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MONASTIC DOOM XIV mit NECROID, STERBEHILFE, MUCUPURULENT & LENG TCH'E - Weil der Stadt, JuHa Kloster – 08.12.2007 |
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Da das Kloster
immer ein Besuch wert ist, machte wir uns auch an diesem Samstag wieder auf den
Weg nach Weil der Stadt um uns die verkaterten Lauschlappen mit etwas Grindcore
durchpusten zu lassen. Here we go:
Zurück am „Tatort“ im Jugendhaus „Kloster“ in Weil der Stadt – für mich nach einem Jahr Abstinenz und ausnahmsweise pünktlich vor Ort um in voller Länge die fleißigen Mannen von NECROID anzufeuern. Die Combo aus dem Stuttgarter Raum sind häufig und gern gesehene Gäste auf den Bühnen der lokalen Jugendhäuser. Demzufolge traf ich im Veranstaltungsraum auch schon ein zahlenstarkes Publikum an. NECROID, die bei jedem Auftritt so motiviert sind als wäre es der erste, rockten mal wieder kräftig die Bühne und lockerten die Gäste mit ihren Sprüchen auf. Damit wurden schon zu Beginn des Konzertes einige Besucher vor die Bühne gelockt und animierte sogar einige ihren Skalp in Bewegung zu setzen. Sichtlich Anklang fand natürlich der SEPULTURA Klassiker „Refuse“, der das Eis gänzlich brach. (Sabrina)
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Von nun an war es vorbei mit gepflegtem Death Metal. Die Tübinger „Noisegrindpunk“-Institution STERBEHILFE sollte als nächstes das Publikum schocken. 'Scarecore' betiteln die Jungs ihren Stil selbst, und so verängstigten bzw. verscheuchten sie doch den Großteil des Publikums nach den ersten Minuten aus dem Konzertraum!
Melodie? Braucht keine Sau! Songstruktur? Nö, wozu auch!
Chaos pur wurde hier ein weiteres Mal unter das Volk gebracht, welches zum Teil
angestachelt von Gitarrist Schach trotzdem versuchte das Tanzbein zu schwingen.
Unterstützt wurden die Sterbehelfer heute zum ersten Mal von neuen zweiten
Sänger Kubo (mit Textblatt auf der Bühne!!!), der mit seinem eher
Hardcore-mäßigen Auftreten meiner Meinung nach etwas deplaziert wirkte. Über
Sinn und Unsinn eines zweiten Sängers lässt sich sowieso streiten, unterm Strich
machte er jedoch für den ersten Auftritt keine allzu schlechte Figur.
Anzumerken bleibt noch, dass das Set wohl zu schnell durchgespielt wurde und man
noch massig Zeit über hatte, also wurde halt wieder von vorne angefangen!!
Und so bleibt als Fazit: irgendwo zwischen absoluter Müll und Wahnsinn, aber
trotzdem cool!! (Markus)
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Schon vorgewarnt nach einem Auftritt in Giebelstadt, konnte ich mich von der infernalischen Raserei der Belgier von LENG TCH'E wieder in Bann ziehen lassen. Ein wahrer Berserker von einem Sänger (Boris, Ex-SUPPOSITORY - Lobi) stand hier auf der Bühne und lebte sich aus. Hielten sich die Zuschauer noch zu Beginn zurück, so entstand immer mehr ein Circle-Pit das sich nahezu auf den ganzen Raum ausbreitete. Dem Sänger reichte das an Stimmung aber nicht. Somit stachelte er mit seinen neckischen Ansagen wie „das hier nur Frauen anwesend wären“ die Meute an. Die Resonanz trotz ordentlichem Gerangel war für ihn nicht zufrieden stellend und gab zu verstehen das man hier in diesem kleinen Ort sehr schläfrig sei. Trotzdem lieferten LENG TCH'E mit Enthusiasmus ein sehr ordentliches Konzert ab und erreichten mit neckenden und lockeren Sprüchen eine gewisse verbindliche Stimmung zwischen Band und Publikum. Die Publikumsnähe und der Unterhaltungsfaktor waren immer gegeben! Ein wahres Grindcore Spektakel, das sich gewaschen hatte und nicht für zarte Gemüter geeignet war. (Sabrina)
Ja, in der Tat ein wahres Grindcore Spektakel!! Diese Show machte den schwachen
Party-San Auftritt von diesem Jahr absolut vergessen. An diesem Abend stimmt
einfach alles: Spielfreude, guter Sound, ein agiler Boris am Mikro (auch wenn
dieser das ein oder andere Mal mit den zu tief hängenden Scheinwerfern seine
Probleme hatte), genialer Auftritt!! (Markus)
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LENG TCH'E, eigentlich ihres Zeichens Headliner, hatten gespielt, also konnte man sich auf den Weg nach Hause machen… Doch nein MUCUPURULENT sollten der Meute noch etwas einheizen. Leider jedoch hatten es wohl einige doch vorgezogen den Heimweg anzutreten. Nach einer (gefühlten) mehrstündigen Umbaupause konnte man es jedoch einigen auch nicht verübeln; der verblieben Teil der Anwesenden war wohl noch geplättet vom Auftritt der Razorgrinder und so mussten MUCUPURULENT mit einem eher spärlich gefüllten Raum Vorlieb nehmen. Dies tat jedoch der Show der sympathischen Schwaben kein Abbruch. Primitiv wurde hier gegrindet und gerollt, so wie man es erwartet. Klar, sonderlich abwechslungs- und einfallsreich ist das nicht gerade, aber es macht vor allem live definitiv Spass, da praktisch jeder, ohne jemals einen Song des Trios gehört zu haben, perfekt dazu abfeiern und mitbangen kann. Zum Schluss gabs in Form von „Schnaps und Nutten“ auch noch was zum Mitsingen. Was will das Herz denn mehr? (Z.B. endlich mal wieder "Fotzenkrebs" live!!! - Lobi) Netter und sympathischer Auftritt!! (Markus)
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Bericht: Markus & Sabrina
Photos: Markus
Layout: Lobi
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