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KEEP IT TRUE - FESTIVAL XII - Lauda-Königshofen, Tauberfrankenhalle - 24. / 25.04.2009 |
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Ach wie
schön, endlich war es mal wieder so weit. Das zwölfte Keep It True Festival
steht an. Der Weg dorthin verläuft auch ohne größere Probleme; da man die Route
mittlerweile schon gut kennt. Das Wetter ist geil und wir (Falk) und ich auch.
Und zwar geil auf eine ordentliche Vollbedienung in Sachen obskure und kultige
Metalmucke! Und die gibt es wieder auf 2 Tage verteilt, ohne Ende! Natürlich ist
die Vorfreude groß und die Erwartungen erst. Abwarten und Korea trinken. Aber
nicht zu viel, sonst hapert es mit der Berichterstattung. Jedenfalls hat der
werte Kollege bereits vor der ersten Band schon ordentlich die Lichter brennen.
(Wie war das ? - erster Whiskey-Cola bereits um 12?)
Das KIT wird von Mal zu Mal professioneller, aber auch größer, was den
Zuschaueransturm betrifft. So sind diesmal um diese frühe Zeit noch mehr Leute
wie zuvor da und vor allem immer mehr weibliche Fans. Wo gibt es die Mädels, die
solche Mucke lieben, bei uns im Raum Kaiserslautern zumindest nicht. Der werte
Kollege ist bereits in den Tiefen des Metalmarktes verschwunden, ich werde mir
einen Platz vor der Bühne ergattern. Jeder hat eben seine Prioritäten und die
Börse interessiert mich nur sekundär.
Freitag, 24. April 2009:
Kommen wir zum Opener IN SOLITUDE, welche für mich so
etwas wie der Newcomer des Jahres darstellen. Ob die Jungs so früh, bei Licht
und miesem Sound bestehen können? Nun, zum Ersten ist der Sound ziemlich gut,
und zum Zweiten werden IN SOLITUDE wohlwollend aufgenommen. Die
Schwedenbande rockt und post was nur geht. Ich wusste ja, dass die Band jung
ist, aber so jung? Den Bassisten mit dem Cronos-Gedächtnisoutfit schätze ich mal
auf höchstens 15. Der Sänger ist eine verdammt coole Sau, aber wohl noch nicht
mal volljährig. Mit seiner KING DIAMOND-ähnlichen Kriegsbemalung und der
Rockstarsonnenbrille sieht er schon megacool aus. Lassen wir mal die Ironie.
Auch wenn er nicht gerade schwierige Gesangspassagen meistern muss, die Stimme
ist etwas monoton - dennoch reißen einen Songs wie „Kathedral“ oder vor allem „Witches
Sabbath“ völlig mit. Ihr Sound zwischen MERCYFUL FATE und MAIDEN hat es deutlich
in sich. Deshalb ist auch vor der Bühne verhältnismäßig viel los. Ein Auftakt,
nach Maß!
ATLANTEAN KODEX spielen ja nicht gerade easy listening Mucke und man
durfte gespannt sein, wie die Meute den epischen Stoff aufnimmt. Aber wer
bitteschön als das KIT-Publikum ist besser dazu geeignet eine der besten (neuen)
Epic-Acts gebührend abzufeiern? Für Markus Becker singt als Ersatz Johannes
Korda (ex-SELDOM REFUSE) und er macht seine Sache ausgesprochen kompetent. Bei
ausladenden Kompositionen wie „A Prophet In The Forest“ oder dem langen „The
Hidden Folk“ kann man sich richtig gehen lassen, den Sound in sich aufsaugen und
im Takt mitwippen. Viel mit Headbangen oder gar Slamdancing ist hier nicht
angebracht. Gerade erwähntes „The Hidden Folk“ kristallisiert sich als der
Höhepunkt des Spektakels, das ohne großartige Gimmicks und Effekte auskommt.
Dort darf PROCESSION-Sänger Felipe Plaza als Gastsänger im Duett mit Johannes
den Refrain singen. Kommt gut, wie der gesamte Auftritt!
ASKA habe ich leider völlig verpasst, was wohl ein Fehler war. Denn es
gab sehr gute Resonanzen. Aber man muss ja auch mal Smalltalk halten und ich
hatte mich leider bei ein zwei Korea verplappert.
Auf CLOVEN HOOF hatte ich mich besonders gefreut und ich hoffte auch
endlich einmal Gründer und Bassmonster Lee Payne persönlich kennen zu lernen.
Man kennt sich schon länger über eMail-Kontakt. Zum Auftritt gibt es zu sagen,
dass die Briten einen geilen Gig auf die Bretter zauberten. Einzig über die
Songauswahl ließe sich streiten. Natürlich will der wahre HOOF-Maniac alte
Klassiker hören und nichts vom letzten, wenn auch nicht wirklich schwachen
Album. Beim Dreigestirn „Nova Battlestar“, „Astral Rider“und „Mistress Of The
Forest“, konnte ich eine Erektion bis zur Hallendecke spüren. Diese war beim
etwas zu modernen „Mutilator“ wieder unten, um beim obergeilen „Highlander“ fast
wieder zu erwachen. Nur nicht zu viel erwarten, ich bin ja auch nicht mehr der
Jüngste, was soll’s…Den Abschluss mit „Laying Down The Law“ war natürlich fein,
aber meine Faves „Return Of The Passover“ und das göttliche „Cloven Hoof“
auszulassen grenzt an Frevel. Dennoch ein famoser Aufmarsch und besonders der
zurückgekehrte Sänger Russ North ließ aufhorchen und – blicken, meisterte er
spielend alle Höhen und Tiefen mit Bravour und kommunizierte gut mit dem
Publikum. By the way: Ob er nun schwul ist oder nicht, ist mir doch egal. Ich
verfolgte da nämlich eine heiße Diskussion zweier Musiker. Bei Robbie Halford
hat es ja auch niemand gejuckt, solange er so geil singt.
RUTHLESS überraschten meinereiner schon, denn ihre beiden Releases „Metal
Without Mercy“ und „Discipline Of Steel“ waren gute Alben, mehr auch nicht. Aber
live traten die Stücke mächtig Arsch. Drei Originalmitglieder sind dabei und
Ex-DARK ANGEL-Gitarrist Jim Durkin sowie Bob Guitrau am Schlagzeug. Die
Altherrenriege kann es aber noch! Und wie. Wusste gar nicht wie geil Schoten wie
„Mass Killer“ oder „Gates Of Hell“ eigentlich waren. Muss besagte Scheiben
zuhause mal wieder heraussuchen. Vielleicht war mein gestiegener Alkpegel auch
nicht unschuldig daran, dass mir RUTHLESS hervorragend gefielen.
Normalerweise gefällt einem im angeheiterten Zustand ziemlich alles nur bei
EXUMER war das nicht der Fall. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass
EXUMER die allergrößte Enttäuschung des Festivals waren. Die Songs wurden
viel zu modern gezockt. Der Gesang von Mem von Stein war ein Witz. Was hat das
mit „Possessed By Fire“ zu tun? Das war mehr Metalcore auch vom Stageacting her,
als Old School Thrash inklusive affigen Gehabes. In die Tonne damit. Für das KIT
waren EXUMER völlig fehl am Platze.
Auch EXXPLORER waren nicht gerade die Offenbarung. Aber sie waren gut,
das muss man sagen. Zumindest traf Lenny Rizzo die (hohen) Töne und die Band war
technisch und spielerisch fit. Die Songauswahl war zwar gut, aber den Klassiker
„World War III“ einfach zu unterschlagen, war eine Frechheit. Für mich
persönlich der EXXPLORER-Song schlechthin. Auch zwei Stücke vom
unterbewerteten „Recipe For Power“-Album wurden gespielt. Aber was sollte diese
„Where Is The Love“-Scheiße, Mr Rizzo?Ich frage lieber: “Where is the magic?”
Von der erhofften Magie war leider nichts zu spüren. Selbst ein Gottsong wie
“Run For Tomorrow” konnte nicht mehr als ein zufriedenes Nicken entlocken. Wo
war das Piano-Intro? Hatte man nun einfach zu große Erwartungen oder war man
schlicht satt…?
TYRANT waren auch so eine Truppe, an die ich riesige Erwartungen hatte
und die nicht erfüllt wurden. Zwar spulten die obskuren Herren ihr Programm
(spielerisch) recht gekonnt herunter. Aber der Funke sprang einfach nicht rüber.
Die Band mühte sich ab, den alten Spirit wieder aufzubeschwören, aber es blieb
bei den Bemühungen. Alles im selben gemächlichen Tempo, was auf Konserve einfach
nur killt, wirkt hier dröge. Da fehlte einfach Pfeffer im Arsch, der Kick –
keine Ahnung. Womöglich sind alte Männer mit schlechten Frisuren und viel zu
engen Lederklamotten und freiem Bauchnabel einfach zu deprimierend…
ABATTOIR waren da schon stilistisch deutlich flotter und thrashiger. Mit
Originalsänger Steve Gaines kann da ja nicht viel schief gehen. Da ging auch im
Pulk die Post ab. Es wurde geslammt und geschubbst. Irgendwann tritt mir irgend
so ein Hornochse dermaßen gegen das Schienbein, daß mir beinahe schlecht
geworden ist. Musste mal kurz raus und nachsehen, ob da noch alles ist, wo es
hingehört. Man sieht nüscht, tut aber höllisch weh. Ab ins Getümmel zurück. „The
Enemy“, ist einer meiner absoluten Faves. Auch „Sins Of The Damned“ vom zweiten
Album „The Only Safe Place“. Warum allerdings ein EVIL DEAD-Song gezockt wurde,
ist mir unerklärlich. Egal, Hauptsache es geht gut ab. Der Alkohol betäubt und
die Mucke auch. Den eigentlich ging die ganze Chose im Soundbrei unter und ich
musste oft überlegen, welcher Song sich mir da eigentlich darbot. ABATTOIR
hatten Hummeln im Arsch, ohne Frage, aber soundlich war das ganz ehrlich großer
Bockmist. Nun, dafür war es laut und schnell und im Kontrast zu den
lahmarschigen TYRANT ein wahrer Befreiungsschlag. Hier konnte man ordentlich die
Sau rauslassen. Frontsau Gaines kreischte als gebe es keinen Morgen, die
Spielfreude war enorm und die Fans zufrieden! Nur ein einziger alter Nörgler
hatte am Sound herumzumeckern…
Über das Kasperletheater von LIZZY BORDEN freute ich mich schon lange.
Ich bin seit den Achtzigern bekennender Fan der Band und mag auch seine neueren
Alben sehr. Es blieb mir immer vergönnt eine Show live mitzuerleben. Aber nun
ist es ja soweit. Was soll ich sagen: LIZZY BORDEN live waren sehr geil,
auch was die Songauswahl betrifft. Nix zu meckern. Die Show ist zwar reine
Effekthascherei, aber dennoch sehr unterhaltsam. Stripperinnen, Totenköpfe,
Flaggen, Kunstblut ist fast wie bei SOLEMNITY nur größer und weniger freizügig.
Der Sound ist klasse und trotzdem kann ich die Show nicht 100 % genießen. An
meinem Schienbein befindet mittlerweile sich eine Schwellung, so dick wie ein
Taubenei mit allen Farben des Regenbogens und das pocht und pocht. Außerdem bin
ich saumüde und deshalb muss ich mir die Show sitzend einverleiben. Ich weiß das
ist kein Metal, nein that’s life.
Samstag, 25. April 2009:
Am nächsten Tag ist das Ei am Schienbein noch dicker und
aufgrund der schlechten Unterkunft bin ich auch nicht ausgeschlafen. Einen Kater
habe ich Gott sei Dank nicht! Das gute Frühstück lässt alle Pein vergessen und
die Batterien werden wieder einigermaßen aufgeladen. Nichts wie ab auf’s KIT um
Tag zwo zu erleben.
Los geht es mit DEJA VU und die Bajuwaren rocken auch gleich gut ab. Zwar
ist noch nicht soo viel los vor der Bühne aber die Wenigen Getreuen strecken die
Fäuste gen Himmel und
preisen den Gott des Metals. Mit ihrem Achtziger-Metal a la PRIEST, ACCEPT,
MAIDEN machen sie müde Krieger munter und selbst ich bewege mich nach vorne um
gepflegt abzuschädeln. Jo mei ist dös geil! Mit coolen Nummern wie „Children Of
The Eighties“ oder „Metalhead“ machen sie klar, dass sie die Richtigen Anheizer
für dieses Festival sind. Auch unser Deutschland hat geile Metalacts neben BLIND
GUARDIAN, PRIMAL FEAR oder HELLOWEEN zu bieten. Nebenbei bemerkt sind DEJA-VU
auch viel geiler…
Von ganz weit her, nämlich aus dem fernen Chile kommt die nächste Band
angereist. PROCESSION stehen für tieftraurigen Doom, irgendwo zwischen
CANDLEMASS und BLACK SABBATH. Sie haben zwar erst eine EP draußen, aber sie
beherrschen ihr Metier wie alte Hasen. Man kann behaupten, dass diese
Kompositionen durchaus Klasse besitzen. Zwar ist es noch früh am Tag und hell
like Hell, dennoch entfachen die Chilenen eine beschwörende Aura und lassen den
Doom fließen…Natürlich ist da keine Bühnenaction angesagt oder gar irgendwelche
Showeffekte. They let the music do the talking und es war verdammt intensiv,
obwohl ich keine Note kannte.
THE GATES OF SLUMBER haben sich mittlerweile aus dem puren Doomkorsett
befreit. Auch wenn der Begriff „Epic“ dermaßen ausgelutscht ist, hier passt er
bestens! Und was soll ich sagen: Das Trio hat mich völlig umgeblasen. Was auf
dem letzten Überflieger-Album „Conqueror“ bereits für Mörderlatten sorgte ist
live noch eine Klasse mitreißender. Dabei gibt es nur Mucke pur ohne
Showeinlagen und der Auftritt von Karl Simon, Sänger und Gitarrist in
Personalunion ist fast schon schüchtern zu nennen. Seine zurückhaltende Art ist
irgendwie sympathisch aber umso präziser und powervoller werden die Donnerhymnen
ins lechzende Anlitz der Kauzmetalfraktion geschleudert. Seine Soli gehen
zumindest mir unter die Haut. Höhepunkt: „Ice Worm“. Dieser Track entpuppte sich
als Hymne par excellance! Leider tut mir mein Bein immer noch höllisch weh und
irgendwie bin ich auch ziemlich alle. Nichts wie raus und Luft schnappen, den
Selbige kann man in der Halle mittlerweile mit dem Pizzamesser schneiden.
Wieder drinnen werde ich mir die nächste Band MILITIA von den Rängen oben
sitzend ansehen. Kollege Falk ist auch zugegen, er ist noch mehr im Arsch als
ich. Zumindest von der Müdigkeit her und hat einen fetten Kater. It’s
Texas-Metal-Time und eins gleich vorweg, MILITIA waren für uns beide die
Überraschung des events! Was die alten Recken hier für ein Feuerwerk an
endgeilem Technothrash abfahren hat fast WATCH TOWER-Niveau und dann noch der
Sirenengesang von Mike Soliz: unglaublich! Er übertreibt es zwar etwas mit dem
hohen Gesang, bringt aber die ganzen schwierigen Highscreaming Vocals wie auf
den Tonträgern. Und das obwohl es nur eine EP und 2 Demos gibt. Das nenne ich
Kult.
Danach wird es wild. RIGOR MORTIS spielen zum Totentanz auf. Leider kenne
ich das Material nur sporadisch und das Geknüppele lässt mich rasch das Weite
suchen. Tut mir echt leid wegen RIGOR MORTIS, die sollen nämlich geil
gewesen sein. Nur zu dieser Stunde geht mir der derbe Thrashmetal der Kultband
gehörig auf den Senkel. Nun, man kann nicht alles haben.
Es ward an der Zeit für LIVING DEATH. Ich hatte mich tierisch auf ein
Wiederhören und –sehen mit den Velberter Originalen gefreut und wurde maßlos
enttäuscht. Wird Sänger Toto sein Kreischgesang noch hinbekommen, war die Wette!
Wer auf „nein“ tippte, hatte gewonnen. Es war vom alten Quietschgesang gar
nichts mehr übrig. Nur noch tiefer, monotoner Sprechgesang. Wie öde! Da konnte
die Band technisch so gut sei wie sie wollte, ohne Toto’s Stimme, welche die
Band unter zig anderen herausstechen lässt, ist das Ding ziemlich witzlos.
Zumindest für die Old School-Fraktion wie mich. Dann war die Songauswahl eine
mittlere Katastrophe, es gab ja kaum schnelle Songs. Wo waren denn Nackenbrecher
wie „You And Me“, „Hellpike“, „Nuclear Greetings“ oder „Manilla Terror“? Den
Leuten vor der Bühne schien das allerdings wenig zu kratzen und feierten
LIVING DEATH nach allen Regeln der Kunst ab. Es wurde gedivt und geslammt
wie Hölle und es waren auch relativ viele Mädels dabei. Technisch war es auch
okay und der mittlerweile kahle Toto hat immer noch seinen Assi-Charme bei den
Ansagen – aber ich war sauer und für mich war das bereits die zweite
Riesenenttäuschung nach EXUMER.
Und dann kam er, der verlorene Sohn aus Frankreich! ZOUILLE (& HANTSON)
mit seiner SORTILEGE-Show! Was habe ich mich gefreut, da es früher
einfach keine SORTILEGE-Gigs in Alemania gab. Zumindest nicht in meiner
Nähe. Für mich ist die Band ganz großer Kult. Sänger Christian Augustin, genannt
"Zouille" ist einziges Originalmitglied von SORTILÈGE übrig und sein
Freund und Kollege Renaud Hantson, Sänger von FURIOUS ZOO und SATAN JOKERS, mit
weiteren Mitgliedern von SATAN JOKERS (ohne Gewähr!) spielten auch eben Songs
von FURIOUS ZOO mit englischen Lyrics, die sehr bluesig waren. Nicht schlecht,
aber wir wollten den Kult. Wir bekamen ihn auch in Form von Überstücken wie „D'ailleurs“,
„“Gladiateur, Civilisation“, „Chasse le Dragon“, „Marchand d'Hommes…Höhepunkt
aber war das abschließende „Sortilège“, wo wirklich jeder Altmetaller die Rübe
bis zum Gehtnichtmehr schüttelte. (Hallo Götz K.!) Zouille ist ein typischer
Franzose: Charmant, und statt alberner Teufelszeichen warf er die ein oder
andere Kusshand ins Publikum. Es waren aber auch wirklich viele, hübsche
Mademoiselles anwesend. Oui oui. Seine Stimme ist immer noch der Hammer und er
traf auch spielend Töne! Obwohl mein Bein tierisch pulsierte, war ich völlig
ergriffen und den Tränen nah. Definitiv ein Hammerauftritt, trotz abgespeckter
Tracklist.
Danach ging ich ins Freie und traf meinen Schreiberkollegen Falk, der mir
mitteilte, dass er dermaßen im Eimer ist, dass er sich ins Auto legen wird. Die
Alkoholeskapaden vom Vortag kennen keine Gnade. Da mein Schienbein dermaßen
schmerzte, so dass ich kaum auftreten konnte, machte ich ihm den Vorschlag erst
was Gescheites zu essen und dann in die Pension zu gehen. Das Essen aufm KIT ist
zwar nicht übel, aber irgendwann kann ich keine Reispfanne oder Steaks mehr
sehen. Somit war das Festival für uns frühzeitig gelaufen und irgendwie fand ich
es ehrlich auch sehr schade PICTURE, ROXXCALIBUR und ARMORED
SAINT zu verpassen. Aber irgendwann ging es nicht mehr. Man wird eben auch
älter und dieses verfluchte Bein! Mit dem hatte ich auch nach dem Konzert noch
viel Spaß, die Schwellung ging übrigens erst nach ca. 2 Wochen völlig weg.
Trotz all der Querelen war das KIT wieder eine super-geile Sache. Die
Organisation wird immer besser. Der Sound der einzelnen Bands auch, obwohl es
auch da Ausnahmen gab. Aber im Großen und Ganzen war es wieder ein tolles
Erlebnis!
Wenn ich da an das Billing vom KIT 13 nächstes Jahr denke wird es mir ganz
komisch. CANDLEMASS, FIFTH ANGEL, HEART OF CYGNUS, WATCHTOWER, DEMON, SAVAGE
GRACE und vor allem SIREN, die nie in Germany spielten. „No Place Like Home“,
deren verkanntes Debütalbum, ist schlicht göttlich! Oder ANACRUSIS! Auch nie
gesehen, dafür ist das KIT immer ein Garant!
I will be there…as always.
Ralf
Berichte: Ralf
Layout: Stefan
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