MONASTIC DOOM XIII mit GORILLA MONSOON, AHAB, THE EXORIAL - Weil der Stadt, JuHa Kloster – 10.11.2007


 

Auauaua, wenn ich etwas hasse dann sind es verpasste Autobahnausfahrten und das bei diesen Benzinpreisen. Aber egal, 30 Kilometer Umweg hin oder her -  ich war pünktlich vor Ort um im restlos überfüllten und gefühlte dreimal ausverkauften „Jugendhaus Kloster“ in Weil der Stadt dem 13ten Monastic Doom-Festival mit THE EXORIAL, AHAB und GORILLA MONSOON beiwohnen zu können. Und es hat sich gelohnt!

 

Opener des Abends waren die wiederauferstandenen Stuttgarten Todesmetaller von THE EXORIAL. Hier war von Doom keine Spur aber dafür gab es Death Metal vom Feinsten und das voll uffe Omme! Ein herzhaftes Brett in der Schnittmenge von altem Schwedenstahl und einer ordentlichen Prise MALEVOLENT CREATION. Killer! Besonders der Schlagwerker stoch hier mit schier unmenschlichem Geknüppel hervor – aber nur mal so nebenbei: Der Gute hat die letzten beiden BELPHEGOR-Scheiben eingetrümmert, weitere Kommentare überflüssig! Auch hat die Band mit KARKADAN-Fronter Robby Beyer einen Top-Sänger am Start. Klasse Sache und so sah es auch das Publikum. Besonders beim DISMEMBER-Cover „Casket Garden“ ging es hoch her.

 

 

Ein Stilbruch ist noch kein Beinbruch - frei nach diesem Motto betraten im Anschluss die Funeral- Doomster AHAB die Bühne. Nix da Blastbeats, ab jetzt wurde in Zeitlupe gegurgelt! Manch ein Gast war hiermit wohl etwas überfordert, zumindest fragte mich eine sichtlich irritierte Person ob „die Typen nur so langsame Songs haben“ – Kult! Naja, das NASUM-Shirt des Drummers mochte den guten Herrn vielleicht etwas in die Irre geführt haben...

Ganz offensichtlich waren aber viele der Gäste wegen der Münchner angereist da die Band ohne Ende abgefeiert wurde. Ekstatisches Zeitlupensynchronbanging war angesagt – Hammer! Wohlige Schauergefühle krochen einem über den Rücken um sich direkt im Anschluss über die Nackenmuskeln herzumachen und selbige unter Kontrolle zu bekommen. Und diese Band hat Hits! Zumindest ging ein freudiges Gebrüll durchs Publikum als die ersten Takte von „The Hunt“ wie Lava aus den Lautsprechern tropften. Auch die Kostprobe von dem „hoffentlich in baldiger Zukunft“ (Beamtendeutsch Of Doom!) erscheinenden neuen Album kam gut an. Alles in Lot auf’m Boot!

 

 

Dann wurde es wieder etwas schneller denn nun war es an der Dresdener Hellrock Inc. GORILLA MONSOON dem Abend vollends das Licht auszublasen. Und genau das taten die Mannen um die leidenschaftlich östelnde Frontsau Jack Sabbath: Backstein auf’s Gaspedal und los geht’s! GORILLA MONSOOIN gaben von Anfang an voll Stoff und legten sich ins Zeug, dass alles zu spät war. Klampfe auf Kniehöhe, Unterkiefer vorgeschoben und Riffs unleashed – hier gab es kein Halten mehr und im Publikum hielt bis auf einige wandelnde Schnapsleichen kaum mehr jemand still. Den dreckigen Blues von BLACK SABBATH gemischt mit der rockenden Schwere von CATHEDRAL und der Rasanz von ENTOMBED zu Rotz N Roll-Zeiten – was kann da bitte schief gehen?! Neben Songs vom „Demonstrating Heavieness“-Demo wie „Born To Lose“ und dem walzenden „Codeine Commander“ und logischerweise hauptsächlich Material vom Debut gab der Vierer aus Christstollen-Stadt mit „50 Dollar Whore“ auch einen super Neuling zum Besten. Das lässt auf mehr aus dem Hause GORILLA MONSOON hoffen. Die örtlichen Men In Green sahen das wohl anders denn um kurz vor 1 Uhr tauchten die Ordnungshüter auf und nach nicht einmal einer Stunde Spielzeit sollte schon Schluss sein. Nachtruhe ist eben definitiv nicht Metal! Den Gorillas war das egal, eine Zugabe gab es noch und so fand der Abend mit „My Way“ einen würdigen Abschluss bevor Jack seine Axt schwungvoll in die Ecke warf. Diese Band ist groß - definitiv!

 

 

Bericht + Photos: Bommi

Layout: Hage

 

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