vorjahr ein Newcomer-Contest an, bei dem es den Opener-Slot am Donnerstag auf der Mainstage zu gewinnen gab.

Nach BLOODWORK, A DEAD LAMENT, BLACK THOUGHTS BLEEDING, DARGOLF METZGORE und MY ELEGY mussten wir uns um unseren Allerwertesten zum Glück bei FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND keine Sorgen machen. Ihr schräger Bandname, der sicher nicht im nüchternen Zustand erdacht wurde, war zum Glück nicht Programm, allerdings holzten die Jungs schon derbe einen in vertracktem Deathcore Grind-Stile ab, und die zumeist jungen Fans dankten es mit viel Applaus, welcher ihnen somit verdient den Gewinn des Newcomer-Contests einbrachte. Immer noch standen viele Fans im Stau, ansonsten wäre das Zelt sicher voll gewesen. Vorfreude dafür auf den nächsten Tag, bei dem als Gewinn die Eröffnung der Hauptbühne für das Sextett anstehen sollte.

Erstmal folgte nach dem Contest die Metal Blade Labelnacht. Los ging´s mit den auch noch sehr jungen Thüringer ANIMA, die gerade erst ihr Debut 'The Daily Grind' präsentierten und die FYSFB-Jünger gleich in den ersten Reihen behalten konnten mit ihrem Sound, der an die Labelmates NEAERA erinnert, nur viel krasser. Sänger Robert könnte sich  noch etwas mehr bewegen, ordentliche Wechsel zwischen Groove und Blasts ließen aber Dauer-Mosher im Zelt verweilen. (AK)

 

 

LAY DOWN ROTTEN hatten zwar mit einem grottigen Sound zu kämpfen, überzeugten aber mit einer souveränen Show und einem großen Maß an Spielfreude, und so konnten sie spätestens mit ihrem gelungenen 'Heartwork'-Cover auch den letzten Zuschauer zum Mittun bewegen. (JH)

 

 

GOREROTTED ohne Gore = THE ROTTED. Kann das funktionieren? Nein! Naja sagen wir zumindest mal bedingt. Auf CD sind die Veränderungen nicht einmal so gravierend, aber live fehlt einfach die gewisse Durchgeknalltheit, die GOREROTTED eben ausgemacht und von der Masse abgehoben hat. Tja was bleibt jetzt übrig: relativ belangloser 08/15 Death Metal, der wenig bis gar nicht mitreissen kann. Okay klaro, vom GOREROTTED Line-Up ist nicht mehr viel übrig, aber ich war wohl trotzdem nicht der einzige der auf wenigstens einen alten Song vergeblich gewartet hat!! Tja was bleibt denn als Fazit: überflüssig! (MG)

 

 

Zu HAIL OF BULLETS war das Partyzelt dann brechend voll und auch wenn die Interaktion des Herren van Drunen mit dem Publikum diesmal nicht ganz so herzlich war wie noch eine Woche zuvor beim Party.San, machte es einmal mehr großen Spaß, den sympathischen Holländern bei der Arbeit zuzusehen. Das Publikum sah das genauso, und so wurde zu den treibenden Brechern der Oldschool-Deather von Beginn an ordentlich gefeiert. (JH)

 

 

'Stop At Nothing' hiess es dann bei einer der dienstältesten Bands, die den Crossover aus Hardcore und Metal salonfähig gemacht haben: Bei BORN FROM PAIN aus Holland ist eigentlich für jeden was dabei, von mächtigen Groove Walzen-Parts bis zu typischen Hardcore-Pits, weshalb die Reaktionen im Zelt auch äußerst euphorisch ausfielen, diese Band vereint einfach die Szenen und ist essenziell. Von Mosh bis Pogo, feine Sache. (AK)

 

Wer nach BORN FROM PAIN immer noch einen Rest an Puste zum weitermoschen hatte, dem dürfte sie wohl beim Gig der Death-Metaller von FLESHCRAWL dann letztendlich doch ausgegangen sein. Mit obligatorischen Krachern wie 'As Blood Rains From They Sky' oder 'Damned In Fire' im Gepäck hatte die Band ein leichtes Spiel, das Publikum erneut anzustacheln und ließ den ersten Festivalabend mehr als angemessen ausklingen. (JH)

 

 

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