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KATAKLYSM / FEAR MY THOUGHTS / NEAERA / QUO VADIS - Karlsruhe, Substage – 19.01.2007 |
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Jaja, manche Tourneen sind
heutzutage vom Besucherzuspruch einfach nicht richtig einzuschätzen. Da legten
KATAKLYSM im vergangenen Jahr mit ’In The Arms Of Devastation’ ihr Meisterstück
der post-Geknüppel-Phase ab und kündigen eine ausgedehnte Tour mit den neuen
Hopefuls NEAERA und FEAR MY THOUGHTS, sowie ihren kanadischen Landsleuten QUO
VADIS an, jedoch schwanken die Besucherzahlen der Tour ähnlich extrem, wie die
Launen des weiblichen Geschlechts während der Schwangerschaft. So kam es, daß
man einen Tag vor dem Karlsruhe-Gig in Adelsheim vor gerade mal 120 Nasen
antreten mußte (lag natürlich auch an Sturmtief „Kyrill“), während in der
badischen Metropole das Substage die „Ausverkauft“-Schilder raushängen durfte
(ca.700 Zahlende). So war also vom Fanzuspruch schon mal der Rahmen gesteckt,
daß es ein erfolgreicher Abend für des abwechslungsreiche Package werden dürfte.
Und so kam es dann auch, aber zunächst mal der Reihe nach:
QUO VADIS hatten die Ehre den Reigen zu
eröffnen und auch wenn die Band bereits sei 1993 aktiv ist, stehen sie in Europa
aufgrund ihrer Vertriebs- und Label-Situation trotzdem immer noch ganz am
Anfang. Wirklich hilfreich wird es für die Jungs auch nicht sein, daß sie die
Reise auf den alten Kontinent ohne wirklich aktuellen Longplayer angetreten
haben (’Defiant Imagination’ erschien 2005). Dennoch legten die Jungs mit ihrem
melodischen und technischen Death Metal sehr stark los und wurden von den
bereits zahlreichen
Fans wohlwollend empfangen. Leider konnte
das Material der Jungs, die sich redlich mühten, auf die gesamte Dauer des
halbstündigen Gigs nicht das gute Anfangslevel halten, weshalb schnell etwas
Gleichförmigkeit und Langeweile aufkam. Netter Gig, mehr leider nicht.
Ganz anders dann die Situation bei den mit FEAR MY THOUGHTS täglich die Positionen tauschenden Extrem-Metalcoreler/Melodic-Deather NEAERA. Die Münsteraner haben es mit ihren erst zwei Alben, aber konstanter Livepräsenz bereits geschafft, sich eine mehr als stattliche Anhängerschaft zu erspielen und bei ihrem vierten Substage-Gastspiel innerhalb von 12 Monaten (zuletzt waren die Burschen drei Wochen zuvor mit HEAVEN SHALL BURN am Start) zeigte sich, daß Karlsruhe für die Jungs schon zu einer echten Hochburg avanciert ist. Frenetisch von der Meute empfangen und zudem angestachelt durch die Anwesenheit ihrer Metal Blade-Labelcrew gaben die Jungs um den förmlich explodierenden Frontmann Benny so richtig Vollgas. Mit unbändiger Spielfreude und weit agiler und mitreißender als noch wenige Wochen zuvor ballerten die sympathischen Buben hauptsächlich Kracher ihres letztjährigen Zweitwerks ’Let The Tempest Come’ in die ausrastende Menge, die es ihnen nicht nur mit massivem Bangen, Moshen und Jubel dankte, sondern gar mit einer wirklich coolen „Wall Of Death“. Beide Daumen nach oben für diese Burschen!
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Etwas gemäßigter, technisch anspruchsvoller, aber kaum weniger euphorisch ging es dann bei den Badischen Lokalmatadoren FEAR MY THOUGHTS zu. Die Freiburger, die mit ihrem bärenstarken neuen Hammeralbum ’Vulcanus’ im Gepäck anreisten, bestachen vor allem durch ihre mittlerweile schier unschlagbar souveräne Bühnenpräsenz, absolut sauberes, tightes Spiel und einfach saustarken Songs. Zwar kamen in den knapp 35 Minuten leider keine Songs älteren Datums zum Zuge und man beschränkte sich auf Songs von ’Hell Sweet Hell’ und dem neuen Werk, jedoch tat dies den Reaktionen kaum einen Abbruch und man konnte einen völlig sicheren Star-Ziel-Triumph einheimsen. Sänger Matze zeigte die Begeisterung über die Reaktionen mehr als einmal durch wahrlich euphorisierte Ansagen/Dankesreden. Sehr cool!!!
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Ausverkaufte Shows im Substage bedeuten meist auch, daß es mollig warm wird...tja, und genau das war´s dann beim Headliner-Gig der „Northern Hyperblast“-Helden. Proppevollgestopft war bei KATAKLYSM kaum noch ein Durchkommen nach vorne und daß der Schweiß nicht von der Decke getropft hat, lag sicherlich nur daran, daß es draußen nicht gerade warm war. Frontbrocken Maurizio Iacono und seine Burschen kümmerte dies einen Scheiß und so entfesselten sie einen Knaller nach dem anderen, und nicht wenige fühlten sich fast schon von einer Dampfwalze niedergestreckt. So sehr ich mir live nach wie vor einen zweiten Klampfer bei den Jungs wünschen würde, so souverän und brachial schaffen sie es mittlerweile dennoch, ihre druckvollen Highlights umzusetzen. Ehe ich dann leider hitze- und alkoholbedingt leider die Segel streichen mußte und mich in den hinteren Teil des Clubs begab, hatten KATAKLYSM schon längst die Schlacht eindrucksvoll gewonnen und mit Songs der Marke ’In Shadows & Dust’, ’Let Them Burn’ und vor allem meinem absoluten Fave ’Where The Enemy Sleeps’ wirklich jeden in ihren Bann gezogen. Diese Band hat alle Lobhuddeleinen verdient und zählt definitiv zu den wenigen auserwählten und erlauchten Bands der Death Metal-Champions League. Geil!
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Bericht, Layout + Pix: Hage
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